Donnerstag, 31. Dezember 2009

Relaxen und eine Mail, die erschreckt

Leute von heute.
Ein kleines, aber feines update fuer euch. :)
Sonntag sind wir wieder nach Hause gefahren. Ich habe den ganzen Tag eigentlich rein gar nichts gemacht, ausser im Internet gesurft und das war's dann auch schon. Iva war immer noch nicht da, von daher hat meine Erzaehllust sich noch ein bisschen zurueck halten muessen. Naja.
Am Montag habe ich den Tag so gut wie die ganze Zeit im Haus verbracht. Die Tage mit der Familie haben mich echt ganz schoen gestresst, von daher habe ich einfach ein bisschen relaxed und Filme geguckt. Am Dienstag sind meine Mutter und ich mit meiner Tante Leo aus Brasilien in die Stadt gefahren, um ecuatorianische Andenken zu kaufen. Oh man, die hat Geld. Sie hat fast den ganzen Shop aufgekauft. Danach haben wir uns auf ins "casa del centro" (das Haus, indem die Familie meines Vaters aufgewachsen ist) und haben da was gegessen, bzw. sind mit allen Cousins rausgegangen, um den extranjeras (Auslaendern :D) die Stadt zu zeigen. Dann haben wir noch "The green mile" geguckt, alle haben geweint und ab nach Hause. Heute Nacht haben dann auch noch welche von den Brasilanern bei uns uebernachtet, nachdem unser Hund das ganze Haus vollgekackt hat, da ihn keiner rausgelassen hat, um sein Geschaeft draussen zu erledigen. Oh man. Naja, dann haben wir am naechsten Tag gefruehstueckt und dann kam auch schon meine geliebte Ivanna wieder. Es gab seeehr viel zu erzaehlen, das sag ich euch.
Soo, jetzt werde ich mal meine Tasche zu Ende packen, dennmorgen geht's MAL WIEDER (argh) nach Quito. Kein Wunder, dass das Ozonloch immer groesser wird.
Mein Silvester wird wahrscheinlich ein Maskenball mit Kleidern und allem drum und dran. Auch mal schoen, gell?
Ich wuensche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Auf dass all eure Traume in Erfuellung gehen.
Ich habe euch alle schrecklich gern und vermisse euch.
Die liebsten Gruesse aus Ecuador sendet euch
Johanna

P.S. Heute habe ich eine Mail aus Deutschland bekommen, dessen Ueberschrift wie folgt lautete:
"
Rotary Rueckflug aus Ecuador"

Ich soll also jetzt schon meinen Rueckflug buechen. Es sind noch 7 Monate uebrig und man muss sich jetzt schon Gedanken ueber den Rueckflug machen. Das beunruhigt mich zu tiefst und teilt mir mit, dass selbst die schoenste und aufregenste Zeit mal ein Ende hat. :(
Damit ihr Bescheid wisst. Meine Wunschdaten, um nach Deutschland zu fliegen, sind:
  1. 16.07.2010
  2. 23.07.2010
  3. 17.07.2010
  4. 24.07.2010
Haltet euch diese Tage also schonmal frei, um mich am Flughafen abzuholen. ;)

Dienstag, 29. Dezember 2009

2. Quartalsbericht

Mein Lieben, hiermit schicke euch meinen 2. Quartalsbericht. Wieder nichts Neues - nur eine simple ZUSAMMENFASSUNG! :) Oh man, was eine Schreiberei.

Mit meinem 2. Quartalsbericht aus Suedamerika – Ecuador – Riobamba moechte ich die bisher gegebenen Eindruecke aus diesem wunderschoenen Land ein wenig ausweiten. In den letzten 3 Monaten habe ich so einige weitere Erfahrung sammeln, wie auch andere Seiten Ecuadors kennen lernen koennen. Der erste, super Eindruck meiner Familie hat sich voll und ganz bestaetigt. Sie haben mich aufgenommen wie eine Tochter, lassen mir Freiheiten und reisen mit mir. Ich kann mich echt sehr gluecklich schaetzen so eine tolle Familie bekommen zu haben. Am 30. Januar werde ich in die 2. Familie wechseln, die mir bisher noch nicht mitgeteilt wurde. Ich bin ein bisschen wehmuetig, freue mich aber auch schon eine andere Familie kennen zu lernen.
Das “Freunde finden” hat sich als ein kleines Problem erwiesen. Ich habe das grosse Glueck, dass ich eine Cousine in meinem Alter habe, die fuer mich wie eine beste Freundin ist. Die Maedchen aus meiner Schule sind auch sehr nett und geben sich Muehe, wie auch ich mir Muehe gebe mich mit ihnen anzufreunden. Die Jungs jedoch haben sich nach den mittlwerweile 4 Monaten mit einer blonden, blauaugigen Mitschuelerin immer noch nicht wirklich an meinen Anblick gewoehnt, was mich mehr oder weniger als Objekt fuehlen laesst und unangenehm fuer mich ist.
Im Oktober ging es fuer mich und die anderen Austauschschueler auf die erste Reise in die Provinz Manabí. Dort habe ich echte Freunde gefunden. Es ist schoen sich ueber alles austauschen zu koennen, da alle in der gleichen Lage stecken. Probleme, wie auch Hoehepunkte, der bereits vergangenen Zeit wurden bis ins kleinste Detail analysiert. Diese Reise war echt ein voller Erfolg. Wir haben so einige Staedte besucht und ausserdem konnte ich die Kueste Ecuadors kennen lernen, da ich bisher ja nur in der Sierra (den Bergen) herum gekommen war. Ausserdem konnte ich mit den ecuatorianischen Rotaract-Leuten den Chimborazo besteigen. Die Spitze dieses Vulkans ist der weit entfernteste Punkt der Welt zum Erdkern. Sehr beeindruckend und eindrucksvoll, wenn man oben steht und sich diese Tatsache vorstellt. Des Weiteren habe ich so einige Stadte kennen und lieben gelernt. An der Spitze steht Cuenca. Eine wunderschoene Stadt im Sueden Ecuadors mit 54 Kirchen – fuer jeden Sonntag eine. Ausserdem Otavalo, mit wunderschoenen und vorallem !BILLIGEN! Maerkten. In der Naehe Otavalos haben wir unteranderem auch eine herrliche Lagune besucht. In diesen Momenten wuerde man am liebsten weinen vor Glueck.
Mit dem Spanisch klappt es nach den besagten insgesamt 4 Monaten auch schon gut. Mein Gastvater hat “Spanischunterricht fuer Deutsche” fuer mich ausfindig gemacht, was mir sehr viel gebracht hat. Das Sprechen lernt man durch die alltaeglichen Konversationen; die Grammatik jedoch bleibt dabei ein bisschen auf der Strecke und somit kam mir diese Gelegenheit gerade recht.
Aussderdem gehe ich ein paar Mal woechtlich zur “Rumba Therapia”, was eine Art Tanzkurs ist, um meine Gewichtszunahme ein bisschen in Grenzen zu halten. Das Essen hier ist doch sehr anders, als das, was man aus Deutschland gewoehnt ist. Besonders das Essen der Kueste ist sehr lecker und laesst die Kilos nur so an meinem Koerper kleben.
Was mir fuer immer im Gedaechtnis bleiben wird, waren die sozialen Aktionen Rotarys. Wir haben unteranderem ein fuer November typisches Getraenk “colada morada” verteilt, wie auch im Dezember die Bonbontueten “fundas de caramelos”. Waehrend diesen Aktionen habe ich den bisher tiefsten Eindruck in die Armut Ecuadors bekommen. Es ist unglaublich schoen zu sehen, wie sehr sich die Leute ueber die genannten Dinge freuen, aber auch schrecklich mitanzusehen, wie sehr sie darauf angewiesen sind, da sie sich es niemals im Leben leisten koennten. Teilweise gibt es Leute, die in Huetten leben, die meine Freunde und ich frueher im Wald gebaut haben um darin zu spielen. Diese Armut kennt man in Deutschland nicht, zumindest nicht in diesem Masse. Andererseits habe ich in meinem ganzen Leben auch noch nie so viele Villen von Innen gesehen, da ich hier eindeutig in der Oberschicht Ecuadors lebe. Diese Unterschiede liessen mich schon so einige Male ueber die wirklich wichtigen Dinge des Leben nachdenken.
Die Weihnachtszeit in einem fremenden Land, die deutsche Familie einen Ozean entfernt, ist schon was anderes. Da hilft auch kein fleissiges Weihnachtsmusik hoeren oder Plaetzchen backen – Weihnachtsstimmung will bei 25 Grad und Ausblick auf Palmen einfach nicht aufkommen. Ausserdem gleicht der Heiligabend eher einer Party als einem besinnlichen Familienfest. Ich kann sagen, dass diese Tage gefuehlsmeassig bisher in meinem ecuatorianischen Leben die Schlimmsten waren, da ich meine Familie doch sehr vermisst habe, auch wenn ich die andere, neue liebe. Wir haben die Festtage mit den 11 Geschwistern meines Vaters + Anhang verbracht, was mich abgelenkt hat und mich wissen lassen hat, dass die Angst vor Weihnachten definitiv schlimmer ist, als das Weihnachtsfest an sich. Ich bin jedoch zu dem Schluss gekommen, dass man an Weihnachten zu seiner Familie nach Hause gehoert, auch wenn diese Zeit eine tolle Erfahrung fuer mich war.
Alles in allem bin ich nach wie vor immer noch sehr gluecklich hier und weiss jeden Tag mehr, dass ich mich fuer das richtige Land entschieden habe. Ecuador kann man nur lieben.
Vielen Dank fuer alles, Rotary!

Montag, 28. Dezember 2009

Mi navidad 2009 en Ecuador

Ein "Hola!" aus Ecuador!
Como estan ustedes?
Todo bien?
Hier der Bericht meines Weihnachtsfestes in Ecuador.
Am 24. bin ich richtig frueh aufgestanden, habe einige Sachen erledigt. Zum Beispiel habe ich fuer meine Gastfamilie Geschenke ausgesucht, da ich meine Gastgeschenke extra fuer Weihnachten aufgehoben habe. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. ;) Jaja... Um die Mittagszeit herum ging es dann auf ins Auto und mal wieder nach Quito. Was eine Reiserei. Im Auto haben mein Bruder und ich Filme geguckt und ich habe zum ersten Mal nicht geschlafen, waehrend eines "caminos". Gegen Ende der Reise hat mein Vater mir angeboten, ob ich nicht meine Familie zu Hause anrufen wolle. Habe ich dann auch gemacht, was einige Male Schlucken beinhaltete. Ist mir echt nicht leicht gefallen. Ich habe sie echt schrecklich vermisst in diesen Momenten. Als wir im Haus meiner "tios" ankamen, haben wir die "fundas de caramelos" noch ein bisschen aufgestockt, bis es dann ins Haus eines anderen Onkels ging, wo wir wieder die ganze Familie angetroffen haben. Meine Laune hob sich schlagmals und alles war TOP. :) Wir haben die letzte "Novena" abgehalten, was echt sehr feierlich war. Es wurden Lieder gesungen, Geschichten vorgelesen und so einige andere Dinge. Danach habe ich mit meinen Cousins und Cousinen getrunken, gegessen und getanzt. Hier ist Weihnachten bzw. Heiligabend eher eine Party als alles andere. :) Und wie toll man dann Spanisch sprechen kann - herrlich. Irgendwann wurden dann alle Geschenke zusammen getrommelt und wir haben sie erzogen. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Ich habe ein Kissen bekommen, ausserdem affentolle "funda de caramelos" und einen Pullover mit einem "P", welches fuer "Prieto" steht. Diesen Pullover haben jetzt alle Prietos und ich bin sehr stolz darauf, dass ich auch Besitzerin sein darf. Habe mich wie ein richtiges Familienmitglied gefuehlt. :) Mit dem bereist erwaehnten "trinken, essen, tanzen" ging es dann weiter, bis um 5 Uhr, als wir uns dann endlich ins Haus meiner Tios begeben haben.
Am 25. haben wir erst wieder meine Uroma besucht. Von daaus sind wir wieder ins das Haus meines Onkels Chicho gefahren, wo wir wieder einmal "Ceviche" gegessen haben. Rico pero no demasiado. Dort haben wir einen Film gegguckt und gar nicht viel mehr, weil alle noch so fertig vom Tag davor waren. :D
Am 26. ging es in ein eine Stunde entferntes Zentrum zum Entspannen. Mega gross und mit allen Dingen die man sich nur wuenschen kann, wie Schwimmbad, SPA-Zentrum, Spielplaetzen, Tretbooten, Haengematten und so was alles. Herrlich. Haben uns einen Grillstand klar gemacht und von da an fing die grosse Fresserei an. Unglaublich. Wie viel die alle verdruecken koennen. Meine ganze Familie war wieder mitdabei. Wir haben nicht viel Gebracht von den anderen Dingen gemacht, ausser dem Tretboot, was sich quasi gar nicht lenken lies. :( Von da aus ging es wieder in unsere Unterkunft, wo wir ein bisschen Monoply gespielt haben und jetzt kommt der Clue - naemlich die Edition ECUADOR. :D Super cool. Ich habe mir als erstes "Cuenca" gekauft. :)
So, das war mein Weihnachten 2009 in der Zusammenfassung.
Alles in allem kann ich sagen, dass die Angst vor Weihnachten in einem anderen Land ohne Familie definitiv schlimmer ist, als das Weihnachten an sich. :)
Ich hoffe, dass ihr euch alle fleissig beschenken lassen habt und gut gefeiert wurde.
Bis bald,
Johanna

P.S. Hier ein vielgesungenes Weihnachtslied. :)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Vorweihnachtszeit - harte Zeit

Buenos dias!
Melde mich, um euch von meiner Vorweihnachtszeit und dessen Gefuehlstuecken zu berichten.
Am Samstag haben wir uns um halb 7 auf in das 3 Stunden entfernte Quito gemacht. Habe mal wieder die ganze Fahrt geschlafen, bis wir dann bei meiner Tante Aure angekommen sind, wo wir ausgiebig gefruehstueckt haben. Sie hat keine Kinder und freut sich immer so sehr, wenn wir kommen. :) Danach ging es zu meiner Uroma, die 93 oder so ist, krank war, aber jetzt schon wieder einigermassen fit ist. Von daaus haben wir dann den ersten Onkel abgeholt. (Wie ich wahrscheinlich schonmal berichtet habe, ist mein Vater Bruder und hat 11 weitere Geschwister) Er, Frau und Tochter kommen aus Brasilien und koennen dementsprechend nicht oft zu Besuch kommen. Quasi eine Ehre, dass ich sie kennen lerne. Alle waren ganz aufgeregt, dazu auch ich, weil mir aufgefallen ist, dass ich mich an meine ersten paar Minuten in Ecuador so gut, wie gar nicht mehr erinnern kann. Von daher war es komisch im Flughafen zu stehen, sich alle neu angucken zu koennen, obwohl man schonmal da war. Dann ging es zu einem anderen Onkel, wo wir Ceviche gegessen haben. (eine kalte Fischsuppe) War super lecker. Mir gefaellt das Essen der Kueste. Dieses Mal war es mit Camaron. Wie sassen mit geschaetzten 100 Leuten in dem kleinen Wohnzimmer und haben uns unterhalten. Ich muss sagen, bin stolz auf mein Spanisch. Funktioniert schon echt gut, besonders die Sachen, die ich schon eine Million mal gefragt wurde.
  • Wo kommst du her?
  • Trinkst du viel Bier?
  • Esst ihr echt nur Wuerstchen?
  • Tragen alle Lederhosen?
  • Ogdobafest?
Dann irgendwann wurde wieder eine Novena abgehalten und wir sind zur Tia Aure zurueck gefahren. Am Sonntag morgen ging es los Geschenke fuer meine Geschwister. Auf zu einem Musikshop, da deren Passion definitiv Musik ist. Die Leute, die schonmal mit mir geskypt haben wissen, wie es hier immer abgeht. Ale hat etwas fuer ihr Schlagzeug bekommen und fuer Sebas haben wir nach einer neuen Gitarre geguckt. Er hat eine gefunden, die aber leider 2000$ gekostet hat, was selbst meiner Familie nicht moeglich war zu kaufen. Das Problem an der Sache ist aber, dass er seitdem ununterbrochen von dieser Gitarre spricht. Unglaublich. Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben jemanden gesehen, der so besessen von Musik ist, wie Sebas. Danach ging es wieder zum Familientreffen, dass diesmal in dem Haus meines Onkels Chicho war. So ein wunderschoenes Haus, unglaublich. :) Haben dort eine Art Kartenparty mit Grillen und allem drum und dran veranstaltet. Man beachte 20. Dezember! Danach wurde mit allen Cousins Wii gezockt und ein Film geguckt bis es wieder zur Aure ging. Am Montag sind wir mit allen zum Teleferico gefahren. Ihr erinnert euch noch? War ein bisschen langweilig fuer mich, da ich es ja schon kannte und so viel Neues gibt es dann doch nicht mehr da oben zu entdecken. Danach in das Haus von einem anderen Onkel, wo ich mit einer Freundin aus Deutschland gechattet habe, die im Moment in Mexiko ist. Wie haben auf Spanisch geschrieben - super cool, weil sie fuer so einige Dinge ganz andere Woerter als ich benutzt. :D Dann ging's nacht wieder zum Aeropuerto-Flughafen, wo wir wieder einen weiteren Teil der Sippe abholen wollten, was aber nicht moeglich war, da sie in Guayaquil unterkommen mussten, da irgendwas nicht korrekt mit dem Flieger war. Danach bin ich mit ins Haus meiner Cousine Maite gefahren, wo wir noch ein bisschen gequatscht haben, ich mir ueberlegt habe in wieviel verschiedenen Betten ich in Ecuador schon geschlafen habe und dann in meiner Traume uebergegangen bin. Am naechsten Tag bin ich dann mit ihrer Familie ins Quicentro gefahren, ein riesen Einkaufszentrum, wo meine Tante mir dann ein JAECKCHEN fuer 49 Dollar gekauft hat. Haette ihr fast den Vogel gezeigt, aber dafuer war das Teil dann doch zu schoen. Meine Oma hat diese Geste gestern mit: "Jaja, die Ecuatorianer sind grosszuegig!" kommentiert. Danach sind wir in das Haus eines anderen Onkels gefahren, was ganz ohne Witz dem Haus der Presidenten in Amerika geaehnelt hat. Unglaublich, wie gross. Die Kueche hat gehallt, obwohl wir viele waren. Von daaus ging es mit allen in einen Kleinbus, mit dem wir in die Stadt befoerdert wurden zu einem Punkt von dem man Quito in der vollen Sicht bestaunen konnte. Unglaublich wie gross und eindrucksvoll das ist. Die vollkommene Dunkelheit und deren kleine Lichter. :) Schoen. Dort haben sich die anderen, wie auch schon an den anderen Tagen Rum geingezogen. Danach ging es (!wieder!) durch's Verkehrchaos in ein gemuetliches Restaurant, wo wir mal wieder typisch ecuatorianisch gegessen haben. Ich mag das Essen hier wohl, aber nicht so sehr, dass ich es andauernd essen muss.
Am naechsten Tag haben mein Vater und ich uns aufgemacht nach Riobamba, weil er hier irgendwas erledigen musste. Eigentlich hatte das ueberhaupt keinen Sinn, weil wir naemlich spaeter schon wieder zuruck nach Quito fahren, also nur einen Tag hier waren. Fuer mich macht das aber sehrwohl Sinn, da die letzten Tage zwar schoen waren, aber auch hyper anstrengend. Ich kannte die Leute vorher alle nicht und dann jeden Tag bis in die spaeten Abendstunden mit ihnen zusammen zu hocken ist etwas viel. Ausserdem sind die letzten Tage im Allgemeinen schwierig, weil halt Weihnachten ist. Ein Fest der Familie, was ich noch nie in meinem Leben gefeiert habe, waehrend ich einen Ozean von meiner Familie getrennt war, geschweigedenn nur ein Haus weit. Bevor ich hierher gekommen bin dachte ich immer: "Achja, das steckst du locker weg!", was aber definitiv nicht der Fall ist. Alte Sitten lassen sich nicht allzu gut mit neuen Eindrucken verbinden. Naja, ich sehe die ganze Sache als eine neue Erfahrung, wobei es schwer faellt sich die ganze Zeit an diese Sichtweise zu erinnern.
Bin trotzallem gluecklich hier und wuensche euch mit dieser Erkenntnis wunderschoene Weihnachten! Lasst euch die Festessen schmecken, rodelt mit den Schlitten durch den Schnee und denkt an mich.
Habe euch lieb!
Johanna

Freitag, 18. Dezember 2009

Was soll man dazu sagen?

Liebe Leute im fernen Deutschland.
Hier mal wieder ein paar Neuigkeiten aus dem warem Ecuador.
Die letzten Tage waren seeehr anstrengend. Nicht, dass ich ueberdimensional viel gemacht habe, sondern, dass es so einige Probleme gab.
Nehmen wir den Dienstag. Ich war nicht in der Schule, was bedeutet, dass ich es an sich gar nicht mitbekommen habe. Levke war auf jeden Fall "alleine" in der Schule, dazu nicht allzu gut drauf und hat sich in Computacion (sowas wie Informatik, wobei man in der Klasse nichts lernt) in die hinterste Reihe gesetzt. Irgendwann kam dann ein Klassenkamerad an und hat sie die ueblichen bereits genannten Fragen gefragt und ist an die aussersten Grenzen der sexuellen Belastigung gestossen, wenn er die nicht sogar ueberschritten hat. Irgendwann war es dann naemlich wieder soweit, dass er gefragt hat, ob sie nicht seinen Intimbereich sehen wolle. Das hat er dann einige Male wiederholt, bis sie irgendwann "Mach doch!" gesagt hat, mit dem Gedanken, dass er ja eh nicht mutig genug ist. Tja, Pustekuchen. Ja, was sie daraufhin gesehen hat, muss ich denke ich nicht erklaeren. Naja, seitdem geht's ordentlich ab in der Schule. Ein anderes Maedchen hat es naemlich auch gesehen und es der Lehrerin gesagt. Levke wurden in den "Zeugenstand" gerufen, hat aber weder bestaetigt, dass es stimmt, noch dass es nicht stimmt. Somit ist der Kamerad einer Schulsuspendierung entkommen, musste sich aber vor dem ganzen Kurs entschuldigen. Jetzt kommt aber das allergroesste Problem. Man koennte meinen, dass alle gescheit ueber die Sache denken und sagen, dass er in psycholigische Behandlung benoetigt und sonstige Dinge, aber es gibt in meiner Klasse wirklich Leute, die ihn verteidigen und sagen, dass es ja nicht seine Schuld gewesen sei, da Levke ja "zugestimmt" haette. Diese Leute sind meine nahestehensten, was mich schon irgendwo ziemlich traurig und boese macht. Mit seinen 17 Jahren macht er solche Sachen. Mag sich einer vorstellen, was er mit 30 Jahren im Schilde fuehrt. Ich kann diese Naivitaet einfach nicht verstehen und deswegen herrscht jetzt so ziemliche Funkstille, was nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beitraegt.
Generell aber vorallem nicht bei unserem gestrigen Weihnachtsessen der Klasse. Die Stimmung bei Levke und mir, war echt im Keller, weil alle so getan haben, als ob nichts geschehen sei.
Naja, ansonsten gibt's zu erazehlen, dass es in Ecuador ein ziemlich schoenes Ritual fuer Weihnachten gibt. Bin zwar nicht die Christliste, aber mir gefaellts. Wir machen 9 Abende vor Weihnachten jeden Abend eine "novena", was bedeudet, dass in der Familie zusammen gebetet wird oder Weihnachtslieder gesungen werden. Dauert nur einige Minuten, aber hilt ein bisschen Weihnachtsstimmung zu bekommen. Mit Sonnenbrand aber doch etwas ungewoehnlich.
Den Babies geht es super gut, aber leider ist gestern eins gestorben. :( Ist aber echt krass, wie schnell die Kleinen wachsen. Ich freu mich schon so, wenn sie die Augen oeffnen. Das wird so toll.
So, ich werde mich jetzt mal an meinen Quartalsbericht machen, da ich morgen nach Quito fahre und noch keinen blassen Schimmer haben, wie lange wir dort bleiben. Dort werde ich hoechstwahrscheinlich Weihnachten und Neujahr verbringen.
Habe einfach gar keine Lust auf Weihnachten, aber auch das wird eine Erfahrung. Naja, freue mich jetzt auf naechstes Jahr Weihnachten mit euch, liebe Familie!
Bis bald dann...
Ich vermisse euch sehr!
Denke an euch!
Johanna

P.S. Uebrigens hat meine Familie saemtliche roten Waende gestrichen, da der Feng-Shui-Mann ihnen Gruen empfohlen hat, um die positiven Energien aufzubessern.

...

:D

Dienstag, 15. Dezember 2009

Ayy, que emocion!

Oh man, da habe ich wieder was erlebt.
Hallo erstmal.
Gestern, wie auch heute war ichmal wieder nicht zum Colegio. Die anderen Austauschschueler und ich haben naemlich die bereits erwaehnten "fundas de caramelos" an die Kinder der armen Colegios Riobambas verteilt, wie auch damals schon das "Colada Morada"-Zeugs. Es war mal wieder eine einmalige Erfahrung und ich kann nur noch mal betonen, wie ich die Kinder hier liebe. So dankbare und lebensfreudige Wesen. Habe ich gestern auch schon meiner deutschen Mama gesagt, dass man sich eigentlich gar nicht vorstellen unter welchen Vorraussetzungen die Menschen hier teilweise leben. Sie wohnen in Hausern, die meine Freunde und ich uns frueher als Spielhuette im Wald gebaut haben. Sie bauen sich irgendwelche Spielsachen aus Aesten und haben Spass hoch 10. Was habe ich frueher bekommen? Wunderschoene Puppen, wertvolle Pollypockets, Dublo in Unmengen. Nicht, dass ich nicht dankbar gewesen waere, aber bestimmt war ich niemals so gluecklich, wie diese Kinder, die heute eine Tuete mit ein paar Kaugummis, fahlen Keksen und Schokolaedchen bekommen haben.
Wie gesagt, dass haben wir gestern und heute gemacht, dass ich dementsprechend muede von Eindruecken bin und weil wir so viel gereist sind.
Nachdem wir gestern nach Hause gekommen sind habe ich erst mit meiner Familie in Deutschland geredet und dann kam ein Anruf von meiner ecuatorianischen Mama, das unsere Huendin endlich ihre Babies bekommt. Alle waren vollkommen aus dem Hauschen und dann ging es auch direkt zum Tierarzt, wo wir dann die ersten 4 bestaunen konnten. Das 5. hat sich dann auch nicht mehr viel Zeit gelassen und es waren alle ueber gluecklich. Dann kam das grosse Warten, da der Doctor sich sicher war, dass noch ein kommen wuerde, also haben meine Mutter und ich gewartet. Irgendwann fragte der Arzt, wer von uns Blut sehen koenne und das ich es war, stand ich dann die ganze Zeit neben dem Tisch und habe Sali ruehig gehalten. Wer aus meinen Erzaehlungen schon mal von ihr gehoert hat, weiss, was ich fuer eine Angst hatte von den kleinen Schnauzer-Zaehnen zerbissen zu werden. Da sie aber einen improvisierten Maulkorb um die Schnauze hatte, ging's mir gut. Bis auf die Sache, dass ich mir deeeeeerbe Sorgen um sie gemacht habe, da sie am ganzen Leib gezittert hat vor lauter Schmerz. Ich kann das irgendwie gar nicht rueber bringen, wie es wirklich war. Ich war dafuer zustaendig, dass sie ruhig haelt, was echt gar nicht mal so einfach war. Oh man. Irgendwann haben wir das Warten in der "Klinik" (HAHA) dann abgebrochen und haben sie nach Hause gebracht. Dort wollten wir gerade essen, als meine Tante schrie, dass die 6. Geburt losging. Meine Mama und ich sind aufgesprungen und haben es geboren. Oh man. Dann haben wir die Geburtsmassagen gemacht, so wie es uns gezeigt wurde, aber es half nichts. Es war tot. :( Oh man, ich war traurig, wenn auch gluecklich ueber die anderen 5. :) Dann bin ich irgendwann ins Bett gegangen und heute morgen stuermt meine Mutter ins Zimmer und verkuendet die frohe Nachricht: ES SIND WIEDER 6! Sali hat um halb 1 in der Nacht noch einen Welpen geboren. :) Wuuuah, hab ich mich gefreut.
Es sind 5 Jungs und 1 Maedel.
Man, man... Emotionale Sache.
Sooo, das wollte ich euch auch nur eben mitteilen.
Liebste Gruesse von der stolzen "Tante". :)
Johanna

Samstag, 12. Dezember 2009

Cuenca Nr. 3

Hallooo!
Oh man, haenge mal wiederhinterher.
Ich hoffe bei euch ist alles klar?
Werde mal nicht so ausschweifen, bin naemlich mehr als muede.
Montag war ich mal wieder beim Rotarymeeting um mein Geld abzustauben. Wunderbare Befreiung, weil der letzte Monat echt knapp vom Geld her war. Vorher war ich mit Ivanita auf Schuhsuche in Guano. Hat sogar was gefunden, aber ich war so muede, dass ich sie nicht mal wirklich wahrgenommen habe.
Dienstag habe ich meinen Nachmittag mit deutscher Schokolade und dem Hoerbuch "Biss zum Morgenrot" verbracht. Sehr lecker und entspannend. Dann haben meine Cousine und ich noch einen Film geguckt und das war's dann auch schon mit dem Dienstag.
Mittwoch haben wir vom Club ganz viele "Fundas de caramelos" gemacht. (Bonbon-Tueten) Die werden morgen, genauso wie Colada Morada, von uns ausgeteilt an die armen Kinder. Danach sind wir wieder in die Wohnung meiner Abuel, da das Licht mal wieder weg war, bei uns zu Hause. Dieser "Strom-abdreh-Spass" hoer ab morgen endlich auf. Freu mich schon, das zerrt naemlich echt an den Nerven.
Donnerstag war ich in Levke's neuem zu Hause. Echt schoen hat sie es und besser gehts ihr auch, was mich so dermassen freut. Hat sie nach dem ganzen Durcheinander echt vedient. Anschliessend bin ich nach Hause, habe meine Mama zu einer Morticia Adams verkleidet und dann ist hier die Riesenverkleidungfete gestiegen mit all ihren Freundinnen. War echt mega lustig. :) Danach war ich aber auch einfach nur muede.
Am Freitag ging es um 7 Uhr morgens in den Bus nach Cuenca. Oh man, das war was. Ich weiss ja nicht, ob jemand von euch schonmal Bus gefahren ist in Ecuador. Wenn ja, dann koennen wir uns gegenseitig gratulieren, dass wir ueberlebt haben. ES STINKT ERBERMLICH. 6 Stunden Gestank, den ich wahrscheinlich nur dank meines Nagellackflaeschchens (was ich die ganze Zeit beschnueffelt habe) ueberlebt habe. Die Indigenas haben nicht so viele Moeglichkeiten sich zu waschen, was mir sehr deutlich bewusst geworden ist. Als wir dann endlich angekommen waren, haben wir bei Ivannas Tante etwas gegessen, dann ging's zu Ericka, dessen Geburtstag am Freitag war. Haben uns ein bisschen ausgeruht und dann ging's zu einer Party. Oh mein Gott, war das cool. Habe noch nie so eine krasse Location gesehen. :) Habe die ganzen anderen Austauschschueler aus Cuenca getroffen und los ging die wilde Party. Wuah, soo cool. Richtig tolle Musik, coole Leute, cooler Abend. Habe sogar an einer Stripstange getanzt; angezogen und unbetrunken. Was ist nur los mit mir? Waren aber nur Luca und ich. Bezweifle, dass das jemand gesehen hat, da schon alle fleissig am Knutschen waren. Oha, Parties sind hier echt irgendwie strange. Man kann genau die einzelnen Phasen ausmachen.

  1. Ankommen.
  2. "Opfer" aussuchen.
  3. "Opfer" anquatschen.
  4. Mit "Opfer" tanzen.
  5. "Opfer" knutschen.
  6. Sich von "Opfer" verabschieden".
  7. Gehen.

Hier gibt's echt so gut wiekeine Tanzkreise oder so. Einfach nur Paare. Naja, die Austauschschueler stellen eine Ausnahme da. Wir haben den ganzen Abend zusammen getanzt.
Naja, dann ging's irgendwann nach Hause. Den Samstag habe ich komplett verschlafen. Immer mal die kleinen Essenspausen und wieder ins Bett. Das ging bis um 19 Uhr so, bis wir uns huebsch gemacht und uns an den Zhumir Sandia gemacht haben. Fragt nicht nach Sonnenschein. Naja, mehr nicht zu dem Thema.
Heute Morgen ging's um 10 in den Bus, 6 Stunden fahren, Gestank aushalten und so. Wisst ihr ja. Endlich angekommen haben wir 60 Tueten mit Bonbons fuer die Arbeit meines Vaters gemacht. War rotal schoen, weil ich meine Familie so lieb habe. :)
So. Ist alles okay bei euch?
Ich habe mir gerade die Niessing-Bilder angeschaut und jetzt habe ich Lust auf Tanzkreise in Deutschland. Ich vermisse euch!
Liebste Gruesse aus Riobamba.
Eure Johanna

Freitag, 11. Dezember 2009

Me voy

Hallo meine Lieben!
Wollte nur kurz Bescheid sagen, dass die Zeit super knapp ist im Moment.
Morgen geht's wieder nach Cuenca. Diesmal fuer den Geburtstag von Ericka. :)
7 Stunden in den Bus. Naja.
Werde euch berichten.
Liebste Gruesse,
Johanna

Montag, 7. Dezember 2009

Auf der Suche nach Weihnachtsstimmung in Ambato

Man beachte auch den vorherigen Beitrag... ;)

...
Als ich am Freitag im Taxi von der Schule nach Hause sass, wurde ich von meinem Papa angerufen, der einen riesen Stress gemacht hat, wo ich denn wohl stecke, da ich bis 1 Uhr(man beachte; es war 12:45) mein Packet aus Deutschland abgeholt haben musste. Hatte natuerlich kein Ausweis dabei, was bedeutete, dass wir vorher erst noch in das Buero meines Vaters gehen mussten. War ich aufgeregt. Als wir dann endlich da waren, ging auch alles gut, bis auf die dumme Postbeamte, die mir mit den Worten "Sie werden sterben, wenn sie hoeren, was sie zu bezaehlen haben!" doch ein bisschen Angst einjagte. Ich musste 77$ bezahlen, was auf die dummen Regeln der ecutorianischen Post zurueck zufuehren ist. Hier darf man naemlich nicht mehr als 4 Kilo empfangen, ohne dafuer richtig hinzublaettern. Ich war echt mega schlecht drauf und haetten Blicke toeten koennen... Naja. Will mich aber nicht beschweren, weil mein Papa das alles bezahlt hat. :D Oh mein Gott, ich weiss gar nicht, womit ich die Familie verdient habe. Als ich mein Packet dann geoeffnet habe, war der ganze Groll vergessen und ich habe mich einfach nur noch gefreut. (und geheult noch dazu :D) Oh man, keiner kann sich vorstellen, was fuer ein tolles Gefuehl ist, etwas aus der Heimat von den Allerliebsten zu bekommen, wenn man von einem Ozean getrennt wird und die Leute schon seit einigen Monaten nicht mehr gesehen hat. Vorallem ist es so schoen, dass man die banalsten Sachen jetzt sowas von dermassen schaetzen kann. Ich habe mich sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo gefreut. Ihr seid echt die beste Familie der Welt und ich vermisse euch. Das ist das beste Weihnachtsgeschenk der Welt. :) Die 77 Dollar waren ihr Geld definitiv wert. Hach, ich liebe euch!
Naja, genug der emotionalen Worte.
Habe mich nach meiner Heulattacke meinem Vater gewidmet und ihn gefragt, ob ich einen Spontantrip nach Ambato wargen duerfte. Er hatte ueberhaupt kein Problem damit, also habe ich meine Sachen gepackt, er hat mich zum Terminal gefahren und von dort aus bin ich dann fuer einen Dollar 25 nach Ambato gestartet. (Man beachte an dieser Stelle, dass ein Taxi von meinem Haus in die Stadt 1,50$ kostet und man hoechsten 10 Minuten darin sitzt. Ein Bus von meinem Haus kostet normal 18ct und wenn ich in Uniform bin 10. Herrlich, oder?) Eine Stunde spaeter wurde ich dann von Luise's Vater abgeholt und konnte sie nach einigen Minuten endlich wieder ganz feste knuddeln. Unglaublich wie man sich zwischen den Reisen vermisst, weil man einfach weiss, dass man sich ja eigentlich besuchen koennte. Haben ein bisschen gelabert und dann ging es nachher zu dem Rotary-Weihnachtsfestessen ihres Clubs, was an sich ganz witzig war, wenn die Leute auch nicht ganz so cool sind, wie in meinem Club. Jajaja... Haben getanzt, gefilmt und sonne Sachen (wie die liebe Lu jetzt sagen wuerde :D). Dann wurde noch ein bisschen "Biss zum Morgenrot" gehoert und geschlummert.
Am Samstag haben wir lange geschlafen, sind dann in den SuperMaxi gegangen, um Zutaten gekauft um Plaetzchen gebacken. Haben uns naemlich krampfhaft vorgenommen Weihnachtsfeeling aufkommen zu lassen. Das ist echt gar nicht mal so einfach, wenn man bei 32 Grad durch die Strassen ECUADOR's lauft. War auf jeden Fall mega beeindruckt von dem grossen Supermarkt. (Und Mama, weisst du was? Hier gib's auch Maggitueten, aber das sind nur doofe Gerichte.) Danach haben wir den Teig gemacht, was eine Schweinemaloche war. Ohne Spass, haben uns denke ich ein bisschen uebernommen, aber lustig war es allemal und die uns begleitende Weihnachtsmusik hat das umso mehr gefoerdert. ("LAAAST CHRISTMAAAAAS, I GAAAAVE YOU MY HEART!!!!!!!!") Das oben bemerkte Weihnachtsfeeling schien mir aber trotzdem sehr fern. Danach sind wir zum Kino gefahren, um Eddy und Jacob anzuschmachten. Haben uns voher mit Justin getroffen und ich habe mich so gefreut ihn wieder zu sehen. Er hatte eine Menge Spass, waehrenddessen ich beim Anblick Edwards fast geschmolzen bin. (Edward forever; jajaja, stimmt sogar :D) Danach haben wir uns mit den restlichen Austauschschuelern in einem coolen Restaurant getroffen, wo es sowas wie Doener(!!!!) gab. Hach, war das alles herrlich. Dann sind wir aufgebrochen, haben eine Schokoladenbananen gegessen und danach einen super Ort aufgestoebert. Es war so eine Art Wohnung, in der du dich frei bewegen und dir quasi das Zimmer aussuchen konntest, welches die am besten gefaellt. Ich habe mich fuer das Zimmer mit den coolen Ecuatorianern entschieden. Sie haben alle zusammen Musik gemacht und ich war einfach nur geplaettet von der Atmosphaere. Super cool. Abgesehen von den Gespraechen mit Ivanna und den Austauschschuelern kann ich mich nicht mehr an richtig ernsthafte Gespraeche erinnern, die ich hier mal gefuehrt haette. Gestern hatte ich sie. Ich war echt so begeistert von den Leuten, dass ich am liebsten fuer immer da geblieben waere, aber das war nunmal nicht moeglich. Als wir dann gehen mussten, habe ich von jedem von ihnen eine UMARMUNG bekommen und nicht nur ein oberflaechliches Kuesschen. Wie man sich doch ueber die kleinen Dinge des Lebens freuen kann. Hach, ich liebe Ecuador.
Heute Morgen haben Luise und ich unsere Wunderwerke an Plaetzchen dann vollendet, nach dem uns die ersten zwei Bleche total, aber wirklich total verbrannt sind. :D Wie kann man nur den gleichen Fehler zweimal machen? Naja, witzig war es. :D Als wir dann endlich fertig waren, waren wir dann aber doch ordentlich stolz auf die 3 Plaetzchen. ;)
Dann ging es fuer mich auch schon in den Bus Richtung Riobamba... :( Wollte gar nicht und vorallem wollte ich nicht neben einem stinkenden Mann sitzen, der seine Hand immer gefaehrlich nah an meiner Hosentasche hatte. Naja, ist alles gut gegangen, will mich nicht beschweren. Zu Hause angekommen, habe ich das Haus aufgeschlossen. Waere ja alles kein Problem gewesen, wenn nicht die Alarmanlage angegangen waere und mein Onkel danach total panisch mit einem Messer auf mich zugerannt waere, nachdem er mich fuer einen Einbrecher gehalten hatte. :D Oh mein Gott, Ecuador.
Sooooo, jetzt schmerzen meine Fingerspitzen und ihr seid erschoepft vom Lesen.
Bis zum naechsten Mal.
Die liebsten Gruesse besonders an Packet und Briefschicker sendet
Johanna

Randum stuff de una semana... ;)

Hallooo aus Ecuador!
Tut mir super Leid, dass ich mich jetzt schon eine Woche nicht gemeldet habe, aber ist irgendwie ueberhaupt keine Zeit da gewesen, da ich nur unterwegs war.
Werde ich dann mal erzaehlen, was alles Schoenes passiert ist.
Am Montag hatte ich immer noch frei, was wirklich super war, weil ich nicht damit gerechnet hatte frei zu haben. Da freut man sich ja doch immer noch ein bisschen mehr, gell? Bin mit Levke in die Stadt gegangen, bzw. haben wir uns dort getroffen, nachdem ich rund eine halbe Stunde zu spaet kam, weil ich die Bussache noch nicht so ganz raus habe. Die Busse sind echt komisch in Ecuador, wenn auch irgendwo aufregend. Du musst quasi rennend einsteigen und rausspringen an einer Stelle, dir die gerade passt. Das Wechselgeld wird von einem Mensch rausgegeben, der neben dem Busfahrer steht. Dieses besagte Wechselgeld liegt offen auf einem Handtuch und wird dir wie im Flug zugeworfen, da alles so schnell gehen muss. In dem Punkt hetzen die Ecuatorianer echt. :D Eigentlich eher untypisch. Naja, auf jeden Fall haben wir dann ein paar Sachen fuer ihre Familie eingekauft. Danach bin ich zu meinen Clases gegangen und das war's auch schon so ziemlich von meinem Montag.
Dienstag hatte ich wieder keine Schule, was mich noooch mehr gefreut hat. Jajaja...
Habe schoen ausgeschlafen, mittaggegessen und dann ging's auf zu Post, weil ich meine Karten bzw. das Packet fuer meine Familie verschicken wollte. Die Post hatte aber schon zu. Mitten aufem Tag. Das konnte ich mir ehrlich gesagt nicht erklaeren. Dann bin ich nach Hause und habe Aerger von meiner Oma bekommen, weil ich das Packet immer noch hatte. Keinen wirklich Aerger, aber ein niedliches Ermahnen... :D Oh man, ich mag sie so gern.
Am Mittwoch war es dann nach 1 1/2 Wochen Schluss mit "Chillen". Auf ging's zur Schule, von der ich schon nach 1 Stunde wieder die Nase voll hatte. Jajaja... Dann bin ich nachmittags mit Ivanna in die Stadt gegangen, um mein Packet endlich loszuwerden. Hat mich 25,50$ gekostet und viele Nerven, da die dumme Perle einfach nur kotzig zu uns war. Echt mal. Naja, habe mich nicht weiter geaergert und ich hoffe, dass es ganz bald ankommt. :) (Und natuerlich hoffe ich auch, dass ihr euch freut!) Danach sind wir zum Friseur gefahren. Habe mir meine Spitzen schneiden lassen und meinen Pony. Dieses Mal war es um einiges einfacher zu erklaeren, was man haben moechte. :) War stolz auf mich, weil ich da gemerkt habe, wie sehr sich mein Spanisch verbessert hat. Danach wir zu dem Haus einer Freundin gerannt(!). Ich hatte auf dem Weg mit meiner Camera gefilmt, was ich lieber haette sein sollen, da uns 2 mega gruselige Kerle gefolgt sind. Wir sind schnell gelaufen und nach der naechsten Ecke gerannt, soweit uns unsere Fuesse getragen haben. Oha, da hatte ich schon echt ein bisschen Angst. Dort angekommen haben uns Nico's Freund und seine Schwestern abgeholt und wir sind in die Stadt gefahren, um uns irgendwo das Fussballspiel Ecuador-Brasilien anzugucken, sind dann aber doch wieder bei ihr zu Hause gelandet, weil's nirgendwo Strom gab. Oh man, wie mich diese Sache nervt. Naja, Ecuatorianer freuen sich auf jeden Fall herrlichsterweise ueber gewonnene Spiele. So viel kann ich euch sagen. In dem Fernsehzimmer sowie auf der Strasse. Ueberall hupende Autos, Feuer und schreinende Menschen. :D
Am Donnerstag bin ich nach der Schule mit Ivanna zum Club gefahren, um ihr bei ihrem Vorstellungsgespraech fuer ihr Jahr in Deutschland beizustehen. Hat alles wohl ganz gut geklappt, wobei ich sagen muss, dass die Fragen einfach nur einfach waren. Sie hatte nur "Nein" und "Ja" zu sagen, zu banalen Sachen. Wenn ich mir da vorstelle, was ich alles beantworten hatte... Naja, auch egal. Anschliessend haben wir den Film "Huerfana" angefangen zu gucken. Habe keine Ahnung, wie der auf Deutsch heisst. Muesste irgendwas mit "Weisenkind" oder sowas sein. War sehr witzig, weil waehrenddessen ein Feng shui-Mensch in unserem Haus rumgelaufen ist. Er hat das Haus ganz genau unter die Lupe genommen, sich Notizen gemacht und so ein Schmarn. Ich war schon irgendwie fasziniert, aber so richtig geglaubt habe ich daran nicht. Danach sind wir mit ihm in den Garten gegangen, wo er mich die ganze Zeit auf Englisch zugeschnackt hat. Ich mag die Leute nicht, die es nicht verstehen, dass ich schon seit 3 1/2 Monaten hier bin und mich mittlerweile DURCHAUS auf Spanisch verstaendigen kann. Naja, tut nichts zur Sache, denn irgendwann hat er dann angefangen meine Psyche zu analysieren anhand meines Strenzeiches und meines Zimmers. Jajaja... Ich habe auf seine Frage nach meinem Sternzeichen wahrheitsgetreu "Jungfrau" geantwortet und er war ganz erstaunt und fragte mich, was ich denn hier tue, da ich ja eigentlich nicht gerne reise. Da dachte ich mir nur "Aha, interessant!", da es offensichtlich nicht stimmt. Jajajaja... Dann sassen wir im Auto und ich fragte ihn, ob er auch Hand lesen koenne. Daraufhin wurde mit dann erzaehlt, dass ich zwei Kinder haben werde - ZWILLINGE. Mama, Papa!? Enkelkinder gesichert. :D Danach sind wir zu meiner 92jaehrigen Uroma gefaheren, wo ich mich einfach mal gar nicht wohl gefuehlt habe, da das Haus so einigee Detailles enthaelt, die auch aus einem Horrorfilm entsprungen sein koennten. Von da aus ging es zum dem Treffen von Interact, was ich mega cool fand, weil die Leute so nett waren. Danach haben wir den Film im Haus meiner Oma zu Ende geguckt, da es bei uns kein Strom gab. (Man stelle sich das so vor: Sebas, Ivanna und ich:KREISCHEND) :D Herrlich.
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