Sonntag, 28. Februar 2010

Como respetar un otro pais

Neues aus dem Land der vielen Fruechte, erfolgreichen Levkes, billigen Grey's Anatomy-Staffeln und so weiter...
HOLA! :)
Eigentlich gibt's von dieser Woche nicht so viel Spannnendes zu berichten, aber das ist ja auch Geschmackssache von daher hoffe ich darauf, dass es euch interessiert. Oh man, Geschwafel Johanna.
Montag war ich noch ein bisschen durch den Wind vom Klimawechsel und so weiter, was ich dann wieder mit einem ausgiebigen Grey's Anatomy Nachmittag ausgeglichen habe. Keine Sorge, bald bin ich durch und dann werdet ihr nichts mehr davon hoeren.Vorher aber habe ich Levke zu ihrem ersten Sportkampf im Diskuss werfen begleitet. Liebe Leute, Deutschland siegt auch in Ecuador. Sie hat Gold gemacht. Das war's dann auch schon fast von dem Montag, ausser dass ich noch mit meinem lieben Papi daheim geschrieben hat. Das war schoen, Papa. :)
Dienstags darauf war ich wieder mit Levke auf dem Sportplatz. Diesmal hat sie Sperr geworfen und Silber ergattert. Man, man. War stolz wie eine Mami. Anschliessend haben wir den Tag mit einem netten Nachmittag bis Abend ausklingen lassen.
Meinen Mittwoch habe ich in meiner alten Familie verbracht, wo wir alte Zeiten aufkommen lassen haben. Vorher habe ich mich ja schon wohl dort gefuehlt. Das hat sich komischerweise verbessert. Habe eigentlich damit gerechnet, dass man sich so ein bisschen aus den Augen verliert, aber das ist alles andere als so. Sie geben mir immer noch das Gefuehl, dass ich eine Tochter des Hauses bin und von daher habe ich 2 absolut gleichwertige Familien hier. Muss nur aufpassen, dass meine neue Familie sich nicht vernachlaessigt fuehlt. Ausserdem ist es richtig cool, dass Bindy und Sabrina auf einem Grundstueck wohnen. Wenn ich also hin gehe, sind alle da und das ist ein Riesenspass. ;) Habe mich super lange mit Ivanna unterhalten. Oh man, sie ist echt so ein toller Mensch und ich kann es nicht abwarten, bis ihr sie alle kennen lernt. Sie weiss ueber mein Leben in Deutschland; ich habe ihr echt alles erzaehlt und schon bald kommt der Tag, an dem sie es alles kennen lernen wird. Aufregend, wenn ihr mich fragt.
Am Donnerstag bin ich nach der Schule ins Internet-Cafe gegangen, habe mit meiner Familie telefoniert und dann ging's mir mal wieder an den Pony. Ich kann mich noch an das sich-nicht-erklaeren-koennen und die damit verbundene Angst erinnern, als ich das erste Mal zum Friseur gegangen bin. Jetzt aber klappt es hervorragend und ich habe meine Haare genau so, wie ich es dem Maedel auch gesagt habe. :) Abends, mit frischer Frisur ging es dann auf ein Konzert, welches von meinem Rotary-Club veranstaltet wurde zu Gunsten der Naturkatastprophe auf Haiti. Die Band bestand aus einer Violine, einer Gitarre. Fragt sie mich nicht, wie genau sie mich so von sich ueberzeugt haben, aber sie das war definitiv der Fall. :) Hermooosoooo! :)
Am Freitag war einer der wichtigsten Schultage im Jahr. Es war der Tag des Schwures fuer die ecuatorianische Nationalflagge. Die Devise war: "Wer nicht kommt, bekommt keinen Abschluss!" So waren alle anwesend und das wochenlange Training fuer's Marschieren hat sich endlich bezaehlt gemacht. Ich hoffe ihr koennt es euch gerade vorstellen. Ich habe mich gefuehlt wie im Militaer, falls das hilft. 3 Stunden auf einem Fleck stehen, das war nicht gerade nett, aber die ganze Prozedur an sich war super interesassant. Es wurden naemlich die besten Schueler unserer Schule geehrt, in dem sie eine Schwerpe umgelegt bekommen haben und die Fahnen halten duerfen. Das hoert sich fuer uns vollkommen schwachsinnig an, ich weiss, aber hier ist es eine sehr grosse Ehre, die ecuatorianische Fahne halten zu duerfen. Nach der "Verleihung" ging es dann an den Schwur, der fuer den Abschluss mehr als wichtig ist. Jeder kniet sich vor die Flagge und schreit: "TE JURO!"("Ich schwoere dir!") und kuesst sie dann. Da ich keine Ecuatorianerin bin, war es fuer fuer mich ein "No juro pero te respeto."("Ich schwoere nicht, aber ich respektiere dich.") worauf ich dann eine weisse Rose zum Zeichen des Friedes zu Boden geworfen habe. Echt interessant. Dann standen wir noch ein bisschen, bis es dann zum ausmarschieren ging und dem anschliessenden Fotoshooting mit der ganzen Familie, da meine liebe Iva naemlich die 2. beste Schuelerin der Schule ist. :) Ich bin stolz auf sie. Danach sind wir Fruechte essen gegangen, was ich die ganze Woche, jeden einzelnen Tag, auch gemacht habe. :) Irgendwann ging's es dann in das Haus einer Klassenkameradin, welches unglaublich ist. Sie hat ein eigenens Schwimmbad und soche Sachen. Mal abgesehen von dem dicken Basketballplatz auf dem Hof. Dort wurde ich dann kurzer Hand von den Jungs samt Gala-Uniform in den Pool geschmissen und wir hatten Spass fuer 10. So langsam werde ich echt warm mit denen, auch wenn das jetzt mittlerweile schon ein halbes Jahr auf sich hat warten lassen. Danach war ich noch ein Weilchen bei Iva, bis ich mich dann auch schon fuer die anstehende Levke-Ueberraschungsfeier anlaesslich der vielen Madaillien fertig machen musste. Sie uebrigens auch noch einmal Gold fuer's Kugelstossen bekommen. Dort angekommen, haben wir das Lokal noch ein bisschen aufgehuebscht mit Balons und sonstigen Dinge, Kuchen gekauft bis sie dann endlich eintraf und die ganze Sache 1. schon wusste und 2. nichts begeistert war. :D Ich haben am gleich Tag von der Party und habe mir den Spass mit Begeisterung meinerseits genuesslich angeguckt. :D Tut mir Leid, meine Lifka, falls du das jetzt liesst. :P Danach sind Bindy, Levke und ich noch tanzen gegangen.
Am Samstag waren Bindy und Sabrina den ganzen Tag hier nach der auch hier verbrachten Nacht. Was haben wir getan? Grey's Anatomy geguckt. ;) Herrlich. Danach habe ich dann in meinem alten Haus geschlafen, da es am naechsten Morgen, also quasi heute zur "nariz del diabolo" ging. (Die Nase des Teufels) Alle meinten, dass man das als Auslaender unbedingt mal mitgemacht haben sollte. Mhm. Mein Kommentar dazu ist, dass es nicht so der Rede wert war. Wir sind die ganze Zeit mit dem einzigen Zug Ecuadors durch die Landschaft gecruised. So einige Aussichten waren echt atemberaubend, aber die Rest der Zeit war es eher langweilig. Sabrina sass weit von mir weg udn von daher waren wir die ganze Zeit getrennt, was ja auch nicht das Wahre ist. Dann irgendwie sind wir nach 5 Stunden Zugfahrt an der Nase angekommen und ich habe sie noch nicht mal sehen koennen, da ich die schlechte Vorstellungskraft von meiner Mama aus Deutschland geerbt habe. :D Naja, so schlecht ist sie dann doch nicht. :P Danach habe ich bei meier geliebten Oma gegessen, hatten eine Menge Spass mit Familie 1. und jetzt sitze ich hier.
Zu den ganzen Naturdingen, die sich im Moment hier abspielen, kann ich sagen, dass Ecuador im Grossen und Ganzen nicht betroffen ist. Es wurde zwar eine Tzunami-Warnung ausgerufen, aber das ist bis jetzt noch nicht eingetroffen. Auf Galapagos steht das Wasser gerade einen Meter hoeher als normal, was aber nicht bedrohlich ist. Haltet euch auf dem Laufenden und ich gebe mir Muehe, dass ihr es hier tun koennt.
Bis bald, meine Liebsten!
Ich freue mich schon euch wieder zu sehen.
Eure Johanna

P.S. Passt jetzt gerade makaberweise zum Thema, aber ich war in dieser Woche auf dem super coolen Friedhof Riobambas, was ich auf meiner to-do-list stehen hatte. Nichts von wegen Graeber. Hier gibt es ganze Hauser, in denen die Leute dann in Luken "versteckt" werden. "Begraben" kann man ja nicht sagen. Hatte echt was. :)

Montag, 22. Februar 2010

Yachana Lodge - Amazonia

Oriente, Amazonia, Regenwald, Urwald, Tropenwald, ... DSCHUNGEL!
All diese Woerter existierten immer nur fuer mich, haben jedoch in den vergangenen 5 Tagen Gestalt angenommen.
Sattes Gruen, kreischende Affen, Grillenzirpen, wunderschoene Landschaften...
Tag 1: Unsere Reise begann am Mittwochmorgen um 6 in der Fruehe. Die anderen Maedels sassen schon im Auto, als wir uns dann nach einer schlaflosen Nacht aufnach Quito machten. Dort angekommen sind wir auf die anderen Austauschschueler gestossen, was eine riesen Emotion war und bekamen unsere Tickets und alles Noetige fuer den anstehenden Flug nach Coca - einer Stadt in der Provinz Orellana. Wir sind erste Klasse geflogen und so waren auch die Sandwiches, die wir in der VIP-Lounge bekommen haben. Der Flug dauerte etwa 30 Minuten - 15 davon steil nach oben... 15 nach unten. Von oben konnten wir eine Aussicht geniessen, die sich gewaschen hatte - von Gletscherspitzen, die durch die Wolken hervor ragten, bis hin zu einer uberdimensional grossen Flaeche des tropischen Urwaldes, die sich unter uns erstreckte. In Coca angekommen, wurden wir von dem tropischen Klima empfangen, wie auch von unserem Guide Maximiliano , der mehr Tanzan aehnelte als jedem andern. Ist das nicht herrlich? Einmal im Dschungel schon haste Tarzan am Hals. :D Von dortaus fuehren wir zu dem Hafen in Coca, wo ich die ersten Tierchen antraf. Voegel, Schildkroeten, Meerschweinchen... Der erste Eindruck des Regenwaldes war schonmal gelungen. Erster Eindruck in der Tasche ging es auf ins Boot, mit dem wir 3 Stunden quer ueber den Napo gefahren sind - ein 1480km langer Fluss, der in den Amazonas muendet. Wir haben uns gut unterhalten und die Zeit ging mit einer wunderschoenen Aussicht in alle Richtungen super schnell um. Als wir dann am Yanchana Lodge, unserer hosteria, ankamen war ich noch um einiges baffer, da wir in unseren Speise"saal" gefuehrt wurden - eine Terasse, etwa auf der Mitte eines Berges gelegen mit einer unglaublichen Aussicht auf den Fluss und die herumliegenden Waelder. Wir bekamen Erfrischungsgetraenke, da die erwarteteten Schweissausbrueche vom feuchten Klima schon nach wenigen Metern Gehens einsetzten. Nach kurzer Beschreibung aller Regeln, Essenszeiten und so weiter haben Erin aus den USA, Luise und ich unser super gemuetliches Zimmer, mit eigener Terasse + Haengematte bezogen. Von da aus sind wir dann mit der ganzen Gruppe von 18 Personen in den Busch Ecuadors losgezogen. Der erste Halt war das Schmetterlingshaus, in dem wir auf die verschiedensten Arten getroffen sind. Unteranderem welche, die Punkte wie Eulenaugen auf ihren Fluegeln haben und sich somit vor ihren Feinden tarnen. weiter gings zu saemtlichen Aussichtspunkten uaf den Napo. Leute, ich haette am liebsten geheult, so schoen war es.
Tag 2: Wie jeden Morgen sassen wir um 7 beim Fruehstueck. Das Essen war einfach nur gut. :) Morgens Eier, Pancakes, Muesli. Mittags meistens ecuatorianische Sachen und Abends normale-weltweite Gerichte. Dort habe ich zum ersten mal seit knapp 6 Monaten Nudeln mit Gehacktessosse gegessen. Ungaublich. Naja, will ja nicht die ganze Zeit vom Essen reden. Nach dem Fruehstueck haben wir uns auf in das mehr oder weniger weit entfernte Colegio der Yachange Stiftung gemacht und auf dem Weg allerlei Baume und sonstige Dinge gesichtet. Dort angekommen wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Ich war in der T-Shit-mach Gruppe. Fertige T-Shirts konnten wir mit unserem selbstgestalteten Design bedrucken. Anschliessend habe ich gelernt, wie man Armbaender macht, was aber mehr oder weniger in die Hose ging. Nach dem Mitagessen sind wir dann an die andere Seite des Ufers gefahren und besuchten dort einen "curandero". Dieser ist ein alter Mann, der nicht mal Spanisch sprechen konnte, sondern nur die Eingeborenensprache "Quichua", und ist mit einem Shaman zu vergleichen. Er mit uns eine innerliche Koerperreinigung vollzogen, indem wir uns jeweils zu 2. in die Mitte des Kreises gesetzt haben und er mit Rauch aus einer selbstgedrehten Zigarette und einem Wedel aus lauter Blaettern um uns herum getanzt ist und irgendwelche komischen Sachen gemurmelt hat. Es war schon irgendwie mystisch, aber Veraenderungen fuehle ich dann doch nicht. ;) Danach hat Tarzan uns verschiedene Arten gezeigt, wie man auf traditionelle Art und Weise Tiere zu erlegen hat. Wir haben Pfeile aus einem Spuckrohr geschossen (bei dem Spielchen habe ich uebrigens getroffen ;)) und Lanzen geworfen. Hat Spass gemacht. Anschlissend sind wir wie in jeder freien Sekunde wieder im Napo schwimmen gegangen und dismal war auch Tarzan dabei, de uns die Skills zum richtigen Hochklettern und Runterspringen des Baumes gezeigt hat. :)
Tag 3: "Fruehstuecken und auf zum Arbeiten". Das war die Ansage, die wir an diesem Tag bekamen. Wir sind zum Fluss gelaufen und haben von da aus Saecke mit Sand zu einer anderen Stelle in Mitten des Dschungels geschleppt. Das ging dann ca. 4 mal so, ausser bei mir, da ich Dumpfbacke in die fal
sche Richtung gelaufen bin und erstmal Muehe hatte aus dem Irrgarten an Dschungel meine Gruppe wieder zu finden. :D Danach haben die anderen noch ihre Sachen fertig gemacht und wir sind wieder zum lodge gegangen, wo wir dann kochen auf ganz andere Art gelernt haben. Wir haben Fische in Blaetter eingewickelt und Maden gegessen. Leute, ich habe eine lebende Made gegessen!!!!! Es hat echt Uberwindung gekostet, aber am Ende war es gar nicht so ekelig, wie ich eigentlich gedacht hatte. :) Nachher wurden sie auch noch gegrillt und das hat wie Speck geschmeckt. Nach dem Mittag ging es wieder auf in den Busch! Diesmal hat Tarzan das harcdcore-Programm durchgezogen und wir liefen eine gefuehlte Ewigkeit durch den Urwald. Hier gibt es zwei Zonen. Einmal die primaere Zone, welche total unbetastet ist und die sekundaere mit vorgegebenen Wegen und so weiter. Wir haben uns die ganze Zeit in der primaeren befunden, was anstrengend wie sonst was war. Oh mein Gott. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viel geschwitzt, wie in diesen paar Stunden. Aber wie es mein Schicksal dann so wollte, fing es anzuregnen und wir konnten uns erfrischen. Sind dann mit einer Chiva(eine Art Bus) zurueck gefahren und wir haben die Frische auf dem Dach der Shiva geniessen koennen. Oh man, es war so cool. Danach waren wir samt Klamotten im Napo schwimmen, sind noch wieder mal vom Baum gesprungen und dann war auch der dritte Tag schon vorbei.
Tag 4: Morgens fuehren wir wieder zum anderen Ufer, um zu Laufen und Voegel anzugucken. Haben noch Bekanntschaften mit Kakao-Bohnen gemacht und sonstigen Dingen, die man nur aus dem Urwald kennt, sowie Bananen, Lianen usw. Danach sind wir via B
oot zu einem kleinen Maerktchen gefahren und haben da ein paar Fruechte gegessen, bis es dann zum Mittagessen ging und der Regen so richtig einsetzte. Vorher war der Napo ein wenig niedrig. Binnen weniger Stunden hatte er sich so sehr gehoben, dass die Inseln im vetrockneten Napo nicht mehr zu sehen waren. Unglaublich wie es geschuettet hatte. Es war aber trotzdem angenehm, da damit ein bisschen Frische kam. :) Ich habe noch nie so viel Regen in meinem ganzen Leben gesehen. Gegen Nachmittag haben wir dann das aller Coolste, des ganzen Trips gemacht. Wir wurden von dem Boot flussaufwaerts gebracht, sind von da aus mit Rettungswesten ins Wasser gesprungen und haben uns flussabwaerts treiben lassen. Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie unglaublich viel Spass das gemacht hat. Mit tollen Leuten auf dem Napo schwimmen, wer kann das schon von sich behaupten. Oh man. Abends versammelten wir uns alle auf der Terasse der hosteria und haben den atemberaubensten Sonnenuntergang ever bestaunt. Diese Momente. Ich kann's euch gar nicht beschreiben, was fuer ein Gefuehl das ist. Auf einer Terasse sitzend mit Ausblick auf den Napo und den Sonnenuntergang mit den herrlichsten Farben bestaunen. Man, man, man...
Abends haben wir dann vorm Lagerfeuer getanzt, Gruselgeschichten erzaehlt und dann wurde Bekanntschaft mit einer giftigen Schlange gemacht, die sich in dem Zimmer der Jungs rumgetrieben hat. Tarzan hat sie in die Wildnis entlassen und danach brach die letzte Nacht an.
Tag 5: Ich habe alle Sachen gepackt, ein bisschen gefruehstueckt und dann ging es auch schon wieder auf in das Boot, was diemals wesentlich weniger Zeit gebraucht hat uns nach Coca zu bringen, da wir Fluss abwaerts getrieben sind. Von Coca aus ins Flugzeug und ab nach Quito. Von dortaus zu McDonald mit meinen Riobambeñas und dann ging auch schon in die Heimatstadt.
Jetzt sitzte ich hier wieder vor dem PC, habe meinen Eltern bereits alles erzaehlt und sehne mich jetzt schon wieder nach den anderen und den Abenteuern, die man auf solch unglaublichen Reisen erlebt. Diesen Trip werde ich niemals in meinem ganzen Leben vergessen.
Nun sind schon 6 Monate um, 5 fehlen noch und ich schicke euch mit diesen Worten und den liebsten Gruessen ganz viele besos nach Deutschland.
Johanna

P.S. Hier ein Video von Yachana Lodge:

Dienstag, 16. Februar 2010

Fiestas de Ambato

Man beachte auch den vorherigen Eintrag!

... Mich hat es auf den Weg zu den Bussen verschlagen, wo ich dann in den selbigen fuer Ambato gestiegen bin. Nach einer Stunde Busfahrt hat meine Freundin Luise aus Deutschland mich am Bahnhof Ambatos abgeholt. Von da aus sind wir erst zu ihr nach Hause gefahren, haben ein paar Birnchen gegessen, die einfach die besten sind, da Ambato die fruchtbarste Stadt Ecuadors ist. Dort haben wir ein Weilchen verbracht uns dann schick gemacht und sind dann zu der coolen Bar gefahren, in der ich vorher schonmal war. Dort haben wir dann die anderen Austauschschueler getroffen. Habe mich so gefreut sie zu sehen. Haben ein bisschen dem absolut coolen Reggae-Konzert gelauscht, es uns gut gehen lassen, bis Luise und ich dann losgelaufen sind zu der 1. fista in Miraflores- ein Stadtteil Ambatos. Auf diesem weg bin ich fast gestorben vor lauter Paranoia, dass uns irgendwelche Kerle verfolgen. Die 2 deutschen Maedchen alleine in den dunklen Strassen Ecuador. In Raesfeld kein Problem abends alleine durch die Strasse zu laufen. Hier lebensmuede. In der fiesta Kinderlieder-singend angekommen habe ich meine erste Begegnung mit Dixi-Klos gemacht. Oh mein Gott! Wie ekelig. Daraufhin wurde nur noch mechanisch getanzt und das aus diversen Gruendchen.
Am Samstag wartete die absolut tollste Party auf mich . Nagut, wenn man mal in vom Tripy-tripy en Cuenca absieht. Voher sind wir aber in Candies gegangen, haben da mit allen ATS was gegessen, uns dann mit Justin auf zu einem Markt mit coolen Sachen gemacht, sind dann mit dem bereits dazugestossenen Uli Pizza essen gegangen und haben dann die geile Party gestuermt. Von Geilheit wussten wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Haben uns Eintrittskarten fuer 20 Dollar gekauft, mit denen man freit trinken durfte. Das hat die noch miserable Stimmung ein bisschen angeheizt. Als wir dann aber von 2 Unbekannten Maennern in den 30 Dollar-Bereich geschleappt wurde, war die Stimmung einfach nur genial. :) Es wurde getanzt und die Creme de la creme an Leuten wurde kennen gelernt. ;)
Sonntag-Valentinstag. Scheint hier eine grosse Sache zu sein, von daher schicken sich ungemochte Leute slebst Blumenstreusse, um nicht doof darzustehen, wie mir berichtet wurde. Die ganze Stadt war geschmueckt mit Herchen, Bluemchen und allem Drum und Dran. Morgens sind Luise und ich zu dem groessten Umzug der fiestas de Amabato gegangen. Leute, die Menschen haben auf ihren an die Strassen gestellten Stuehlen geschlafen, nur am naechsten Morgen eine gute Sicht zu haben. Fuer Luise und ich, als grosse Maedchen war es nicht allzuscwher ueber die Ecuatorianer hinweg zu sehen, also haben auch wir was mitbekommen. Unglaublich schoen. Alle gebastelten Wagen, waren aus Fruechten und Blumen. Die Koenniginnen aus allen moeglichen Doerfern auf den Wagen, haben Blumen und Fruechte geworfen. Sowas Schoenes. :) Anschliessend sind wir mit Rachel aus Canado und Julia aus Frankreich zu meinem ersten Torro-Fest gegangen. Eine riesige Arena mit unglaublich vielen Menschen und zaehlreichen Torros. Ich bin mit meinem frisch gekauften 1 Dollar-Hut und einem flauen Gefuehl im Magen ein gegangen. Als wir dann Platz genommen hatten, ging es auch shon los. Es wurde ein Schild mit dem Namen des "Matador"s -der Toeter-, des Tieres+Gewicht und so einigen anderen Dingen hochgehalten, bis dann die erste Phase startete.
Hier mal eine kleine Uebersicht wie so ein Kampf ablauft aus dem Internet.

Ein Stierkampf gliedert sich normalerweise in drei Phasen:
in der ersten Phase stürmt der Stier herein,
nachdem er normalerweise mehrere Stunden in einer dunklen Box verbracht hat. Die sogenannten picadores, berittene Lanzenträger, fügen dem Stier in den Nackenmuskeln mit einer drei Zentimeter langen Spitze Wunden zu. Im zweiten Akt stoßen die bandilleros mit bunten Bändern geschmückte Stäbe in die Nackenmuskeln des Stiers, wo sie stecken bleiben. Der gereizte, ermüdete und wütende Stier wird im dritten Akt getötet. Trifft der matador nicht präzise eine bestimmte Stelle zwischen den Schulterblättern, endet das Ganze in einem unappetitlichen Abschlachten.

Da Ecuador einen grossen Einfluss der spanischen Kultur hat, wurde auch der Stierkampf uebernommen. Quito, Riobamba und Ambato sind die Hochburgen des Stierkampfes. Eine meiner "besten" ecuatorianischen Freundinnen, hat eine Fram mit diesen mehr als wertvollen Stieren. Wenn ihr ich fragt, war es echt mega interessant, aber auch nach einem gesehenen Stierkampf, bin ich mir immer noch nicht so sicher, was ich genau davon halten soll. Es ist ein Teil der Kultur, vo daher respektiere ich es auf jeden Fall, aber was ich vom dem realistisch betrachteten Akt halten soll, weiss ich nicht. Das Ambiente war auf jeden fall sehenswert.
Danach sind Luise und ich nach Hause gefahren und sind auch dort geblieben, weil wir zu nichts Anderem mehr im Stande waren. Ein sehr cooles Wochenende.
Morgen meine Lieben, fahre ich in den Dschungel Ecuadors, oder wie meine liebe Luise so schon auszudruecken pflegt: in den Regenwald. Freue mich schon total. :)
Hoffe, dass ich naechste Woche OHNE MALARIA einen Bericht abgeben kann.
Die liebsten Gruesse aus dem vielseitigen Ecuador,
Johanna

Que hermosa es la vida

Und wieder einmal kann ich mich kaum an die ganzen sachen erinnern, die ich erlebt habe.
Hallo erstmal.
Wie herrlich ist doch mein Leben. Es besteht aus Reisen, Freunde treffen Party machen und Sachen fuer die Zukunft lernen. Herrlicher Mix im herrlichen Leben.
Dienstag den 9. Februar habe ich mich mit Iva auf in's Zentrum unserer schoenen Stadt gemacht, einen kleinen Obstsalat in meinem Lieblingslokal gegegessen, von dem wir uns auf in mein altes Haus gemacht haben. Ich vermisse meinen Bruder. Er hat mir die ganze Zeit was vorgesungen, seine Gitarrenkuenste zur Schau gestellt und mir einfach nur Geansehaut bereitet. Meine kleine Schwester hat wahrscheinlich den Arm gebrochen, was von einem Sturz verursacht wurde, aber war trotzdem gutgelaunt. :) Wie gerne wuerde ich die beiden doch mit nach Deutschland nehmen. Kann es kaum erwarten, sie eines Tages wiederzusehen als erwachsene Menschen mit Kindern und Co. gedankenversunken an die alten Zeiten denkend. Ausserdem ist Bindy an diesem besagten Tag in das Haus der Donoso's gezogen und ist seitdem mehr als gluecklich.
Mittwoch war der Chilltag hoch 10. Er bestand aus Grey's Anatomy Staffel 5. Danke Gott fuer die billigen Preise Ecuadors. :)
Aus huebsch machen, Austauschschuelerinnnen-Zusammensein bestand mein Donnerstag. Zuerst wurden meine Taschen gepackt fuer Ambato und dann sind auch schon die Maedels eingetroffen, an den ich dann gluecklicherweise herum werkeln durfte, was mich zutiefst gefreut hat. :) Ich liebe Schminken, wie ihr vielleicht wisst. :) Das hat alles ein Weilchen gedauert, aber dann haben wir uns endlich aufgemacht in die beste Disco Riobamba's. Im rustikalen Westerstyle gehalten mit Unmengen an Ecuatorianern. Das sogar an einem Donnerstagabend (da wir den Freitag des Karnevals wegen frei hatten). Dort haben sich die Leute mal wieder auf uns gestuerzt, als waeren wir Frischfleisch und sie ausgehungerte Raubkatzen. Situation jeder einzelnen Party, auch wenn es sich komisch anhoert und ihr es vielleicht nicht glauben koennt. Ein Bunch weisser Maedchen ist schon was Besonders. Es wurde getanzt, getanzt und getanzt bis ca. 2 Uhr, als wir uns dann auf in einem Haus gemacht haben, wo die anderen dann auch geschlafen haben.
Freitagmorgen haben wir ausgiebig gefruehstueckt, uns wunderbar unterhalten, was seitdem Bindy hier ist wieder auf Englisch getan wird. Danach ging's ans Rudel-Grey's Anatomy gucken und dann sind wir auch schon alle in verschiedene Richtungen aufgebrochen...

Mittwoch, 10. Februar 2010

"Hast du Lust Karneval zu spielen?"

Good evening!
Da bin ich mal wieder! Wie geht es euch, mein Lieben?
Hier wieder neue Geschichtchen von meinem gefuehlsreichen, spannenden und aufregenden Leben in Ecuador. ;)
Frisch gekaufte, neu erwobende Grey's Anatomy Staffeln koennen natuerlich nicht ins Regal verfrachtet werden, also haben meine Cousine Ivanna und ich uns am Freitagabend ordentlich Muehe gegeben, den normalen Einkauf zu einem sinnvollen Einkauf zu machen. Leute, selbst im weitentfernten Ecuador besitze ich die Kraft jemanden zum Suchti mutieren zu lassen. :) Danach habe ich bei ihr uebernachtet. Am naechsten Morgen (wohlbemerkt ein Samstag) habe ich mich mit ihr aus dem Bett gequaelt und sie zu ihrem Fuehrerschein-Training begleitet, was mit dem ganzen Kurs in der Schule stattfindet. Das aber nicht aus grosser Begeisterung fuer Fuehrerscheinmacher, sondern weil mir die Frage "Willst du morgen auch mit uns Karneval spielen?" gestellt wurde. Ich als Karnevalistin bin da natuerlich mehr als neugierig geworden und habe das Ganze mal auf mich zukommen lassen. Erst ist nichts passiert, bis mir dann irgendwann eine geballte Ladung Wasser, welches zuvor in einem Muelleimer vor sich hinschwabbte, ueber meinen gesammten Koerper geschuettet wurde. Nach kurzer Verwirrung habe ich mich dann mit dem Maedchenklo-Muelleimer gewehrt, was doch ein bisschen gemein war. ;) Jetzt aber mal zur Tatsache, denn "Karneval spielen" ist hier einfach nur ein anderer Ausdruck fuer eine Wasserschlacht der allerfeinsten Art. Das wird in ganz Riobamba zur Karnevalszeit gemacht und da ja nicht immer Karneval sein kann, fragt man sich einfach, ob man es nicht spielen moechte. Ganz einfach. Das ganze Spielchen wurde dann zu Ehren Sabrinas im Garten meines alten Hauses fortgesetzt, da sie am Samstag 18 geworden ist. Alle Austauschschueler (Alex, Sabrina, Bindy) waren da. Die neue Australierin ist echt nett und das finde nicht nur icht. Gefaellt mir echt gut, dass wir jetzt vier sind. Wenn ich mir vorstelle, dass so eine Stadt wie Portoviejo 17 Austauschschuelerin hat, dann kommt ein bisschen Zuwachs bei uns doch schon ganz gelegen. Wir haben Lasagne gegessen, bis es dann in die jeweiligen Hauser ging zum huebsch machen fuer die Nacht. Wir haben uns dann in meinem neuen Heim getroffen, Levke und ich haben uns eine Flasche Zhumir gekauft und dann ging's angetrunken zum Karaoke spielen. Wieder zu Ehern Sabrinas, die aber leider nicht in der Stimmung war sich ehren zu lassen. Von da aus sind Levke, Bindy und ich in die naechstgelegene Disco weitergezogen, haben uns Amerikanerin nennen lassen, Kerle ausfindig gemacht und getanzt. Da Bindy bei mir geschlafen hatte, war der naechste Morgen perfekt fuer die ebenso Grey's Anatomy-vernarrte Bindy zum Fernseh gucken. :) Das haben wir dann bis 2 Uhr nachmittags so weitergemacht, bis Besuch kam und wir uns vom Sofa quaelen mussten um frisch-gefangenen Fisch von meinem Opa zu essen. Bin fast erstickt an den beka*kten Graeten. Das war es dann auch schon fast von meinem Wochenende. Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich gelitten habe wie ein Hund vor lauter Vermissung des raesfelder Karnevals. Ich hoffe ihr habt die erste Sitzung gut verlebt und der Kika hat gerockt, wie gewohnt. :) Ich vermisse euch.
Gestern bin ich mit Levke im Staedtchen gewesen, haben einen Fruchtsalat in meinem, seit neustem, Lieblings-Cafe gegessen, sind dann zu mir nach Hause gefahren um weiter zuessen bis ich dann einen Anruf von meinem Onkel bekommen habe, dass es der neuen Austauschschuelerin richtig schlecht geht. Levke, meine Mama und ich haben uns sofort zum Rotary-Club aufgemacht um ein bisschen zu uebersetzen, da Bindy ueberhaupt kein Spanisch spricht. Sie kommt mit ihrer Familie ueberhaupt nicht gut klar. Das kann ich meinerseits gut verstehen, da sie zum Beispiel keine Schluessel bekommt und sonstige Dinge auch nicht stimmen. Jetzt wechselt sie auf jeden Fall ins Ivanna's Haus und da bin ich mir schon im Vorraus sicher, dass sie sich zu 100% wohl fuehlen wird. Ich liebe die Familie.
Was gibt's ansonsten Neues aus Ecuador?
Ich bin schon seit ca. einer Woche unausgeschlafen, da der Vulkan Tungurahua mich staendig aufzuwecken pflegt. Wenn er es tut, dann mit einem Roehen, welches sich gewaschen hat. Dazu fangen an die Scheiben meiner Fenster zu klappern und da der Adrinalinschub nicht so schnell gehen moechte, wie ich es moechte, bleibt man schonmal wach. Das Lustigste an dieser Geschichte ist, dass alle ganz locker bleiben und die Deutsche Panikanfaelle bekommt. Naja, so schlimm ist es dann doch nicht, aber ich habe nunmal noch nie neben einem roehrenden Vulkan gewohnt.
So, das war's dann auch schon.
Ich wuensche euch eine gute Nacht!
Johanna

Freitag, 5. Februar 2010

Mit Schweizern on tour

Hallo!
Bevor es noch spaeter wird, fange ich mal an zu schreiben.
Da hat die kleine Johanna wieder so Einiges erlebt.
Kleine, schwarze Kinderzaehne. Damit wurde ich am Montagmorgen zu Hauf konfrontiert. Wir waren wieder einmal mit den Rotary-Leuten unterwegs. Diesesmal haben wir Pillen verteilt, die Bakterien im Bauch abtoeten, welche zum Beispiel durch Strassenessen in den Magen gelangen und sich dann dort vermehren. Auch ich habe eine geschluckt, da man echt weiss, was hier so auf den Strassen lauert. Auf jeden Fall haben wir ihnen diese Pillen so in den Mund gelegt und da sind so einige Karies und Baktus-Stellen zum Vorschein gekommen. Das ist mehr als natuerlich, da diese Kinder alle mehr als arm sind und somit auch keinen Geld fuer den Zahnarzt zur Verfuegung haben. Oh man. Die 3. Welt. Ich wuerde mal gerne wissen, ob ihr euch vorstellen koennt, was hier fuer Verhaeltnisse herrschen. Nachmittags habe ich Ivanna von ihrem Deutschunterricht abgeholt. Sie kann echt schon richtig viel. Von da aus ging es mit allen Rotary-Austauschschuerlern zu ihr bzw. zu meinem alten zu Hause. Es war so ein komisches Gefuhl. Echt, so hatte ich es nicht erwartet. Ich bin zu mir ins Haus reingelaufen wie immer, habe allen wie immer "Hallo" gesagt, nur das alles ein bisschen aufregender war. Habe meine vergessene Jeans wieder gefunden, Sabrina's Zimmer, mein altes Zimmer begutachtet und festgestellt, dass nach meinen Trillionen von Sachen, das leere Zimmer doch sehr kahl aussieht. Naja. War immer noch ein bisschen traurig und habe sie (meine Familie) gerade in diesem Moment sehr vermisst, obwohl sie bei mir waren. Mittlerweile sehe ich die ganze Sache aber um einiges anderes. Natuerlich denke ich noch viel an die andere Familie, man hat immerhin ein halbes Jahr miteinander gewohnt, aber da ich suuuuuuuper gluecklich in meiner neuen Familie bin, schaetze ich es sehr 2 Familien zu haben. Beide sind auf gewisse Art und Weise cool und gewiss gibt es auch Dinge, die nicht so ganz super toll sind, aber ich habe jetzt 2 Familien, die mich lieb haben, wie eine Tochter und das ist ein gutes Gefuehl. :)
Am Dienstag war ein Freund, auch ein Austauschschueler aus der Schweiz, hier, der seine Mutter und dessen Freund zu Besuch hatte. Wir sind ins benachbarte Dorf Guano gefahre, haben das das typische Brot gegessen und uns Inka-Staturen angeguckt, die echt mega beeindrucken waren. Gross und komplett aus Stein. Danach sind wir ins Centrum von Riobamba gefahren, wo meine neue Mama alle Arbeit als Sight-seeing-Fuehrerin gemacht hat. Ohne Spass, ich war stolz auf meine neue Mami. Wir verstehen uns super duper. :) Sie hat genau die selbe Stimme einer Bekannten aus Deutschland. Das ist echt verblueffend. Danach sind wir beiden mit den Schweizern in deren Hotel gefahren, wo wir fein gegessen haben und selbst meine Mutter nich wusste, welches Glas dem Wein gilt. :D
Am naechsten Tag ging's auf den Chimborazo. Wieder mitt den netten Schweizern. :) Leider war die Sicht diesmals etwas schlecht und der Schnee schon wieder nicht tief, sodass es fuer mich fast nichts Neues gab. Haben nach der Monument-Besichtung einen schoenen Lunch gehabt, den meine Mutter liebevoll vorbereitet hatte. Sogar der Whisky war dabei: "Trink, meine Liebe, damit die Hoehe dich nicht kriegt!" :D Sehr witzig. Nachmittags bin ich mit den anderen Austauschschuelern in die Stadt gegangen, wo wir was gegessen haben und ueber Gott und die Welt geredet haben. Haben ein sehr cooles Restaurant gefunden, was nicht das erste war, da wir ab jetzt jeden Mittwoch die Stelle des restaurant-Testers einnehmen und (wie der Name schon sagt) Restaurants testen werden. :) Abends bin zu Levke gelaufen, da sie nicht mal einen Block von mir entfernt wohnt. So krass, Riobamba ist so gross und wir wohnen fast in einer Strasse. Dort haben wir dann einen Film geguckt und dann ging's ab ins Bett.
Heute bin ich nach dem colegio mit meinem Vater in die Stadt gefahren, wo ich die Leute zu Hause angerufen habe und mich mit Ivanna in der Stadt getroffen habe. Habe mir die gesamten Staffeln von Grey's Anatomy gekauft und bin bei 30 Dollar. Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wieviel kostet eine Staffel daheim? 39 Euro? Haha, das ich nicht lache.
Hier bekomme ich alle fuer weniger Geld. ;)
Naja, jetzt bin ich ordentlich muede und brauche Schlaaaaaf!
Gut's Naechtle.
Johanna