Freitag, 28. Mai 2010

Tungurahua

Guten Morgeeeen!
Hier ein letztes kleines Poestchen, bevor es auf meine 9-taegige Reise quer durch Ecuador geht. :)
Dienstagmorgen. Oha, der Dienstagmorgen. Ich bin nicht, wie sonst die Tage von den dicken, durch mein Fenster fallenden Sonnenstrahlen aufgewacht, sondern von einem Erdbeben, welches nicht von schlechten Eltern war. Meine Guete, fuer einen kleinen Moment hatte ich doch ein "wenig" Angst und befuerchtete, dass die Fensterscheiben nie aufhoeren wuerden zu wackeln. Als ich dann eine kurze Zeit spaeter aufgestanden bin, befanden sich schon alle weiteren Familienmitglieder in dem Schlafzimmer meiner Eltern und diktierten, wovon das Beben wohl stammte. Wir sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass es wieder mit dem Vulkan Tungurahua zusammen haengt, der mal wieder in Eruptionen steckt. Nachdem ich mich dann von dem Schock erholt hatte, bin ich in die Stadt gefahren, habe mit meiner Familie nach einem Monat mal wieder gescheit reden koennen und bin dann nach dem Mittagessen zu meiner ersten Familie gefahren, wo ich die anderen 3 Austauschschulerinnen angetroffen habe. Bindy hat sich dazu entschieden nach einem halben Jahr wieder nach Australien zu fliegen, was der Grund unserer Sitzung war. Irgendwie traurig, auch wenn es uns nicht betrifft, da wir ca. um die gleiche Zeit nach Hause fliegen. Aber um die ganzen Erfahrungen, die sie verpasst, tut es doch sehr leid.Haben das Treffen dann mit "Titanic" beendet und dann ging es fuer mich auch schon ins Bett.
Am Dienstag haben die Maedels und ich im verde limon gegessen und ich habe mir neue Wolle fuer meinen 2. Schal gekauft. Bin eine fleissige Strickliesel. ;) Den Abend habe ich mit meiner Familie verbracht und wir hatten einen heiden Spass. :) Solo en el caso q ustedes vean ese mensaje. :) Les amo demasiado, mis familias ecuatorianas. :)
Gestern habe ich mich auf nach Ambato gemacht, um mich von meiner amerikanischen Freundin Erin zu verabschieden, die naechste Woche nach Hause fliegt. Wir sind mit ihren Freunden durch die Stadt gecruised und haben eine schoene letzte Zeit zusammen gehabt. Auch wenn ich nach dem Abschied fast meinen Bus verpasst haette. Musste ihm hinterher rennen und hatte danach die groesste Atemnot meines Lebens. Ihr haettet die Gesichter der Leute sehen sollen. ;) Danach habe ich meine Tasche gepackt und das war's auch schon vom Mittwoch.
Oh maaaaaaan, wisst ihr was?
Jeeetzt gerade kam meine Mutter zu mir hoch und berichtete mir, dass alle Leute aus Baños schon evakuiert wurden und wir uns jetzt mit Lebensmitteln einrichten muesseeeeen!!!! Wir hatten Recht, der Vulkan Tungurahua ist wieder in Aktion! Ayy, die ist voll aufgeregt und macht alle hektisch und geht sich jetzt duschen vor lauter Schock. Oh man... :D Wie aufregend!
Man, immer wenn sowas passiert, gehe ich auf die grosse Reise.
Mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt auch schon fuer 9 Tage.
Ihr hoert von mir im Juni!
Liebste Gruesse aus dem verrueckten Ecuador.
Johanna

Mittwoch, 26. Mai 2010

Libre esta la chica

Und wieder einmal heisst es:
"Buenos dias, mis queridos!"
denn auch in der letzten Woche habe ich wieder viel erlebt.
Nach meinem emotionalen letzten Schultag, habe ich mir reichlich Muehe gegeben, mein freies Leben so gut wie moeglich auszunutzen.
Habe ich euch eigentlich erzaehlt, dass der Uli am Mittwoch in Riobamba war und wir uns kurz sehen konnten? Wenn nicht, auch nicht so wichtig.
Am Donnerstag haben meine Mutter und ich eine Tour in den Supermarkt gestartet, was echt sehr lustig war. Sie ist so eine coole Person und ich kann es kaum erwarten, dass sie mich irgendwann in Deutschland besucht. (Das wird aber hoechstwahrscheinlich erst zu meiner Hochzeit sein, wie alle immer so schoen betonen, dabei weiss ich noch gar nicht, ob ich heiraten will. :P) Danach habe ich mal wieder aus einer Telefonkabine Ueberraschungsanrufe gestartet, was immer sehr spassig ist. Als es dann wieder durch die bruellende Hitze, im stinkigen Bus nach Hause ging, haben mein Opi und ich "der Vorleser" geguckt. Sehr cooler Film, auch wenn mich, wie gesagt, Nazi-Filme immer komisch stimmen, gerade wenn man in einem fremden Land ist.
Den Freitag habe ich fast den ganzen Tag im Haus verbracht, was denke ich, meiner nostalgischen Syimmung zu verdanken war. Mehr gibt's von dem Tag nicht zu erzaehlen.
Am Samstag habe ich mich mit den Maennern des Hauses auf nach Quito gemacht, wo sich meine Schwestern und meine Mama schon befanden. Die Mission dieses Ausfluges war, das neue Apartment einzurichten. Normalerweise bin ich ein Fan vom Moebelshoppen und so weiter, aber nicht, wenn das naechste Ikea einen Ozean entfernt ist. Doof, aber egal. Die anderen waren gluecklich. Zur Belohnung der tapferen Durchhaltung wurde ich ins Kino eingeladen, was fuer mich in Ecuador immer ein echtes Highlight ist. :)
Am Sonntagmorgen sind wir in ein haessliches, wirklich haessliches Einkaufszentrum gefahren um fuer mich nach einer ecuatorianischen Flagge zu suchen, die wir gefunden haben, aber in einer Preisklasse, die fuer mich leider unmoeglich bezahlbar war. Macht man nichts. Haben bei meiner Grossmutter muetterlicherseits gegessen, bis es dann nach los chillos zur Familie vaeterlicherseits ging, wo wir einen riesen Tanzkontest gestartet haben. Meine Guete, wie viel Spass man doch ohne Alkohol haben kann. Echt, einfach nur cool. Dann haben wir Karten gespielt und dann ging es auch schon wieder auf die Matratzen, die liebevoll aneinander gereiht wurden.
Am Montag haben wir im Garten Spiele gespielt und ich habe mich ein Stueckchen mehr in den weissen Schnauzer Klaus verliebt. Wenn ich gross bin, kaufe ich mir diesen Hund. Ich meine, einen, der so aussieht, wie Klaus. Abends ging es wieder nach Riobamba.
Soo, das war's auch schon wieder von mir.
Ich habe euch lieb und freue mich seeehr auf euch,
Johanna

Mittwoch, 19. Mai 2010

Bye bye Jefferson

Das war mein Motto heute Morgen.
Ein letztes Mal durch's gruene Tor auf den Schulhof stiefeln, sich die 30000000 Treppen hochschleppen und sich mit zeitvertreibenen Dingen beschaeftigen, sich die 30000000 wieder runterschleppen, durch die gruene Tuer gehen und sich frei fuehlen!!!!!!!
Meine letzter Schultag Ecuadors liegt nun hinter mir.
Einerseits freue ich mich total, dass es nun vorbei ist, aber andererseits ist es der 1. Schritt in Richtung Abreise, was mir die unwohlen Gefuehle in den Koerper draengt. Ich hoffe, mich kann jemand verstehen.
Jetzt fehlt noch die letzte Reise, die ich vor ein paar Minuten bezahlt habe, und dann haben wir auch schon fast den 16. Juli 2010. Man, man.
Diese Gedankengaenge wollte ich nur mal schnell loswerden...
Liebste Gruesse aus Ecuador,
Johanna

Jojo gets famous ;)

Buenas tardes mis queridos alemanes!
Que fue?
Todo bien por alla?
Mach mal auf Deutsch weiter. ;)
Neuigkeiten aus dem Land der 4 Regionen.
Wo fange ich mal an?
Letzte Woche Donnerstag habe ich ein bisschen Kontaktpflege nach Deutschland betrieben, war dann im Hause Donoso und dann ging es zum "repaso" fuer die feista der Koenigin des Rotary-Clubs, die am Samstag anstand. Anschliessend habe ich meinen ersten Vater gefeiert, der Geburtstag hatte. Das Beste an diesem Besuch: "los tacos" - mexikanische Kueche, auf die ihr euch schon freuen koennt, wenn sie fuer euch mit Liebe von mir gezaubert werden. Danach habe ich bei Ivanna uebernachtet und am naechsten Tag ging es dann mit einem Mix aus Sprtuniform und normaler Uniform in die Schule, da ich meinen Rock vergessen hatte. Die letzten Tage der Schule sahen ca. so aus:
  • Amanecer (das letzte Biss-Buch) lesen
  • mit den anderen Karten spielen
  • Vokabeln lernen
  • Tagebuch schreiben
  • stricken
  • draussen rumsitzen und essen
  • im Computerraum rumhaengen
  • zeichnen
  • mit Sabrinas Laptop Filme gucken
... mehr feallt mir in diesem Moment nicht ein.
Das war meine Liste, die ja eigentlich noch mehr oder weniger Produkt-bringend ist. Was meine Klassenkameranden so getrieben haben folgt nun:
  • schreiend durch die Klasse rennen
  • Spinnen toeten
  • sich gegenseitig frisieren
  • sich Penisse auf die T-Shirts malen
  • in Zeitschriften blaettern
  • mit deren Handys spielen
  • sich schminken
  • sich im Spiegel angucken
Die letzten 2 Punkte koennte man auch unter einen schreiben, aber man mag es klaum glauben: Es sind 2 verschiedene Dinge. Man betrachtet sich im Spiegel, was mir wie eine Art Sport erscheint. Nach dem Motto: "Wer bringt die beste Pose?" Man, man.
Naja, wo war ich stehen gelieben?
Ich bin dann nach der Schule in die Stadt gefahren, wo ich mich mit Chris getroffen habe. Vielleicht erinnert ihr euch noch? Der Kunst-talentierte Mensch. Ich bin zu seinem Cafe gefahren und von da an ging die unfassbare Geschichte los. Er werdet es nicht glauben, aber vom 07.Juni bis zum 11.Juni werde ich meine eigene Ausstellung im Museum der Stadt Riobamba haben, in der meine in Deutschland geschossenen Maedels-Bilder veroeffentlicht werden. Ich kann es immer noch kaum fassen. Ist das nicht cooooool? Haben uns dann aufgemacht, um meine Bilder in Postergroesse ausdrucken zu lassen und dann gings es ins Museum, um das alles klar zu machen. Bin schon zu 80% ueberzeugt, dass es wirklich klappt, aber da wir ja von Ecuatorianern sprechen, bleiben meine 20 Sorgen%. Maaal schauuueeeen. Bin auf jeden Fall maechtig aufgeregt. Danach habe ich meine liebe in Ambato-lebende Luise vom Terminal abgeholt und von da aus sind wir dann, nach einer kurzen Einkehr in meinem Haus, mit den anderen Austauschschuelern in die Stadt gegangen. Es war ein Riesenspass und wir haben uns maechtig bezhumirt. :) Wir sehr ich solche Abende doch vermissen werde.
Am Samstag haben Luise und ich ein bisschen Riobamba erkundet bis wir uns dann auch schon fuer die obengenannte fiesta de los rotarios fertig machen mussten. Es war ein Ball, von daher wurde das bereits herausgefunde Kleid aus dem Kleiderschrank geholt. Aufgetakelt ging es dann zum Hotel Chimborazo, wo die Ceremonie mit Kronenuebergabe und allem drum und dran auch schon fast losging. Alle war schick gemacht und haben sich danach die Beine aus dem Bauch getanzt. Luise und ich sind in mein Lieblingsrestaurant gegangen und haben danach den angefangenen Film zu Ende geschaut.
Am Sonntag wurde ausgeschlafen und dann ging es zu meinen abuelos (Grosseltern) vaeterlicherseits. Haben dort mal wieder typisch gegessen und hatten einen Riesenspass. Meine Familie ist echt goldig suess. :) Danach haben Alex und ich Luise dann den wohl herrlichsten Ort Riobambas gezeigt: VERDE LIMON! :)
Mein Montag sowie mein Dienstag bestanden aus Filmen, aufraumen, verde limon und Sachen, die mit den Fotos zu tun hatten.
Soo, das waren erstmal die neusten News!
Ich hoffe, euch geht es gut!
Liebste Gruesse an alle!
Johanna

Mittwoch, 12. Mai 2010

Der Frieden im Haus ;)

Hallo meine Lieben im fernen Deutschland!
Wie geht's euch?
Nach langem habe ich heute, jetzt, in diesem Moment mal wieder Zeit gefunden euch zu schreiben.
In der letzten Zeit ist viel passiert und das muesst ihr natuerlich alle erfahren. :)
Ich habe leider mein Uebergangs-Aufschreibbuechlein in Quito vergessen, von daher fange ich vom Freitag an an, da ich mich an mehr nicht mehr erinnern kann. :)
Freitag: Ich bin wie ein vorbildlicher Mensch zur Schule gegangen. Die anderen waren mal wieder muede oder hatten keine Lust. Kann ich vollkommen verstehen, aber dafuer tut mir die bezahlte Gebuehr von 77$ meiner Eltern viel zu Leid. ;) In der Schule sitzend habe ich mal wieder ein bisschen gestrickt, gefolgt von ein paar neuen Vokabeln und dann ging es auch schon nach dem Essen in meinem Haus auf nach Latacunga. :) 2 Stunden im Bus von Riobamba, was aber mit Hilfe von "dem Parfum" sehr schnell umging. Kranker Film. Als ich dann in dem Vorort "Salcedo" Latacungas angekommen war, wurde ich von Ulis Geschwistern abgeholt, die mich dann zu deren wunderschoenem Haus gebracht haben. Eine kleine Quinta mitten auf dem Land. War echt super begeistert, da ich sowas in Ecuador schon seit langem nicht mehr gesehen habe. Stilvoll eingerichtet, gross, aber trotzdem gemuetlich. Uli's Zimmer befindet sich im 2. Stock und somit gehoert die gesammte 2. etage ihm, da es nur ein Zimmer gibt. Auch das ist wunderschoen. Hat echt Glueck gehabt mit seiner Familie und dem Haus, auch wenn er weit ausserhalb Latacungas wohnt. Als wir uns ausgiebig begruesst und mir das Haus gezeigt hatte, sind wir auch schon samt Blazern in die Stadt gefahren, wo das von Rotary organisierte Konzert stattfinden sollte. Haben uns fleissig wie Zootiere von der Bevoelkerung Latacungas anstarren lassn (Stellt euch einen Augenblick diese Situation vor: 2 blonde, grosse Menschen (die an sich ja schon auffallen wuerden) mit 2 wie Weihnachtsbaume-behangene Jacken - herrlich). Das Konzert, welches darauf folgte, habe ich bereits in Riobamba gesehen, aber es war dennoch sehr schoen. Danach ging es zur von Uli's Eltern veranstaltete Fete. Da der Muttertag in Ecuador sehr gross gefeiert wird, haben sie all ihre Freunde eingeladen, um die ca. 20 Flaschen Zhumir Sandia zu entleeren. Ein voller Erfolg, wie ich behaupten wuerde.
Samstag: Uli's Familie hat mich nach einem ausgiebigen Fruehstuck an einer Ampel ausgesetzt, von der aus ich dann von meiner Familie wieder aufgesammelt wurde, mit der ich mich dann auf den Weg nach Quito gemacht habe. Die Gespraeche waren wie immer zum wegschmeissen lustig. Ich sollte mir die Witze meines Vaters alle mal aufschreiben, damit ihr auch was davon habt. Als wir dann in los chillos angekommen waren, in dem Haus meiner Tanten, wurden alle Sachen, sowie Plakate, Konfetti und Essen vorbereitet fuer die anstehende Rueckkehr meiner Gastschwester Paz (was Frieden bedeutet). Dann wuerde auch schon geschlafen, da wir am
Sonntag: schon frueh aufgestanden sind. Es war von der ersten Sekunde schon aufregend, weil wir ich erstens meine Schwester kennen lernen sollte und zum 2., weil mich Flughafenluft ganz kirre macht. :) Haben einen Cafe in Flughafen getrunken und dann kam auch schon der grosse Moment, den ich im letzten Jahr am 22. August durchgemacht habe. Einen Augenblick und meine ganze Familie hatte ihren Liebling wieder. :) Es sind viele Traenen geflossen und auch ich war ganz emotioniert. 1. sie kennen zu lernen und 2. weil das Spektakel auch auf mich wartet. :)
Samt Paz sind wir dann wieder nach los chillos gefahren und haben es uns dort mit typischem ecuatorianischen Essen gut gehen lassen. :) Mein erster Eindruck meiner neuen Schwester ist einfach super. Sie ist ein super aufgeschlossener Mensch und ich denke, dass wir auf einer Wellenlaenge sind. Haben an dem Tag getanzt, getrunken und wieder gegessen. Alles perfekt.
Nagut, eine Sache: Sie Situation hat mich irgendwie sehr sentimental gestimmt, wie ich schon berichtet habe. Als es dann zu kleinen Reden kam und auch ich zum Reden vor allen gebracht wurde, sind die Traenen nur so geflossen. Ich habe mich gefuehlt, wie in meiner Abschiedsrede, obwohl mir noch 2 Monate fehlen.
Montag: war ich nicht in der Schule, da wir am vorherigen Tag super spaet nach Hause gekommen sind. Am Morgen sind alle Freunde von Paz vorbeigekommen. Ich bin schon so gespannt, wie diese ganze Rueckkehrzeit fuer mich werden wird. Sie scheint echt gluecklich zu sein, wieder in Ecuador zu sein. :) Nachher sind wir alle zusammen noch zu verde limon gegangen, haben einen Fruchtsalat auf die neue Schwester mit den anderen Austauschschuelerinnen gegessen und dann ging es auch schon nach Hause, einen Film gucken. :)
Dienstag: war ich in der Schule, wo wir aber weiss Gott nicht gearbeitet haben. Es wurden Fotos geschossen und alle waren irgendwie in einer sentimentalen Stimmung. Fuer meine kleinen Ecuatorianos lauft die Schulzeit so langsam ab, was sie natuerlich traurig stimmt. Oh man, wir hart es fuer uns alle war, als wir die Nuenning fertig gemacht haben, gell? Ich kann mich noch so genau daran erinnern. Am Nachmittag habe ich mal wieder Ohrringe geshoppt, was sowas wie eine Sprtart hier ist. Sowas von billige und so schoene Sachen bietet die kleine Ferria neben dem parque sucre an. :) Danach sind wir essen gegangen und dann musste ich auch schon nach Hause, wo eine absolute Kleider-Anprobe auf mich wartete. Man, man hat die Familie viele Kleider. Grund dafuer ist der Ball am Samstag fuer die Wahl der neuen Koenigen des Rotary-Clubs. Ich habe sogar eins gefunden und ausserdem war es ein Riesenspass und ich habe die Zeit mit meiner neuen Schwester Paz sehr genossen.
Mittwoch: war ich wieder nicht im Coelgio, weil meine Schwester und ich und Car-Ralleys angeschaut haben. Meine Guete sind die Kerle hier Auto vernarrt. Unglaublich. Mir hat es nicht ganz so gut gefallen... Eher gesagt bin ich nicht so Auto-Fan. Daran liegt es vielleicht. Den Rest des Tages habe ich mit meiner Mama verbracht. Sie ist so cool.
Sooo, meine Lieben. Jetzt werde ich meine weitere Schulzeit nochmals sinnvoll in Zeichnen verwenden. In diesem Moment sitze ich mit Sabrina und Bindy im Computerraum und allen ist es egal. Man, man... Ecuador.
Liebste Gruesse,
Johanna

Dienstag, 4. Mai 2010

Casa blanca

Hallo meine Lieben!
Frisch gebraunt (oh ja, schwarz wie die Nacht) bin ich wieder zurueck aus dem wunderschoenen Esmeraldas, einer Kuestenprovinz im Norden Ecuadors.
Das genaue Ziel unserer 10 stuendigen Reise war "Casa blanca". Casa blanca ist ein kleines Kaeffchen gleich am Strand, welches nur aus weissen Hausern besteht.
Los ging es am Donnerstagmorgen um 4 Uhr mit Familie Nummer 1, Ivanna und meinen Austauschmaedchen. Diese fruehe Abreise haetten wir uns auch sparen koennen, da wir schon nach 15 Minuten in einem Stau, provoziert durch einen Unfall, standen. Das fuer 2 Stunden. Wie herrlich. Naja, ob ihr es glaub oder nicht, habe mich schon so sehr an Auto fahren gewoehnt, dass mir selbst 10 Stunden nichts mehr ausmachen. Eeeeeeendlich angekommen, haben wir vor Ort dann das kleine Paradies bezogen. Eine kleine, wunderschoene Wohnung vollgestopft mit Kram von 4 Auslaenderinnen und 5 Ecuatorianern. Klein, aber gemuetlich und vorallem: HEISS! Meine Guete, habe ich geschwitzt. Das war kein Problem, denn siehe aus dem Fenster: EIN POOL! Und nur einige Meter entfernt: DAS MEER! Ein Traum. Man, man. Da konnte die Freude nicht anders, als in meinem Herzen hochzusteigen. :) Haben uns dann Barfuss aufgemacht um den Strand ein wenig auszukunden. Sind dabei auf ein paar Einwohner gestossen, denn mehr gibt Casa Blanca in dieser Jahreszeit nicht her. Die Hochsaison ist im Juli, August. Fuer uns jedoch kein Problem, sondern einfach nur entspannend und erholend. Der wunderschoene Sonnenuntergang hat dieses feeling nur unterstuetzt. :)
Am Freitag haben wir fast den ganzen Tag im Pool verbracht, bis meine ersten Eltern uns dann nach Atacames, einer Stadt ca. eine halbe Stunde von Casa blanca entfernt, auf ein paar Drinks eingeladen haben. Wir kamen dort an un dich fuehlte mich sofort an Montañita erinnert. Die ganze Promenade bestueckt mit kleinen suessen Cocktail-Bars. Aus allen ecken un Kannten toent suedamerikanische Musik. Alle gruessen freundlich. Urlaub. Haben uns einen Markt mit lauter wunderschoenen Sachen angeschaut und haben dann ein paar frischgepresste Saefte getrunken. Von dort aus ging zu einer Bar, wo 6 Taenzer eine Show abgeliefert haben, die sich gewaschen hatte. Meine Guete, sie haben getanzt wie Goetter und ausgesehen wie welche haben sie noch dazu. :) Jaja, ihr schwelkt jetzt wahrscheinlich gerade auf Wolke 7, wie ich es tat und stellt euch in dieser Situation mal vor, dass euch genau diese Goetter auf die Buehne bitten, um mit ihnen zu tanzen. Das ist, was mir passierte!!!!!!!!!!!!!!! Habe Videos. Erklaeren kann man das nicht. Dann ging es traumatisiert wieder nach Hause, eine Dusche, um den fremden Schweiss loszuwerden und ab ins Bett.
Am Samstag haben wir dem Wasser im Pool wieder Gesellschaft geleistet und sind dann nach Mompiche gefahren. Eine Stunde Fahrt gespickt von traumhaften Aussichten, aber auch Leuten, die ihre Kleidung im Fluss waschen, da ihnen nichts anderes uebrig bleibt. Das erzaehle ich euch, um den Kontrast zu verdeutlichen, der sich zu dem grossen Hotel mit den vielen Pools und dem allenclusive-Programm herausspiegelt, welches wir besucht haben fuer die naechsten Ferien der Prietos. Man, man. Wie unfair die Welt doch machmal ist. Das kurz vergessen, war ich einfach nur geschockt von dem Luxus, welchen dieses Hotel offenbarte. Ein reines Paradies. Unglaublich.
Haben uns leider nur fuer eine Fuehrung dort aufgehalten und dann ging es auch schon wieder zurueck, vorbei an den armen Leuten, aber schoenen Landschaften in unseren Pool. Haben dann Pizza bestellt, Karten gespielt und das war es dann auch schon als wir am naechsten Morgen mit gepackten Taschen wieder die Idylle verliessen und uns auf in die Anden machten.
EIN WUNDERVOLLER TRIP!
Lang lebe das vielfaeltige Ecuador.
Liebste Gruesse,
Johanna

Rodeo, despedida no.1,...

Und mal wieder Neues aus dem Sueden.
Buenas noches. :)
Wo war ich stehen geblieben? Genau, Alex' Geburtstag.
Sind doch nicht reiten gegangen, aber ganz habe ich das Thema doch nicht umgangen, denn abends haben meine Eltern mich zum Rodeo im amerikanischen Stil eingeladen. Bin mit Bindy von einem meeting mit Alex im geliebten Verde Limon nach Hause gefahren, wo ich dann Ivanna angetroffen habe, die ich dann ein bisschen schick gemacht habe und dann sind wir auch schon zu 2. zum Haus eines Freundes gefahren, von woaus es dann auch schon direkt zum "plaza de torros" ging. Ich hatte nicht bedacht, dass Riobamba in der Nacht mehr als kalt ist, von daher habe ich mir mit meinem mikrigen Pullover den Po abgefroren, als wir dann auf den Stufen Platz genommen hatten. Dann ging es auch schon los. Die jungen Pferde waren vollkommen aus dem Hausschen als die aus ihren Boxen gelassen wurden und haben die Reiter abgeschmissen, als waeren sie aus Watte. War echt interessant mit anzusehen, auch wenn ich aus einigen Gruenden das Spektakel nicht zu Ende verfolgen konnte. Danach bin ich dann zu Alex' Haus gelaufen, von woaus wir dann Bindy aufgesucht haben und uns auf zu "San Valentin" gemacht haben, wo es mal wieder geniale mexikanische Kueche gab. Delicioso. :) Dann ging es ein wenig angezhumirt in die Disco, wo ich mal wieder viele nette Leute kennen gelernt habe...
Den Sonntag danach habe ich zu Hause verbracht und einfach nur relaxed. Auch mal ganz schoen, gell?
Am 26. haben Bindy und ich uns nach Ambato begeben aus einem weniger netten Grund. Es Es war die letzte Gelegenheit uns von einem Freund aus Wyoming zu verabschieden. Sind den ganzen morgen durch die Stadt gelaufen, in der Hoffnung eine Ecuador-Flagge zu sichtigen. Sind dann letztendlich auch fuendig geworden, was mich gefreut hat, da wir Justin darauf unterschreiben lassen wollten, was wir dann vergessen konnten, da der Stoff mehr als miserabel war. Ende vom Lied mit einem kleinen Ratschlag an die neuen Austauschschueler: Nehmt euch eine Flagge aus Deutschland mit. :) Der Abschied war echt traurig und laesst mich wissen, dass es nun los geht mit der nach Hause-Fliegerei. Bei mir ist es noch nicht ganz soweit, aber dafuer bei vielen anderen. Traurig aber wahr.
Dienstag war ich mit meiner Mama was essen, habe Freunde getroffen, bin dann mit denen was essen gegangen und dan ging es nach Hause in mein Bett. Was tut man nicht alles fuer die Figur.
Der Mittwoch: Umso langweiliger. Habe meine Sachen gepackt fuer...

Man siehe naechsten Beitrag.

Ich hoffe, euch geht es gut!
Liebste Gruesse,
Johanna