Montag, 28. Juni 2010

semana dura - oh si

Hallo meine Lieben!
Wie auch meine 10-Monats-Glocke, schlug irgendwann dienstags die Hausglocke und Sabrina stand vor der Tuer. Sie ist vorbei gekommen, um sich nochmal von allen gebuertig zu verabschieden, was wir dann mit einem Gang zum Giralda-Plaza nochmal offiziel gemacht haben. Es gab im Fogong Sport einen netten Burrito. Tacco oder wie auch immer man ihn nennen will. Ich liebe dieses Gericht. Als wir uns dann wieder im Hause Tinajero Baldus eingefunden hatten, wurde der Film Plan B in den Player gelegt und wir haben das SUESSE Popcorn mit einem Genuss zu uns genommen, denn auch in Taiwan ist suesses Popcorn die Sitte und nicht das salzige Zeugs, auf welches alle Ecuatorianer so abfahren. Film doof, Popcorn gut. Als Sabri und ich dann im Bett lagen, wurde noch ein bisschen das taiwanesische Schulsystem durchgenommen und dann wurden die schweren Lider auch schon in Ruhe gelassen.
Mittwoch morgen befand ich mich in einem aufgeregten Zustand, was wohl daran lag, dass ich meine Austellung im Museum der Stadt antreffen sollte. Dort angekommen, fein gemacht und auch sonstig vorbereitet mit der Kamera in der Hand, sollte dann eine Enttauschung auf mich warten. Die ausgestellten Bilder hingen geschlagene 2 Tage im Museum. Betrachtet von so manch einem - ausser der Fotografin selbst. Es wurde wohl fuer noetig gehalten, sie wieder abzunehmen. Die maechtige Enttauschung wollte gar nicht mehr aufhoeren durch meinen Koerper zu fliessen. Ein spendiertes Eis, sowie ein gewonnenes Deutschlandspiel gegen Ghana konnten diese genannte Enttauschung aber ein wenig besaenftigen, zum Vorteil saemtlicher Familienmitglieder. Darauf folgte dann eine weitere Partie meines geliebten Spieles - Phase 10. Ihr koennt mich auch Vizegewinnerin nennen. :) Irgendwann hat Sabrina dann das Haus verlassen, ich habe mich ein kleines Weilchen der Alleinsamkeit hingegeben, bis mein Vater mich dann zum burritos essen ausgefuehrt hat. Die, von der avenida sind echt die Besten. :) Das war's dann auch schon vom guten alten Mittwoch.
Am Donnerstag haben ich mich schon recht frueh auf zur Ivanna gemacht, der ihre Graduation vorraus stand. Die frisch gekauften, 200$ teuren Indu-Extentiones mit Kraft eingeklipst, ging es dann auch schon in das Lokal, wo dann ein paar Stunden spaeter alle frischen Abschlussschueler ihre Huete in die Luft warfen. Diese nur aus dem TV bekannte Sitte mal live zu sehen, war echt interessant. Anschlissend haben wir die frische Abschlussschuelerin in der tollsten Pizzaria Ecuadors gefeiert, welche aber erst spaeter eintreffen konnte. Adios jueves.
Freitags wurde dann eine Art Pyjama Party ueber Tag gestartet - geschmissen von meinen Schwestern und meiner Wenigkeite. Filme, Knabbereien. So soll es sein. Ich liebe solche Momente mit meinen Schwestern. Abends habe ich mich wieder auf den via a Guano gemacht um dort das letzte gemeinsame Dinner mit meiner Lieblingstaiwanesin zu mir zu nehmen. Traurig aber wahr. Warum muessen dir Ecuatorianer auch immer so ruehrseelige Reden halten? Dann ging es in die letzte Nacht, die wir leider mit einer Dunkelheit antreten mussten, da das Licht es mal wieder nicht fuer noetig hielt, uns Gesellschaft zu leisten. Gott sei Dank, Kerzen gibt es hier naemlich auch. :)
Der Samstag wurde mit High School Musical angetreten, fuer welches Ale und ich uns naemlich zum Start in den Tag entschieden hatte. Darauf folgte nach so vielen Monaten des Friedens mal wieder die Meerschweinchen-essens-Orgie. Que asco. Nicht weiter schlimm, wenn man bedenkt, dass es vorher Schweinhufensuppe gab. In meinem Haus der Alamos angekommen, wurde alle Kraft darauf verwendet, mich hebsch zu machen, bis ich dann auch schon von meinen tios zu der Graduacions-Party meines Cursos begleitet wurde. Ein Traum aus Pink und orange - die Farben des Festsaales. Hoert sich schlimmer an als es tatsaechlich auswahr. Sittengemaess standen die Jungs im schnieken Anzug und die Maedels in einem weissen, individuell gestalteten Kleid bereit.
Es folgte ein gutes Essen und viel Tanz. :) Coole Party, wenn nicht immer alle so agressiv werden wuerden unter Einfluss des Alkohols. Naja.
3 Uhr Sonntagmorgens im Haus der Prietos eingetroffen, ging es ans Klamotten wechseln und dann auf, auf nach Quito, wo ich mich von meiner geliebten Sabrinita verabschieden musste. Unglaublich traurig. Und mit einer Sekunde ist Johanna die einzige Austauschschuelerin in Riobamba. So lange man den Wunsch nicht aufgibt, die andere Person wieder zu sehen, wird das auch funktionieren, denke ich mir an diesen Punkten immer. Trotzallem: Mit dieser Person habe ich 10 meines wundervollen Lebens verbracht, sie ist wie meine Schwester und ich werde sie vermissen, wie Hulle. :( Danach ging es mit den verbliebenen Sebas, Ale und Papi No. 1 zu meinem Onkel, wo wir dann die wunderbare Partie Deutschland:England geschaut haben. Man, man. Ein Tacken mehr und ich waere geplatzt vor Stolz. Mein kleines Bruederlein war maechtig ange-pisst-, dass nicht die Mannschaft des Landes gewonnen hat, wo doch der Rock geboren wurde. Kranke Musikliebe. Nunja.
Jetzt in diesem Moment, lasse ich den Eclipse-Soundtrack ein bisschen auf mich eindudeln, da das so ziemlich das Einzige ist, wozu ich nach knapp 2 Tagen ohne Schlaf, faehig bin.
Ich wuensche euch noch eine gute Nacht.
Liebste Gruesse aus Ecuador.
Johanna

Dienstag, 22. Juni 2010

Ein Abschied jagt den anderen.

Buenos dias, mis queridos.
Viele Abschiede wurden in den letzten Tagen hinter sich gebracht, alles andere als leicht, aber so ist nun mal das Ende eines Austausches.
Nach dem ich mich von Luise verabschiedet hatte, bin ich mit meiner Mutter und meiner Schwester zu Patchy gefahren, einer guten Freundin meiner Mutter. Sie ist einer besonderen Heilkunde maechtig und hat mir dann an Paci eine "limpieza" gezeigt. Eine Reinigung des Koerpers durch Magnete, die alle aufkommenen Krankheiten heilen und teilweise auch bereits Vorhandene. Dennoch bezweifel ich ein bisschen, dass es funktioniert. Oder bin mir noch nicht sicher, besser gesagt. War aber trotzdem mehr als interessant. :) Patchy, die Alex' erste Gastmutter war, hat Alex, Sabrina und mich dann noch auf einen Fruchtsalat eingeladen und als wir von diesem herrlcihen Essen nach Hause kamen, habe ich mich direkt hingelegt. Diesen Tag ging es mir gar nicht gut. Abends bin ich dann mit den Maedels noch im San Valentin essen gewesen, was irgendwie ganz komisch war, wegen der Bindy-Sache.
Am Freitag war ich den ganzen Tag ganz unruhig, da ich viel an Luise, Lukas und Uli denken musste, die so gegen 17 Uhr ecuatorianischen Boden verlassen haben. Davon wurde ich aber ein wenig abgelenkt von Sabrina, Alex und Ale, mit denen ich unseren letzten Fruchtsalat in der Gruppe zu mir genommen habe. Wir sind Tretboot gefahren und es war ganz idyllisch, wenn auch sehr traurig irgendwo. Mein ganzes ecuatorianisches Leben habe ich Fruchtsalate mit ihnen gegessen und das war's nun. :( Abends haben wir und mal wieder auf ins Tentadero gemacht, nachdem wir ein bisschen in der Classic Bar Karten gespielt haben. :) Ein letztes Mal habe ich mir "Sexy movimiento" gewuenscht und wurde bitterlich enttauscht, da sie es nicht gespielt haben. Anschliessend ging es dann auch schon zu Alex, wo wir ins zu viert in ein Einzelpersonenbett gequetscht haben und Harry 5 geguckt wurde. Sehr unbequem!!! Gegen halb 5 waren wir dann auch schon wieder putzmunter, haben noch ein bisschen gequatscht, bis dann der Morgen kam und somit auch der Abschied, der ersten Riobamba-Freundin. :( Alex. Wir haben zusammen gefruehstueckt und dann ging es auch schon samt Gepaeck nach unten in die Garage, wo die Motoren des Autos angeworfen wurde und es fuer uns Zeit wurde "Chau" zu sagen. Ich war so unendlich traurig. Das ganze Jahr habe ich mit ihr verbracht, bin durch dick und duenn gegangen und jetzt weiss ich noch nicht mal, wann ich sie wieder sehe. :( Sie, wie auch Sabrina und auch irgendwo Bindy, sind Ecuador fuer mich. Wie Schwestern und nun geht diese Zeit zu Ende.
Weinend wurden wir dann nach Hause gebracht, wo auch schon die ganze Sippe auf mich wartete. Alle Schwestern meines Vaters hatten sich in unserem Haus eingefunden, da am folgenden Tag der Vatertag folgte. Wir haben lecker gegessen und danach habe ich mit meinen Schwestern und meiner Cousine nochmals Recuerdame geguckt. Naja, ich habe geschlafen. Abends sind wir dann nochmal ausgegangen. Habe mich gut unterhalten und sehr gut getanzt. :) Meine Schwestern sind cool.
Am Sonntag war dann ecuatorianischer Vatertag. Nicht so gross wie Muttertag, aber trotzdem noch groesser als ein deutscher Muttertag. Verstanden? :D Haben uns mit allen Geschwistern auf gemacht zu meinen Grosseltern, wo wir wieder gegessen haben uns ueber Gott und die Welt diskutiert haben, besonders Fussball. Ich liebe Familienessen. :) Alle sind immer so nett zu mir und behandeln mich wie eine Tochter. :) Das war's dann auch schon vom Sonntag, weil alle noch total muede waren vom Vortag.
Gestern haben mich mein erster Gastvater, Sebas, Ale, Sabrina und natuerlich Bindy abgeholt, um sie zum Flughafen zu fahren. Trotzallem was passiert ist, ist sie mir ja immer noch wichtig und Freunde waren oder sind wir auch die laengste Zeit gewesen, von daher habe ich gar nicht anders ueberlegt, als sie zum Flughafen zu bringen. Nach 3 Stunden Fahrt, hat sie das Check-In hinter sich gebracht, bis sie dann nach einem Hamburger und ein paar Pommes entgueltig hinter dem Gate-Tor verschwunden ist. Ein sehr komisches Gefuehl. So traurig, wie bei Alex war es aber bei Weitem nicht, zumal sie sich sehr gefreut hat zu gehen.
So, jetzt fogt nur noch Sabrina's Flug am Sonntag und dann steht mein Abschied schon vor der Tuer.
Heute bin ich genau 10 Monate hier und habe noch 24 (Holt den Adventskalender raus, Leute!) Tage vor mir. Wie viel komischer koennen Gefuehle sein?
Liebste Gruesse,
Johanna

Donnerstag, 17. Juni 2010

Recuerdo

Hallo meine Lieben!
Wie geht's euch?
Alles im Lot aufem' Boot?
Keine Ahnung, was gerade mit mir los ist, aber irgendwie fuehle ich mich chuchaqui, obwohl ich nicht mal ein Glas angeguckt habe, was den gestrigen Abend betrifft. Ganz komisch. Kann vielleicht daran liegen, dass ich mich gestern durch meinen bisher groessen und laengsten Fressmarathon gegessen habe. Luise, hiermit beschuldige ich dich offiziel. :P
Aber jetzt mal von vorne.
Mein Montag hat ausschliesslich von der Presentation-Vorbereitung gehandelt. Naja, nicht wirklich ausschliesslich, denn immerhin hatte ich eine lange Konversation mit meiner deutschen Schwester und dazu kam natuerlich auch noch die Presentation am Abend. Der Tag war ganz schoen nerbenaufreibend, denn wenn man so bedenkt, dass man sich die ganze Zeit mit seinem Austauschjahr beschaeftigt, nochmals durch alle Gefuehle, Gedanken und Erlebnisse geht, dann kann einem schon mal mulmig werden. Der dazukommene Fakt, dass es die ABSCHLUSS-Presentation ist, macht die Sache auch nicht besser. :( Irgendwann ging es dann zum Club, wo Alex, Sabrina und ich dann sofort nach vorne gebeten wurden. Jede Einzige hatte ein einzigartiges Jahr und das konnte man auch in den Presentationen sehen. (Besonders cool: Jede hatte wenigstens ein Bild von unserem Lieblingsfruechteladen drin- das bedeutet doch mal was, gell?) Die Rotarier haben wild gejubelt und dann ging es nach einem Cafecito und einigen Auf-den-Arm-Nehmereien auch schon wieder nach Hause.
Am Dienstag bin ich nach langer Zeit mal wieder mit Levke in der Stadt gewesen, wo wir so einige Dinge erledigt und ein wenig gegessen haben. Abends haben wir uns dann noch Robert Pattinson in "Recuerdame" hingegeben und dann wurde sich auch schon auf unbestimmte Zeit verabschiedet. Sie fliegt am Sonntag.
Gestern wurde ich von Ivanna aus meinen Traumen gerissen, die auf einmal vor mir in meinem Zimmer stand. Ich war ganz verwirrt, weil sie ja eigentlich in der Fruehe dort nicht hingehoert. Habe mich geduscht und dann habe ich im Hause Donoso Rios auch schon zu Mittag gegessen, nachdem ich zum 2. mal in 2 Tagen "This is it" von Michael Jackson geguckt hatte. Ich habe das Problem begruesst, aber es war alles relativ okay. Dann sind Bindy, Sabrina und ich in die Stadt gefahren, um Alex zu treffen, um dann Fotos von uns schiessen zu lassen. Ein wunderschoenes Andenken, wie ich finde. :) Daraufhin habe ich dann die Luise vom Bahnhof angeholt, von wo aus im Aki eingekauft wurde. Zu Hause angekommen haben wir wieder einmal Michael geguckt und sind dann irgendwann zu unserem Rotary-Abschiedsdinner vom riobambenischen Club gefahren, wo wir wieder gegessen haben. Danach war der letzte Abend mit meiner Lu auch schon zu Ende. :( Jetzt fehlt ihr nur noch eine Nacht und dann betritt sie deutsches Land.
Sooo, jetzt habe ich sie gerade zum terminal gebracht und ueberlege, ob ich mir noch mal Michael reinziehen soll.
Liebste Gruesse aus dem verlassenen Ecuador,
Johanna

Falta un mes!

"So langsam wird's ernst..."
So lautete einst der post-Titel vom 23. Juli 2009, der Tag an dem mir noch knapp ein Monat bis zu meiner Ankunft in Ecuador fehlte. Heute ist exactamente wieder so ein Tag. Der 17. Juni 2010. In genau einem Monat und ein paar Stunden werde ich meine Familie und Freunde wieder in den Armen halten und Ecuador wird Vergangenheit sein. Zumindest was das physische Dort-sein betrifft. Es ist ein Gefuehl, was ich nicht beschreiben kann. So ziemlich all meine Freunde sind schon weg oder fliegen an diesem Wochenende. Dass es irgendwann mal enden wuerde, hat man zwar gewusst, aber nicht gefuehlt.
So langsam wird's ernst...

Montag, 14. Juni 2010

Extranjero Soy

Por un barrio voy caminando
Con mi maleta y con mi tumbao voy andando
Y siento que todo el mundo me está mirando
No vengo de acá y no entiendo que están hablando.

Esquinas voy conquistando
Con mi sombrero mi tierra representando "extranjero soy"
Mantengo siempre luchando por un futuro
Por un futuro mejor

Duro me toca trabajar - pero no me voy a quejar
Sueños quiero realizar - siento que lo voy a lograr
Cien porciento voy a dar - te lo juro voy a triunfar
Antes no voy a regresar

Por un futuro mejor - si dios quiere
Por un futuro mejor - él me protege
Por un futuro mejor - yo sé que quiere
Para un futuro mejor

Duro me toca trabajar - pero no me voy a quejar
Sueños quiero realizar - siento que lo voy a lograr
Cien porciento voy a dar - te lo juro voy a triunfar
Antes no voy a regresar

Señor, te doy la gracias
Por darme las fuerzas
Para luchar y superarme
Cada día más
En este país tan lejos
De mi tierra natal
Soy inmigrante
Latino

- CULCHA CANDELA
(und von Luise drauf aufmerksam gemacht worden)

Asi pase el inicio del mundial

Hallo Leute!
Habe gerade den Countdown beobachtet, wie er von 34 Tage auf 33 Tage umgesprungen ist. Man, man. Jetzt fehlt nicht mehr viel und wir sehen uns schon bald wieder.
Am Freitag bin ich um 5 Uhr morgens in das Taxi gestiegen und bin mit 4 wildfremden Personen nach Quito zu fahren, um dort Dominic und Luise zu treffen. Grund hauptsaechlich war aber, dass Dominic am Freitag seine Abschiedsparty feierte, da es fuer ihn auch schon soweit war nach Florida zu fliegen. Soweit war es aber noch nicht ganz, als wir den ganzen Tag in Quito vor uns hatten. Sonne pur, 2 meiner besten Freunde da, aber vorallem: Das erste Mal allein in Quito. Habe das ganze Land alleine bereist, nur in die Stadt, die ich eigentlich am besten kenne, habe ich noch nie einen Fuss allein gesetzt. Als ich angekommen war, habe ich ein Fruehstueck, der feinsten Art von Dominic's netter Familie zu mir genommen, was mich aber immer noch nicht vom Schock des Hauses ablenkte. Man, man. Hab ja schon viele schoene Hauser gesehen, aber das ist einfach wunderbar. In einem ganz alten Stil gebaut, aber super modern eingerichtet. Ein Mix, in dem sich wohnen laesst. :) Danach sind wir in seine Schule gefahren, wo er sich noch ein letztes Mal von seinen Freunden verabschiedet hat. Eine kleine, suesse Schule, wo die Schuelerinnen um dessen Mathelehrerin weinen. Hehe. Danach sind wir im Bus nach Quito City gefahren, in dem wir unser erstes WM-Spiel angeschaut haben. Suedafrika - Mexiko. Als das Tor von Mexiko gefallen ist, ist der Bus abgegangen. Man, man, Ecuador. Dominic hat seine Sachen erledigt, als wir dann zum Plaza Foch gegangen sind, die Riesenpartymeile, um dort einen "Snack" einzunehmen. :) Ein super coole, morderne Bar, mit "englischen" Preisen. Alles in dieser Meile ist auf Englisch, da man nur auf Auslaender trifft. Und mit dem "nur" meine ich NUR! Mathilde und Uli sind auch noch dazu gekommen, von denen wir uns dann aber direkt wiedertrennen mussten. Danach ging es zum "San Luis" Shopping-Center, wo wir uns "Sexo en la ciudad" angeguckt haben und uns danach geschaetzte 10 Paar (insegsamt) Venus-Schuhe geklauft haben. Meine Guete, der Megamaxi ist ein Paradies. :) Danach sind wir samt Wein zu Dominics Haus gelaufen, wo nach nach die anderen Austauschschueler auftauchten, um sich vom kleinen Dominic zu verabschieden. Es war echt sehr witzig, auch wenn der Gastgeber selbst ein bisschen gestresst war. Haben contra la pared getanzt und auch hasta abajo war wieder dabei. ;) Dann irgendwann ging es zum Flughafen, wo wir Gott sei Dank noch auf Julia gestossen sind. Die Franzoesin. Dann irgendwann kam auch schon meine liebe Margaret, von der ich eigentlich dachte, dass ich sie mein ganzes Leben nicht mehr wieder sehen wuerde. Dominic und sie sind zusammen geflogen. Der Abschied von den beiden, war mit Abstand der Schwerste und wird es auch definitiv bleiben. Sie sind mir echt so ans Herz gewachsen. Nach der Verabschiedungssession, hat uns Dominic's Tante noch zum Fruehstueck eingeladen, welches wir gerne angenommen haben. Dann sind wir in dem Troly (einer Art Strassenbahn Quitos) zum Terminal in Quito-Sued gefahren, was super lange gedauert hat und dazu nicht ganz so angenehm war, wenn man bedenkt, dass die Leute noch mehr Gelegenheit zum Glotzen haben. Dort angekommen, haben wir uns Tickets fuer Salcedo gekauft, um den Uli zu besuchen. Seine ganze Familie war da und wir haben herrlich gegessen. :) Danach wurde getanzt und Sonstiges, wovon Luise und ich uns aber ein bisschen entfernt haben, da wir nach einer Nacht ohne Schlaf doch ein bisschen fertig waren. Das war's dann auch schon vom Samstag.
Heute haben wir nett gefruehstueckt und dann ging es auf einen Spaziergang, begleitet von frischer Luft. Unglaublich. Das kommt davon, wenn man in einem Vorort Latacungas auf dem Land wohnt. :) Echt schoen.
Dann musste Uli auch schon weg, Sebastian, Luise und ich sind aber trotzdem noch geblieben und haben uns die erste Partie Deutschland-Australien angeschaut. :) War echt cool die eigene Mannschaft mal wieder zu sehen, obwohl ich ja sonst nicht der groesste Fussballfan bin. :) Wobei mir die Deutschland Spiele immer gefallen haben. Und noch ein cooleres Gefuehl war es, in einem fremden Land zu sitzen und sein eigenes equipo gewinnen zu sehen! DEUTSCHLAND 4:0 AUSTRALIEN. Hehe.

Mit meiner australischen Freundin gibt es gerade so einige Probleme, was aber definitiv nicht an dem Ausgang des Spieles liegt. :(
Soooooooo, jetzt gibt es gleich etwas provisorisches (oder wie man das auch schreibt) zu essen, da der feminine Anteil meiner Familie in Quito ist und ich jetzt mit meinem Opa und Papa alleine bin. Danach geht's an meiner bevorstehende Presentacion und dann ins Bett!
Liebste Gruesse aus dem Sueden!
Freue mich, euch bald wieder zu sehen!
Johanna

Donnerstag, 10. Juni 2010

3 dias del ultimo cajon.

Hallooo!
Hier nochmal wieder das Neuste vom Neusten...
Nachdem der Schock des Abschieds am Sonntag ein wenig verfolgen war und ich bei meiner Tante in Nayon zu Mittag gegessen hatte, ging es auch schon wieder nach Riobamba, wo ich schon mit einem Festessen von meiner Familie erwartet wurde. :) Die sind echt suess. Danach konnte ich meine Augen auch schon kaum mehr aufhalten, was mich dann nach dem "Tasche-auspacken" direkt ins Bett fuehrte. :)
Am naechsten Morgen, dem Montag der Woche, konnte ich nicht wirklich lange schlafen, weil ich die ganze Zeit die Ausstellung im Kopf hatte. War ein wenig besorgt, da ich mit dem "Master" schon fast 2 Wochen, wegen des Trips, nicht mehr gesprochen hatte und als er dann keine meiner Mails beantwortete, weder meine Anrufe abnahm, bekam ich dann doch ein wenig des flauen Gefuehls. Wollte es, glaube ich, nicht wahrhaben, dass ich echt daran geglaubt hatte, dass es klappen wuerde, als ich dann endlich eine Antwort bekam, die lautete: "Hey, bin in Quito; habe deine Bilder bei mir; bin krank. Tut mir Leid." Das ist einfach zo typisch. Naja, wird Jojo dann doch nicht famous. :( Hoffe aber immer noch insgeheim, dass ich die Fotos irgendwann wieder sehe und sie mit nach Hause nehmen kann. Da ich mich ja sowieso schon nicht in einem guten Tag befand, wurde ich dann auch noch von meinen Maedels versetzt, die mich eine Stunde im verde limon haben warten lassen. Habe mich dann irgendwann zu Iva aufgemacht, die sich dann aber ganz lieb um mich gekuemmert hat. Immer noch im doofen Tag, sind wir dann irgendwann zum President meines Clubs gefahren, der 2 Tage vorher seinen Schwiegervater verloren hatte. Hier ist es so Sitte, dass wenn man nicht an der Beerdigung teilnehmen kann, sich einen Abend danach, noch mal bei den Angehoerigen trifft und Beileid wuenscht. Naja, das war mein auessert erfolgreicher Montag, der, wie ich vergass zu erwaehnen, von einer netten Grippe gespickt war. Naja, das war aber das kleinste Ding.
Der Dienstag ging aauch nicht gerade huebsch weiter, da die Grippe sich dazu entschloss, noch ein bisschen staerker zu werde, was mir nicht viel ueber lies, als zu stricken und meine letzten ungesehenen Grey's Anatomy Folgen anzuschauen.
Gestern bin ich mit den Riobamba-girls ins centrum gegangen, wo wir noch ein paar Einkaufe taetigen wollten, was uns aber durch den zu mirkrig gestalteten Markt nicht wirklich gelungen ist. Haben uns dann aus Frust auf ins Haus von Bindy gemacht und dort 5 Filme geschaut. Kein Spass. Da ich meinen Schluessel nicht bei mir hatte, meine Eltern nicht zu Hause waren und ich sie nicht anbetteln wollte, mich abzuhoen, wo sie doch auf einer fiesta waren, blieb ich dann auch dort mit ungeputzten Zaehnen.
Meine letzten 3 Tage.
Herrlich, gell?
Liebste Gruesse aus Ecuador.
Johanna

Montag, 7. Juni 2010

♥Almibartour♥

Nach wahrscheinlich den 9 besten Tages meines Lebens, finde ich nun endlich die Zeit alle erlebten Dinge fuer euch aufzuschreiben.
Den Freitag der letzten Woche habe ich damit verbracht, meine Sachen zu packen, bis ich dann zu Bindy gefahren bin, wo wir uns seelisch schonmal auf den super paseo eingestellt haben. Wir konnten bis 3 nicht wirklich einschlafen, was dan aber auch egal war...

Tag 1, Guayaquil:
...da es um 5 sowieso schon auf ins Auto ging. Wir wurden von meiner ersten Familie mitgenommen, da unser erstes Ziel die Distriktkonferenz in Guayaquil war, wo sie auch hinmussten. Auf der Hinterbank mit 4 Leuten liessen sich die 4 Stunden aber trotzdem gut aushalten, dank der Klimaanlage. In Guayaquil prallte auch schon wieder die Hitze auf uns ein. Wir kamen um 10 an, mussten auf die Ankunft der anderen aber noch bis um 2 warten. Konnten wir aber, durch einen kleinen Stadtbummel durch die schoene Stadt, gut ueberbruecken. Irgendwann nach einem Imbiss um KFC kamen die anderen auch schon an und wir wurden in unsere Hotel gebracht, um die Zimmer zu beziehen. Das Wiedersehen war suuuuuuper schoen, da man die Leute, die man nicht auf den anderen Reisen gesehen oder hatte, schon seit einem knappen Jahr nicht mehr gesehen hatte. Auch das Hotel war einfach nur geil, wenn ich das mal so ausdruecken darf. 5 Sterne! :) Super. Ich habe mich gefuehlt, wie eine reiche Darme, der man den roten Teppich ausrollen muesse. Wir haben uns alle ein wenig schick gemacht und dann ging es fuer uns auch schon auf die Distriktkonferenz. Keine hat wirklich aufgepasst, da es so viel zu bequatschen gab und dementsprechend angenervt waren auch die Rotarier. Untereinander hat ein unheimliches Gemeinschaftsgefuehl geherrscht, da alle mit ihren Blazern dort sassen und wir ueber die Themen reden konnten, ueber die man sonst mit keinem reden kann. Dann ging es zum Essen und danach wieder zum Malecon Guayaquil. Sind wieder einmal die vielen Stufen hochgestiegen, was diesmal aber noch spassiger war. Danach sind wir in dem wunderschoenen Pool des Hotels schwimmen gegangen, haben gesungen und so weiter, bis ich dann irgendwann versucht habe in mein Zimmer zu kommen, was nicht so leicht war mit der komischen Chipkarte.

Tag 2, Guayaquil-Machala:
Am naechsten Morgen haben wir wie Koennige gefruehstueckt mit einem Buffet, was sich gewaschen hatte. Ungluablich. Es war wie verde limon, nur alles umsonst. :) Dann wurde der Bus wieder besiedelt und ich hatte ein wundervolles Gespraech mit meinem lieben Nils aus Brake. :) War echt eine lange Fahrt, aber liess sich gutueberstehen mit allen. Haben zwischendurch angehalten und eine "Cameronera" besichtigt und gelernt wie man Krabben aus den grossen Becken fischt. Habe auch eine auf der Hand gehabt und fand sie eigentlich ganz suess... :) Dann ging es zu einer Bananen-Plantage, wo wir uns angeguckt haben, wie die Bananen wachsen, wie sie verarbeitet werden und so weiter. Es waren sogar welche aus unseren Supermaerkten in Raesfeld dabei. :) Irgendwann sind wir dann endlich in Machala angekommen, wo wir das heasslichste Hotel der Welt bezogen haben. Nach dem ersten wunderschoenen Hotel, hatte ich das gute Gefuehl, dass alle Hotels so sein wuerden. Pustekuchen! Es war wie aus einem Horrorfilm. Aber da die Party am Abend mal wieder wunderbar war, konnten wir das auch verkraften. :) Bevor die aber losging, sind wir tanzend im Bus zum Hafen Machalas gefahren und haben und die absolut grossen Schiffe angeschaut. Ui, ui.

Tag 3, Machala-Cuenca:
Am naechsten Morgen ging es dann auch schon wieder in den Bus Richtung Cuenca. Auf dem Weg haben wir Stop in einer Farm gemacht. Nicht irgendeine Farm- eine Straussen-Farm. Wir haben uns eine Straussenfuetterung angeguckt und konnten sie sogar beruehren. Naja, eher gesagt haben sie uns in die Finger gekniffen, was aber cool war, da sie keine Zaehne haben. Musste an dem Punkt an die armen "Ich bin ein Star-holt mich hier raus"-Kandidaten denken, die ja mal komplett von den Straussen abgepickt wurden. Das muss weh getan haben. Dann haben wir uns eine Kakao-Plantage angeguckt, wo wir geroesteten 100%-igen Kakao gegessen haben und auch wieder, wie auch schonmal im Jungel, eine Rohe Kakao Bohne. So dermassen lecker. Danach ging es zwischen Limonen-Baumen auf einen Spaziergang, der von verzogenen Gesichtern bestueckt war. :) Irgendwann war dann auch schon das Mittagessen angesagt, welches aus Salat, Reis und Straussenfleisch bestand. Ein wenig gewoehnungsbeduerftig, wenn man die Voegel gerade noch froehlich vor sich hinflattern sehen hat. Hat aber gar nicht so schlecht geschmeckt. Ein wenig wie Rind. Nach diesen reichlichen Erlebnissen ging es dann auch schon wieder in den Bus. Haben Halt in einem Museum gemacht ueber die Geschichte Cuencas, wenn ich mich recht erinnere. War aber nicht ganz so spannend und ausserdem hat es geregnet, was nicht gerade angenehm war, in den kurzen Klamotten, die man ja in Machala noch gebraucht hatte. Am Abend haben wir dann mein Lieblingshotel bezogen, welches total familiar war. Jeder Raum war individuell gestaltet und es hatte mal gar nichts von einem Hotel. Man haette denken koennen, dass in diesem Haus eine 200-koepfige Familie lebe. Die Jungs sind in einem anderen Hotel untergekommen, wo dann auch unser Spaziergang in der Nacht hinging. Dort habe ich dann erfahren, dass Lena den Eurovision-Songkontest gewonnen hat. Man, man, war das eine Freude. Luise, Rachel, Julia, Mathilde und ich haben uns dann noch ein bisschen bezhumiert, Grey's Anatomy geguckt (DIE LETZTE FOLGE AUS STAFFEL 6!!!!!!!!!) und sind dann schlafen gegangen.

Tag 4, Cuenca-Gualaceo-Chordeleg:
Wir sind wie immer so ca. gegen 7 aufgestanden, haben uns fertig gemacht, sind fruehstuecken gegangen und dann ging es auch schon in kleinen Grueppchen in die Stadt Cuencas. Ich kenne sie ja an sich schon auswendig und koennte mich blind zurecht finden, aber eine Tour habe ich dann noch nie gehabt. Es war richtig interessant jetzt auch mal etwas ueber die Geschichte zu erfahren, anstatt immer nur feiern zu gehen. :) Wir haben den Hauptplatz besucht, den Touri, die Kathedrale und unteranderem auch den Blumenplatz. Die Geschichte, die mich am allermeisten fasziniert hat, waren die dort in einem Kloster lebenen Nonnen, die, wenn sich sich einmal fuer dieses Leben entschieden haben, nie wieder aus dem Kloster heraus duerfen. Keiner hat sie nach ihrem Einzug je gesehen. Sie haben keine Haare, da diese fuer Staturen geopfert werden, verkaufen ihrer Produkte durch eine Drehwand und zu der Einrichtung ihrer Zimmer gehoert eine Peitsche, da sie Gott dadurch "naeher" sein koennen. Super interessant. Wir haben auch die Panama-Hut-Fabrik + das Museum besucht. Da ich mir aber schon einen Hut in Montechristi gekauft hatte, war das nicht mehr ganz so spektakulaer. Mittags haben wir dann in einer huebschen Hotelanlage gegessen und haben uns dann einer Partie Tennis gegen die Ecuatorianer gewidmet. War ganz cool. Am Nachmittag waren wir dann in Chordeleg, eine Stadt die nur aus Schmuckgeschaeften besteht. Aber wirklich nur aus Schmuckgeschaeften. Unglaublich. Ich verstehe immer noch nicht, wie die Wirtschaft da funktionieren kann. Abends hatten wir ein bisschen frei und ich bin meinen 2 Franzoesinnen in eine Karaoke-Bar gegangen. :) Das hat Spass gemacht. Am Abend wurde ein Maedchen nach Hause geschickt, da sie sich nicht an dei Rueckkehr-Zeiten gehalten hatte.

Tag 5, Cuenca-Riobamba:
Nach der letzten Nacht in Cuenca ging es wieder mal im Bus durch die gewaltige sierra Ecuadors. Fuer die Kuestenleute besonders spannend, da sie die Berge noch nicht wirklich kannten. Spannend mit anzusehen, weil all diese Gesichtsausdruecke auch schon mal ueber mein Gesicht gehuscht sind. Unser erster Stop dieses Tages war Ingapirca. Die grossten Inka-Ruinen Ecuadors. Um einiges groesser als Ingapirca ist natuerlich Machu Picchu in Peru, aber nicht minder interessant. Ich war super aufgeregt, die Ruinen zu sehen, da es eine der Sachen war, die ich vorher noch nicht kannte. Danach ging es auch schon wieder weiter in einen Vorort von Riobamba names Palmira. Dort haben wir dann, nach ein wenig Umsehen, zu Mittag gegessen. Wir haben uns auf einer Farm fuer Lamas befunden, da koennt ihr euch bestimmt denken, was es auf meinem Teller lag. Richtig, Lama-Fleisch. Ich bevorzuge Strauss. Danach sind wir ins Lama Museum gegangen und ich war echt erstaunt, wie interessant es war. Die Lamas sind fuer die Indios sowas wie Goetter. Sie trinken den Urin, das Blut... Wenn ein Lama eine Fehlgeburt hat, wir dieselbe beigesetzt als Zeichen der Trauer. Man, man. Dann haben wir noch Fotos mit den Lamas gemacht und uns aungeguckt, was man alles aus Lama-Fell machen kann. Angespuckt haben sie uns kein einziges Mal. :) Dann ging es auch schon ins Hotel Zeus in meiner geliebten Stadt Riobamba. :) Mein erster Papa, sowie Tante, Onkel, Ivanna und meine Familie haben uns besucht, was ich super cool fand. :) Habe die Chance ergriffen und bin fuer eine halbe Stunde mit ihnen nach Hause gefahren um meine bis dahin ca. 1000 videos von der Kamera zu machen. Danach folgte eine absolut geile fiesta in unserem Raum, die in einem Hotpot geendet ist. Wuhu. War das cool.

Tag 6, Riobamba-Baños-Quito:
Am naechsten Morgen haben wir versucht das Chaos wieder ein bisschen zu richten, mussten den Schluessel wieder finden und dann ging es Richtung Baños. Ich liebe Bañoooooooooos!!!!!!! Dort angekommen haben wir unsern ueberfluessigen Klamotten ausgezogen und sind zu einem GIIIGAAAANTISCHEN Wasserfall gelaufen. Wir mussten durch Hoehlen kriechen, bis wir dann irgendwann dort angekommen sind und uns darunter gestellt haben. Na gut, nicht ganz darunter, da man dann wahrscheinlich ernste Verletzungen davon getragen haette, vor lauter Wasserdruck, oder wie man das auch nennen soll. Es hat bei einer reingehaltenen Hand schon weh getan. Es war einfach nur geniaaaal. Das eisigkalte Wasser auf seiner Haut zu spueren von eines so maechtigen Wasserfalls!!!!!! Meine Guete, ich war ueberwaeltigt. Danach sind wir noch zu einer Bruecke gelafen, die nur von 5 Leuten gleichzeitig ueberquert werden durfte. Ein paar andere fanden es lustig und haben sich mit geschaetzten 14 Leuten darauf gestellt. Man, man. Lebensmuede. Danach haben wir in einem feinen Restaurant in Baños-City gegessen und hatten noch ein bisschen Zeit um die Stadt zu erkunden. Dann ging es wieder 3 Stunden in den Bus bis nach Tumbaco, ein Tal in Quito, wo wir dann in einer riesen Hacienda die Nacht verbracht haben. Wo das Wasser gebrannt hat, es Schlangen gab und das Wasser hervorragend geschmeckt hat.

Tag 7, Quito-Cotacachi-Ibarra:
Am naechsten Morgen sind wir ins historische Zentrum Quitos gefahren und haben da Kirchen und sonstige besichtigt, die ich aber schon kannte, da mich mein Onkel mal herum gefuehrt hatte. Trotzdem war es interessant. Danach ging es wieder mal zur "mital del mundo", die Mitte der Welt, was ich auch kannte. Aber naja, mit so vielen Leuten ist es ja doch was ganz anderes und vorallem viel cooler. Nach dem Essen, was typisch war, ging es 3 Stunden lang mal wieder in den Bus auf in die Stadt Ibarras. Haben ab uns zu mal Halt gemacht, um die wunderschoene Landschaft zu bestaunen. In der hacienda angekommen haben wir uns mal wieder ein bisschen bezhumirt und ernste Gespraeche gefuehrt, aber dann ging es auch schon ins Bett.

Tag 8, Ibarra-Otavalo:
Ich war eine der Gluecklichen, die mit dem ersten Bus nach Otavalo fahren konnte und somit extra viel Zeit hatte. Otavalo, eine kleine Stadt, die samstags aus einem gigantischen Markt besteht. Ein Markt voller billiger Indio-Sachen! :) Man, man, ein Paradies. Lukas und ich haben uns zu einem harmonischen Grueppchen zusammen getan und sind 3 Stunden wie die Irren durch die Gassen dieses Marktes gerannt. :) Ein Spass hoch 10. Was ich alles ergattert habe, kann ich leider nicht verraten, da ihr sonst wuesstet, was ich geschenkt bekommt. :) Haaach, ich freue mich jetzt schon, die ganzen regalos zu uebergeben! :) Danach ging es in ein Colegio in Ibarra, wo wir an einem Projekt teilgenommen, welches beinhaltete, einen Baum zu pflanzen. Wir hatten alle keine Ahnung, dass es sowas Wichtiges sein wuerde und dass wir nach dem Baum in die Erde setzten, einen Urkunde erhalten wuerden. Sie haben Taenze fuer uns aufgefuehrt und dann uns behandelt wie Koenige. "Sie" sind in diesem Fall die Schueler des Colegios. Es ist immer noch erstaunlich zu sehen, wie anders und besonders man doch fuer die Menschen ist, nur weil man aus einem anderen Land kommt, eine andere Augen oder Hautfarbe hat. Haben dort auch zu Mittag gegessen und sind anschliessend in ein Dorf gefahren voller Lederwahren. Und wieder mal frage ich mich, wie die Leute da alle Geschaefte machen koennen. Es war ein sehr erfolgreicher Shopping-Tag. :) Danach ging es zu der wunderschoenen Lugune, die ich aber auch schon mal gesehen hatte. Dann ging es wieder ins Hotel, wo unsere letzte Nacht auf uns wartete, fuer die von den Rotarieren eine Party mit DJ und so weiter organisiert wurde. Alle haben die "Sau" rausgelassen, trotz bereits vorhandener sentimentaler Stimmung. Es war einfach nur genial.

Tag 9, Ibarra-Quito...Riobamba:
Morgens frueh aufgestanden, konnten man schon direkt die schwere Stimmung bemerken. Alle Sachen wurden gepackt, die schweren Einkaufte wurden in den Bus getragen und dann ging es nach einem kleinen Broetchen auch schons verabschieden von den Leuten aus Ibarra. Eine der schwersten Verabschiedungen musste ich schon dort hintermich bringen. Von Margaret, die ich echt sehr in mein Herz geschlossen habe. Sie kommt und aus den Staaten und wer weiss, wann man sie wieder sehen wird. Einige Traenen gelassen ging es mit den anderen nah Quito. Es hat fast keiner geredet. Als wir dann aus dem Bus gestiegen sind und in Quito, dem Ziel, angekommen waren, konnte ich es erst gar nicht fassen, dass wir uns echt verabschieden mussten. Es war definitiv einer der schwersten Momente meines Lebens. Alle haben geweint, alle. Sogar meine Tante, die Bindy abgeholt hat, hat aus Sympatie mitgeweint. Erst habe ich nicht eine Silbe rausbekommen, aber irgendwann als ich es dann gerafft hatte, dass es fuer immer sein wuerde kamen auch mir die Traenen, die bis zum Abend nicht mehr weg gegangen sind.

Esa gente que conoci en este año son mis mejores amigos. Se fueron por los mismos sentimientos que yo tenia y estaban a mi lado todo el tiempo. Significa todo para mi tenerles a ustedes y a mi no me importa si hay 1000000 de kilometros entre nosotros. Nunca en mi vida les olvidare. Ese tiempo, ese año era lo mas dificil, lo mas educado de mi vida pero lo mas importante: Era lo mejor de mi vida. Y eso es "culpa" de ustedes! Ustedes son mi familia y les amo con todo mi corazon!

Niemals in meinem Leben werde ich diesen Trip vergessen!
Ich hoffe, es geht euch gut.
Liebste Gruesse aus Riobamba,
Johanna