Dienstag, 27. Oktober 2009

Bienvenido a Ecuador

Buenas tardes!
Heute morgen bin ich mit den Rotarierinnen und den anderen beiden Austauschschuelern in die Stadt gefahren um dort das fuer diese Zeit typische Getraenk "Colada Morada" und Brot an die armen, alten(!) Leute zu verteilen. Wir haben erst alles vorbereitet und dann ging es an eine Kirche, wo die Leute auch schon alle mit ihren mitgebrachten Tassen auf uns gewartet haben. Uns wurde gesagt, dass wir noch warten muessen und somit sind Alex, die Amerikanerin, und ich in den anliegenden Park gegangen um uns die Zeit ein wenig zu vertreiben. Oh mein Gott. Haben ein paar Fotos geschossen, Spass gehabt, bis ich hinter Alex auf einmal einen Mann habe stehen sehen, der, tut mir Leid, ich kann es nicht viel besser ausdruecken, -auf gut Deutsch- einen "runtergeholt hat". Wie mein Schicksal es wollte, habe natuerlich nur ich das gesehen und aus dem Affekt und aus lauter Schock mit Alex auf Deutsch gesprochen, was natuerlich bewirkt hat, dass sie mich nicht verstanden hat. :D Oh mein Gott, ich hab einfach nur an ihrem Aermel gezogen und bin gerannt... Sie hat die ganze Zeit gelacht und ist mir stumpf hinterher gerannt. An der Kirche wieder angekommen, habe ich ihr, wie auch den anderen erzaehlt, was ich leider Gottes gesehen habe (er, wie auch der kleine "er", wie auch der Akt waren einfach alles andere als schoen anzu sehen... :( -.- ) und sie haben alle angefangen zu lachen, was mich voll verwirrt hat. In Deutschland wuerde man alles tun, als aller Letztes aber lachen... Es kam mir so vor, als wuerden die das hier jeden Tag sehen. Naja, ich haette mich auf jeden Fall am liebsten uebergeben. Dann sind wir angefangen, die Sachen zu verteilen und mir ging es irgendwie gar nicht so gut. Erstens wegen der Parksache und dann, weil mir zum ersten Mal bewusst geworden ist, wie beduerftig die Menschen hier wirklich sind. Sonst sehe ich sie immer nur in der Strasse, aber Hunger erkennt man da nicht wirklich, wenn man nur so oberflaechlich drauf guckt. Heute habe ich den Hunger richtig gesehen. Wie sie sich darauf gestuerzt haben. Ich habe beobachtet, wie sie aus lauter Not, ihre Brote unter der Kleidung versteckt haben und vielleicht die Chance auf noch ein Stueck zu haben. Unglaublich. Dann sind wir zu 3 Schulen ausserhalb Riobambas gefahren und haben da weiter verteilt. Das war so schoen... Die Kinder waren zwar genauso arm, wie die alten Leute und gehen in richtigen "Bruchbuden" zur Schule, aber im Gegensatz zu denen, waren die einfach ungemein dankbar und haben sich gefreut, als haetten sie gerade 1000 Dollar zu gesteckt bekommen. :) Diese Lebenfreude ist einfach unuebertreffbar! :):):) Diese strahlenden Gesichter zu sehen, kann ich zu den schoensten Augenblicken in Ecuador hinzufuegen. Was nicht so schoen war: Eine Lehrerin hat Alex und mich mit in ihren Klassenraum genommen und uns instaendig um Geld angebettelt. Sowas ist echt nervenzerrend. Nicht um angenervten Sinne, sondern aus Mitleid. :(
Oh man, und jetzt gerade sitzte ich hier auf einem weichen, luxurioesen Stuhl, ein Flachbildfernseher neben an und schreibe per Computer. Ungerecht nicht?
So, das alles musste ich jetzt unbedingt loswerden...
Gestern war ich nur beim Spanisch, wo ich neue Duetsche aus Riobamba kennen gelernt habe. (mit einem berliner Akzent - me encanta)
Das war's!
Liebste Gruesse aus Ecuador! :):):)
Johanna

Montag, 26. Oktober 2009

Dies und das

Hallooo!
Wie geht es euch?
Nach meinem super tollen Manabi-Trip wurde es wieder etwas ruhiger...
Am Donnerstag habe ich den ganzen Tag zu Hause verbracht. Meine Mama hat von sich aus gefragt, ob ich zu Hause bleiben moechte, um mich ein bisschen von meinem super anstrengenden Urlaub zu erholen. :D Habe ich natuerlich gerne angenommen... Am Nachmittag bin ich dann mit Levke in die Stadt, wo wir die Jungs aus unserer Klasse getroffen haben und mit denen dann ein bisschen durch die Gegeng gefahren sind. Ich finde es immer noch total abgefahren, dass man hier bei Langeweile nichts anderes tut, als durch die Stadt zu cruisen. Ich meine, hier ist das umsetzbar, da die Sprittpreise alles andere als hoch sind, aber trotzdem... Anschliessend bin ich zu meiner abuel gelaufen, wo wir mit der ganzen Familie gegessen haben und ich mich ueber meine kleine Schwester aufregen musste, die denkt, dass ich doof bin, nur weil ich ihre Sprache noch nicht so beherrsche, wie sie selbst. (Hier ein Beispiel: Es steht eine Dose Thunfisch auf dem Tisch mit einer dicken Aufschrift "Atun"(was Thunfisch bedeutet), ruft mich zu sich und erklaert mir, dass das Atun ist. Gut, nicht?
Anschliessend bin ich mit Ivanna zu meiner Spanischlehrerin gelaufen, die mich zum Grillen eingeladen hatte. Dort war auch noch ein anderer Schueler von ihr - Jochim. Er kommt aus Holland und kann super Deutsch, genauso wie seine Eltern, die auch da waren und im Moment bei ihm zu Besuch sind. Es war das erste Mal, dass ich Spanisch gesprochen habe und ich nicht verstanden wurde, weil die Eltern von Jochim kein Spanisch sprechen. Ein komisches Gefuehl, aber mega cool. Dann sind wir irgendwann wieder zu abuel gelaufen und wurden von so gruseligen Kerlen verfolgt, die sich aber doch als harmlos entpuppt haben.
Am naechsten Tag bin ich zur Schule, hatte ich mich irgendwie sehr darauf gefreut, weil es endlich mal wieder ein normaler Tag war und nach einer Stunde dachte ich schon wieder "Uaaaah, ich will in mein Bett!"... Naja, am Nachmittag hatte ich dann 2 Stunden Spanisch, was sich aber um eine halbe Stunde verzoegert hatte, weil meine Lehrerin zu spaet gekommen ist. :D Dann bin ich mit meiner Familie ein bisschen durch die Stadt gefahren, bis sie mich dann bei Sabrina zu Hause abgesetzt haben, weil ein DVD-Abend geplant war. Ich war mega aufgeregt, weil ich noch nie in dem Haus war und das ja ab Februar mein Heim sein wird. Mega crazy... Als ich dann rein kam, war ich einfach nur begeistert. Ist zwar total anders als mein jetztiges Haus, aber auf keinen Fall schlechter. Suuuuper gross und total schoen eingerichtet. Mein baldiges Zimmer ist auch super schoen, hat ein eigenes Badezimmer und einen begehbaren Kleiderschrank. :) Uah, wiee toll! Naja, dann haben wir uns 2 Filme reingezogen (Alex, Sabrina, Levke und ich), bis wir alle eingeschlafen sind und muede ins Bett gefallen sind. Am naechsten Tag habe ich Sabrinas Familie noch ein bisschen besser kennen gelernt, die alle super nett sind. Uah, ich habe einfach gar keine Angst vorm Wechsel, was mich super beruhigt!
Abends sind wir auf eine Party gegangen, die die groesste im Jahr sein soll. Ich habe 20 Dollar Eintritt bezahlt und war noch nie so angepisst von einer Party. Ohne Witz! Der groesste Reinfall ever. Habe mich mit Alex auf eine Fensterbank gesetzt, sturzvolle Leute beobachtet und sonst nichts getan. :D Im Bett haben Ivanna und ich noch ein bisschen gelaestert und dann wurde geschlafen, bis am naechsten Tag von der ecuatorianischen Hyme geweckt wurden, der vom Sporttag der anliegenden Schule droehnte. -.- Naja, macht man nichts. Dann sind wir mit den ganzen Rotariern zu einer abgelegnen Wiese gefahren und haben da den ganzen Tag gegessen, Spiele gespielt und gequatscht. Oh man, sonst sieht man die Leute immer nur an ihren Tischen sitzen, mit ernsten Gesichtern, wie sie sich ueberlegen die Welt zu retten und heute? :D Oh mein Gott, alle betrunken und vollkommen durch den Wind. Einfach mega cool. Ich mag die alle!
Soo, jetzt werde mich mal bettfertig machen und mich mental auf die Schule vorbereiten, wodrauf ich ja mal gar keine Lust habe.
Bis bald!
Ich hab euch lieb,
Johanna

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Manaaabiiiii!

Hallo Verwandte, Freunde, etc.! :)
Wie geht es euch dahinten im herbstlichen Deutschland?
Ich bin gerade einfach nur happy und habe den groessten Drang euch von meinem Trip nach Manabí zu erzaehlen. :)
Samstagmorgen bin ich um 20 vor 5 aufgestanden und dann ging es auch schon um 5:15 Uhr mit Sabrina und Alex nach Ambato, wo wir die anderen Leute getroffen haben. Das war ein Wiedersehen. Uah, ich habe ich mich gefreut! :) Dann sind wir von da aus, abgesehen von dem Zwischenstop in Latacunga, wo wir Uli und Mathilde abgeholt haben, nach Aloaj, wo noch ein anderer Bus auf uns gewartet hat. Ab dem Zeitpunkt hatte ich noch 10 Stunden Busfahrt vor mir, was aber nicht wieter tragisch war, weil ich ja die anderen dabei hatte und sich gluecklicherweise in einem Monat soviel getan hat, dass man sich die ganze Zeit durch unterhalten konnte. Ausserdem war ja ein ganzer Schwung anderer Austauschschueler dabei, die alle suuuuper nett sind. :) Es war unglaublich, dass sich die Landschaft innerhalt von 3 Stunden so dermassen aendern kann. Wir kamen aus dem "kalten" Andenklima in das warme Kuestenklima, was der Klimaanlage Einiges abverlangt hat. :) Was mich auch sehr beeindruckt hat, dass auf einmal die Berge verschwunden waren und wir eine Art Sawanne bestaunen konnten. :) Ich kann nur noch mal betonen, wie umwerfend fassenttenreich Ecuador doch ist und dass es eine absolut richtige Entscheidung war, hierher zu kommen. :) Haach, ich bin so gluecklich gerade.
Naja, dann sind wir auch irgendwann angekommen und haben die Austauschschueler der Kueste begruesst, die auch alle super toll sind. Haben uns direkt in die Bikinis geschmissen und es ging ab in den Pool. :) Anschliessend haben wir unsere coolen Pfahlhuetten bezogen und es gab essen. Anschliessend haben wir den ganzen Abend durchgetanzt auf Salsa, Merenge etc. :)
Am naechsten Tag sind wir mit 3 Bussen nach Portoviejo gefahren, was ca. eine halbe Stunde von unserem Hotel in Crucita entfernt liegt. Dort sind wir dann bei einer Parade mitgelaufen, was echt eine super coole Sache war. Wir hatten alle unsere Blazer an, haben mit unseren Fahnen gewedelt und die Ecuatorianer waren aus dem Hauschen. :D Echt, wir wurden wie so Stars behandelt. Eine Mutter hat mir sogar ihr Baby in die Arme gedrueckt, damit sie ein Foto von der grossen Deutschen mit ihrem kleinen Sproessling machen kann. Krasse Sache. Nach der Parade sind wir in ein Museum, was mehr oder weniger interessant war, aber da die anderen ja auch dabei waren, hatten wir einfach mega Spass. :) Dann wurde noch ein Gruppenfoto geschossen und es ging weiter auf einen kleinen Markt in Montechristi, wo wir uns alle Banana-hats gekauft haben und sonstige Andenken... Es hat eine kleine Band gespielt, was bedeutet, dass alle Leute auf dem Markt getanzt haben, was mir so vor gekommen ist, wie eine kleine Party. Die Sachen, die ich mir gekauft habe, wurden natuerlich super runtergehandelt. :D :)
Dann gings auf nach Manta, wo wir in einem schicken Restaurant gegegssen haben. Echt super schoen und luxurioes. Danach sind wir dann irgendwann wieder ins Hotel und von da aus an den Strand der eine Strassenueberquerung weit entfernt war. Wir sind mit Klamotten ins Wasser gesprungen, was suuuuper warm war und ich konnte es nicht fassen, dass ich gerade im Pazifik schwimme. Uuuuah, ein Gefuehl, das ich nicht becshreiben kann. :):):):):):):):):):) Dann haben wir am Lagerfeuer gesungen und anschliessend bin ich hundemuede und mit Insektensapray eingesprueht ins Bett gefallen. Den naechsten Tag haben wir am Strand verbracht, wo ich dem Hautkrebs ein Steuckchen naeher gekommen bin. Oh man, war ich rot! Nachher sind wir noch einen Berg hochgelaufen und haben von da aus eine suuuperscheone Aussicht ueber die Weite des Pazifiks gehabt. Suuuuper geil! :):):) Haben uns noch auf einem Kaktus verewigt und dann gings auch schon wieder ins Hotel, wo wir wieder getanzt haben, Pins und Karten getauscht haben und geschlafen haben. Am folgenden Tag sind wir wieder nach Portoviejo aufgebrochen, diesmal samt Sachen, haben unser neues Hotel bezogen und sind dann mit so super coolen Bussen durch die Stadt gefahren. :) Anschliessend sind wir in einen super schicken Saal gegangen, wo wir wie Koenige behandelt wurden. Haben da den Rey und die Reina des Ausflugs gewaehlt und mein guter, alter Freund Ulrich hat das Rennen gemacht. :D Voll cool. Anschliessend wurde wieder Party gemacht und dann gings wieder auf ins Hotel. Am naechsten Morgen sind wir um 9 aufgebrochen und ich bin abends um 9 zu Hause angekommen. Habe die Fahrt mit schlafen verbracht. :)
Mein Resumen dieses Trips ist:
GEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIL! :)
Sooo... :)
Jetzt werde ich mal meine Tasche auspacken und dann gehts wieder auf in das normale Leben von Riobamba. :)
Hab euch lieb!

P.S. Heute bin ich genau 2 Monate hier! :):):)

Freitag, 16. Oktober 2009

Señorita deporte

Buenas noches todos!
Alles klar bei euch?
Ich habe einen grandiosen Tag hinter mir! :):):)
In der Schule war ich irgendwie schlecht drauf, weil ich totale Angst hatte. Mein Vater hat fuer mich "meine" Meinung zum Sport verfasst und ich habe versucht sie auswendig zu lernen, weil ich sie am Abend vortragen sollte. Hat aber nicht so ganz geklappt, wie das gerne wollte. Ansosnten haben wir den ganzen Tag unsere Choregrafie einstudiert, bis alles sass!
Dann durfte ich schon ein bisschen eher nach Hause und dann ging es auch schon auf zum Friseur. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Vom Salon ging es in Haus, die Sachen holen und auf ins Theater. Oh man, meine Aufregung stieg ins Unermessliche. Die anderen Maedchen waren schon alle da, was daran lag, dass ich mich 45 Minuten verspaetet habe, weil die netten Damen im Salon so lange gebracht haben. -.- 8 Dollar uebrigens! Mal wieder musste ich lachen.
Dann ging es auch schon los in

  1. Sportuniform der Schule
  2. Klamotten des Sportes, den ich praktiziere (da es keinen Sport ausser Tanzen gibt, habe ich mich doch galtt dem Volleyball angenommen)
  3. Ropa casual, was bei mir ein Kleid war
  4. Ropa formal, was auf dem Bild zu sehen ist

Als wir dann alle fertig waren, standen wir eine gefuehlte Ewigkeit auf der Buehne und mir hat der Mund wehgetan vom ganzen Grinsen. Dennoch war das ein Gefuehl hermoso! Alle haben gekreischt und ich denke, dass TokioHotel sich so fuehlen muss, wie ich mich heute gefuehlt habe. Anschliessend sind wir dann mit meiner Familie + Onkel, Tante, Ivanna und Bernada essen gegangen und die Stimmung war zum ersten Mal seit ein paar Tagen mal wieder ausgelassen. :)
Ich kann nur nochmal betonen, dass es zwar alles super anstrengend war, aber dass ich trotzdem froh bin, mitgemacht zu haben und stolz noch dazu - eine tolle Erfahrung! :)
Jetzt aber das Wichtigste:
Wie erwartet haben andere Maedchen gewonnen... :)
Jetzt, da alles (im wahrsten Sinne des Wortes) gelaufen ist, kann ich mich endlich auf den Trip in Manabí freuen. :) Samstag Morgen geht es los.
Liebe Leute, ich melde mich dann fruehstens Mittwoch bei euch!
Liebste Gruesse,
Johanna

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Preparaciónes y primera presentacion

Hallo meine Lieben!
Wie geht es euch?
Ich hoffe, ihr habt nicht allzu viel Stress wie ich und geniesst eure Ferien? ;)
Im Moment stecke ich mitten in den Vorbereitungen fuer die "señorita deporte". Als ich "Ja" gesagt habe, hatte ich niemals damit gerechnet, dass das alles soviel Arbeit werden wuerde. Ich musste mich um die Klamotten kuemmern, was alles andere als leicht war, weil meine Groessen hier einfach nicht so vertreten sind, aber Gott sei Dank, habe ich jetzt alles zusammen. Ausserdem musste ich mich quasi um die Werbung kuemmern und dann kam auch noch "Laufsteg"-Training dazu, eine Choreografie, vieeel Schriftkram und eine Art Fotoshooting dazu. Oh man, haette ich das alles gewusst, haette ich bestimmt nicht mitgemacht. Gestern war ich in der Stadt, um Fotos schiessen zu lassen und die Gigantografia gestalten zu lassen und ich war wieder mal positiv geschockt wie billig hier alles ist. Ich habe fuer 4 Fotos auf dem Stick + Bearbeitung und ausgedruckten Bildern 3 Dollar bezahlt. :D Ich musste so lachen. Meine Mutter hat bestimmt gedacht, dass ich verrueckt bin. Danach war der President von meinem Club und ein anderer Rotarier bei uns zum "Abendbrot", umzu schauen, ob alles okay bei mir ist. Nach jedem Monat muss der Club einen Zettel ueber mich ausfuellen, wie ich mich verhalten habe und ich hoffe, dass ich gestern einen guten Eindruck gemacht habe. Heute Morgen konnte ich ein bisschen laenegr schlafen, was ich aber nicht wirklich konnte, weil die erste Presentation anstand und ich mega aufgeregt war. Habe mich dann richtig in die "Planken" geschmissen und mich aufgebrezelt, bis mein Vater, mein 2x1m grosses Poster und ich dann zur Schule gefahren sind. :) Dort waren auch schon die anderern, ich bin nochmal meinen Text durchgegangen und dann ging es auch schon raus ins Volk. Es wurde mit Rosen so eine Art Laufsteg gelegt und da mussten wir dann laufen. Richtig geile Musik, alle kreischend und ich vollkommen nervoes! Als ich dann aber einmal dabei war, hat es so dermassen Spass gemacht, dass ich mich schon auf morgen freue, die richtige Wahl! :) Oh man, ich weiss zwar, dass ich nicht gewinnen werde weil es eine klare Favoritin gibt, aber "Dabei is alles!" Nach unserem walk wurden noch Fotos von uns geschossen und mich haben kleine Kinder gefragt, ob ich ihnen nicht ein Autogramm geben koenne. :D Oh man, sowas hatte ich ja in meinem ganzen Leben noch nicht. Meine Freunde haben alle Plakate fuer mich gebastelt und ich war vollkommen aus dem Hauschen, als sie mich kreischend beklatscht haben, als ich nachher in die Klasse kam, um meine Kameras zu holen. :D Echt krass!
Naja, jetzt gleich muss ich wieder zum Tanztraining fuer morgen wenn dann der Donnerstagabend eingetroffen ist, werde ich euch natuerlich informieren, wer das Rennen gemacht hat. ;)
Hab euch lieb! :-*
Eure Johanna

P.S. Das Tanztraining war gut... ;) Danach bin ich mit meiner Mama zum Rotary-Club gefahren und wir haben Bingo mit allen Frauen gespielt. Dort habe ich dann meine (haltet euch fest) ZWEITE GASTFAMILIE erfaaaaahren! Oh man, ich freu mich sooo! Es ist genau die Familie, die ich gerne haben wollte! :) Das habe ich vorher immer gesagt und jetzt werde ich da echt leben! Chevere! :):) Es ist die Familie, der Taiwanesin!

Montag, 12. Oktober 2009

Cuenca - me encanta!

Haaallooo liebe Leute!
Wie geht's, wie steht's?
Ich melde mich wieder nach einem wunderschoenen Wochenende!
Am Donnerstag sind wir direkt nach der Schule ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg nach Cuenca gemacht! Ich bin mit der Familie meiner Cousine gefahren, was sehr lustig war! :) Unser "Hotel" war die Wohnung meiner anderen Cousine Ericka, die ja aus anderen Erzaehlungen auch schon kennt. Als wir ind Cuenca eingetroffen sind, ist mir als erstes aufgefallen, wie wunderbar sauber die Strassen doch sind. Wirklich, ich habe die ganze Zeit die Buergersteige bewundert und konnte es nicht fassen, weil ich mich so an Muellberge gewoehnt hatte. In den naechsten Tagen ist mir dann auch noch aufgefallen, das ueberall Leute in blauen Anzuegen rumlaufen, die Muell, wie auf dem Nuenning-Schulhof aufsammeln. Am ersten Abend wollten wir unbedingt in die Stadt zu einer Party. Ein Freund aus Riobamba hat uns dann gluecklicherweise berichtet, dass an diesem Abend eine Party nur fuer Austauschschueler steigen sollte. Also haben wir und fein gemacht, bis wir dann von Erickas Freunden, die alle genauso wie sie in Cuenca studieren, abegholt wurden und in ein Haus dieser Freunde gefahren sind. Dort haben wir uns unterhalten und sind dann auch irgendwann in die Stadt aufgebrochen. Als wir dann an der Disco waren, mussten wir feststellen, dass keiner mehr reinkam, was mich echt geaergert hat. Wir sind die Strasse wieter entlang gefahren, bis wir irgendwann offensichtlicherweise Austauschschueler gesehen haben. Als ich sie dann gefregt habe, ob sie welche sind, meinten sie "Nein" und ich habe mich total auf den Arm genommen gefuehlt, weil ich wusste, das sie welche sind. Mal schauen, wie sie sich naechste Woche verhalten, wenn ich sie in Mananí darauf anspreche. Hehe. ;) Den restlichen Abend haben wir in dem Haus eines "Freundes" verbracht, der ein totaler Sportfreak und dazu noch versnobbt ist. (Auf dem Bild mit blauer Zunge) Naja. Am naechsten Morgen ging es in die Stadt, wo wir und sie ganze Sehenswuerdigkeiten, Museen und Maerkte von Cuenca angeschaut haben. Cuenca hat fuer jede Woche im Jahr eine Kirche, was mich total beeindruckt hat. Ich habe diesen Trip total genossen, weil Cuenca so eine schoene Stadt ist und ich mich ein bisschen "zu Hause" gefuehlt habe, weil es so sauber war. ;) Am Nachmittag sind wir in das groesste Shoppingcenter dort gefahren und haben fuer mich nach passenden Outfits fuer die "señorita del deporte" gesucht, was aber leider klaeglich gescheitert ist und eine grosse Panik in mir ausgeloesst hat! Naja, am Abend haben Iva und ich nur noch einen Film geguckt und dann bin ich auch schon eingeschlafen, nachdem ich zum ersten Mail Meerschweinchen gegessen habe. Eigentlich schmeckt es gar nicht mal so schlecht, sogar ein bisschen wie Huehnchen, aber mein Kopf hat mir dann doch gesagt, dass das nicht geht. Ich musste immer an Muckel denken... :( Am naechsten Morgen sind wir nach Sigsig gefahren, eine kleinen Stadt am Rande Cuencas. Dort haben wir uns dann in der Hacienda der Schwester meiner Tante einquartiert, bis es dann auch schon die Stadt ging, wo ein Konzert von Enrique Bunbury steigen sollte. Sebas und ich haben uns dann mit den anderen Cousins meiner Cousinen in die Schlage eingereiht und gewartet, was ziemlich dem deutschen "auf's-Konzert-warten" geaehnelt hat. Habe mich die ganze Zeit mit Juan Pablo unterhalten, der auch im Austausch war. Wir sind jetzt Freunde! :) Irgendwann haben wir uns dann in ein Lokal gesetzt, weil jeder jeden bedraengelt hat und ausserdem das Speil "Ecuador-Uruguay" lief. Eine gute Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, weil die ganzen Bekloppten sich wieder mit Flaschen beworfen haben und ansonsten auch noch so allerlei Sachen angestellt haben. Im Lokal wurden Tueren und Fenster verschottet, was mir schon ein bisschen Angst eingejagt hat. Letztendlich ist dann sogar das Konzert abgesagt worden, was ich nicht allzu schade fand, aber fuer meinen Bruder umso mehr. Er hatte sich sosehr darauf gefreut und im Nachhinein wissen wir nicht mal, was der genaue Grund dafuer war. Dann sind wir abgeholt worden und haben den Abend in der Wildnis verbracht mit ganz vielen Freunden von Juan Pablo, die alle mega nett waren. Lagerfeuer und das volle Programm. Ich fand's sehr schoen und auch die Nacht in einer typischen Hacienda zu verbringen, war eine coole Erfahrung, auch wenn ich Kontalt mit vielen Tieren gemacht habe. :(
Am folgenden Morgen haben wir uns dann auch wieder direkt auf den Weg nach Riobamba gemacht und jetzt muss ich schlafen. :)
Ich hab euch ganz doll lieb und sende euch schoene Gruesse!
Bis bald,
eure Johanna

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Clases de español

Hallo ihr!
Wie gehts euch? Todo bien?
Meine letzten drei Tage haben eigentlich nur aus Schule und Spanischunterricht bestanden. Mit der Sprache funktioniert es zwar mittlwerweile schon einigermassen, aber trotzdem finde ich es total cool von meinem Vater, dass er sich um den Unterricht gekuemmert hat. Ich habe montags, mittwochs und donnerstags unterricht und bis jetzt habe ich mich noch jedes Mal darauf gefreut, weil die Frau so nett ist. Sie hat 15 Jahre in Deutschland gelebt und als ich deren Haus betreten habe, kam ich mir vor als waere ich Deutschland. :) Sehr schoen eingerichtet. :) Die Familie ist auch sehr nett und mir ist aufgefallen, dass ich den Sohn sogar schon kannte, weil er nach dem Symphonie-Orchester-Konzert noch eine Rede gehalten hat. Da meinte meine Cousine noch zu mir, dass wir ihn unbedingt mal kennen lernen sollten. :D Gesagt, getan. Naja, zusammengefasst hoffe ich auf jeden Fall, dass ich mich bald endlich verstaendigen kann, sowie jeder hier. Naechste Woche habe ich ein Treffen mit allen Schuelern, die Myriam hat und das wird hoechstwahrscheinlich multi-kulti, sowie sie erzaehlt hat. Ich freu mich schon.
In der Schule geht es im Moment drunter und drueber. Es gibt so manche Leute, die ich wirklich anfange zu moegen, aber auch andere, die das Gegenteil in mir hervorrufen. Habe z.B. einen Jungen gesichtet, der ein Harkenkreuz auf seiner Tasche hatte, habe gefragt, ob er wuesste was das bedeutet und habe es daraufhin durchgestrichen. Die anderen haben sich anscheinend gedacht, dass die Situation noch ausbauenswert waere und haben den rechten Arm gehoben. Ich fast zu geschockt um was zu sagen. Ich meine, die haben hier keine Ahnung, aber wenn man keine Ahnung hat... kann man auch einfach den "Mund" halten. Als ich dann wieder sprechen konnte und mir die richtigen Woerter eingefallen sind, habe ich ihnen dann erklaert, wie schlimm die Geschichte ist und das solche Zeichen nicht gerade zeigenswert sind. Gerade in Gegenwart von Deutschen.
Nacehste Woche ist die Wahl von der "señorita deporte" (Fraulein des Sportes) und ich bin eine von den Kandidatinnen. Ein Lehrer hat mich angesprochen, ob ich nicht Lust haette mitzumachen. Ich habe "Ja" gesagt, obwohl ich in Deutschland niemals mitgemacht haette, wei ich mal behaupten wuerde. Aber hier in dem Austausch ist das doch mal eine coole Erfahrung, die ich nie wieder machen kann, bzw. will. ;) Habe schon etwas schiss, weil ich sprechen muss, Catwalk laufen muss und meinen Sport praesentieren muss. :D Oha, das kann was geben.
So, meine Lieben. Haben es zwar noch nicht so spaet, aber ich bin trotzdem hundemuede!
Ab morgen bin ich uebrigens in Cuenca! Ich freu mich schon so sehr! :)
Wir hoeren dann am Sonntag voneinander!
Ich wuensche euch noch eine gute Nacht, einen schoenen Donnerstag und tolles Wochenende! :)
Bis dann,
Johanna

P.S. Papa? Ich wuensche dir schonmal im Vorraus einen schoenen Geburtstag. Hab einen tollen Tag und feier kraeftig! Ich hab dich ganz doll lieb! :-*

Montag, 5. Oktober 2009

Muchas cosas en una semana

Hallo Leute!
Ich hoffe, euch geht es gut!?
Es wird mal wieder Zeit fuer einen Bericht, wie ich finde! :)
Die letzte Woche habe ich mit ziemlich vielen Dingen verbracht, die aber irgendwie nicht wirklich spektakulaer waren. Am Montag hatte ich noch frei weil meine Klasse wie gesagt auf Klassenfahrt in Kolumbien war und somit kein Grund fuer einen Besuch der Schule vorhanden war. Am Nachmittag ist Levke zu mir nach Hause gekommen um einen Bericht fuer die Schuelerzeitung zu schreiben. Da wir aber 1. keine Lust hatten und 2. stets bessere Sachen zu tun gefunden haben, ist dieser Bericht nicht fertig bzw. nicht mal angefangen worden. :D Haben uns den ganzen Nachmittag ueber den Austausch unterhalten und die Dinge, die er mit sich bringt. Uns ist aufgefallen, wie komisch es doch ist, dass wir gerde in dem Moment nebeneinander sitzen, ohne dass wir uns vorher auch nur annaehernd gekannt haben. Und jetzt trifft man sich und redet ueber Dinge, die vom tiefsten Herzen kommen. So ein Austausch verbindet ungemein!
Am Dienstag habe ich aus Versehen Schule geschwaenzt, weil ich am Tag zuvor bei meiner Cousine angerufen habe, wann sie denn wohl wieder kommen wuerde und sie meinte nur, dass ich nicht zur Schule muesse, weil sie vor Dienstag Nachmittag nicht Heim sein wuerden. Gesagt, getan... Die kleine Johanna hat fein ausgeschlafen, fein gefruehstueckt, bis irgendwann ihr Vater in die Kueche kam und sie fragte, warum sie nicht in der Schule sei. :D Dann habe ich meine Sachlage erklaert und er hat darauf gekontert, dass aber am Morgen mein Taxi dagewesen sei und sonst auch alles auf Schule hingewiesen haette. Er war nicht boese auf mich, aber ich war trotzdem froh, als sich am Abend aufgeklaert hatte, dass ich Ivanna richtig verstanden hatte. :)
Am Mittwoch hatte meine kleine Schwester Geburtstag, was bedeutet, dass alle einen Grund zum Ausrasten hatten. Ich habe nicht mitgezeaehlt wie oft es "Viva la cumplañera!" (-"Es lebe das Geburtstagskind!") hiess. Naja, man wird ja schliesslich auch nur einmal im Leben 8. :D ;) Haben abends Schokofondue gemacht, nachdem ich vom "lernen" fuer die anstehenden Examen nach Hause kam.
Am Donnerstag war Levke wieder hier und diesmal haben wir echt einen Bericht fuer den club del periodismo fertig bekommen.
Freitag hatte einer meiner besten Freunde, Alvaro, Geburtstag und den haben wir ordentlich gefeiert mit viel Fertigkuchen und einer Menge Pizza. War aber trotzdem (;) ) sehr cool. Abends sind Iva, Berni (Iva's beste Freundin) und ich wieder nach Hause und ich war ein bisschen enttauscht, weil ich unbedingt in die Stadt wollte mit einer Freundin, die anderen aber nicht wollten und wir somit zu Hause geblieben sind. Habe mich dann frueh schlafen gelegt und dann ging es am Samstagmorgen auch schon in die "Kinderwelt". Das ist eine Spielhalle und da haben wir dann mit Ale's Freunden nocheinmal ihren Geburtstag gefeiert. Es war sehr lustig, weil man mal wieder komplett Kind sein durfte. Wir haben echt den ganzen Nachmittag gespielt und ich hatte Spass ohne Ende. :D So gegen Abend habe ich auch rausgefunden, warum die Halle "Kinderwelt" heisst. Der Besitzer hat 32 Jahre in Deutschland gewohnt und ist nach seiner Pension wieder zurueck nach Ecuador gekommen, um "Kinderwelt" in Riobamba zu eroeffnen. Man wundert sich echt, wie oft man in Ecuador irgendetwas Deutschem begegnet.
Heute habe endlich mal wieder lange geschlafen, gefreuhstueckt, zu Mittag gegessen, einen Film geschaut und dann mit Ivanna deutsch gekocht. Es gab Reibekuchen. Oh man, ich hatte echt ein bisschen Angst, dass das nicht gelingen wuerde, da ich es schliesslich noch nie vorher gemacht hatte. Es hat aber allen gemundet und von daher war ich sehr zufrieden. Mir hat es uebrigens auch sehr gut geschmeckt und mich an den Adventsmarkt in Raesfeld erinnert. :)
So, ihr Lieben, buenas noches!
Les quiero mucho! :)

Dienstag, 29. September 2009

1. Quartalsbericht

Liebe Leute, hier mein erster Bericht, den ich fuer Rotary schreiben muss. Wenn ihr meinen blog fleissig verfolgt habt, werdet ihr hier nichts Neues lesen, sondern nur noch mal eine Zusammenfassung von allen posts. :)

Mit meinem ersten Bericht aus dem wunderschoenen Land Ecuador, moechte ich einen Einblick in mein absolut spannendes, aber auch anderes Leben in Suedamerika geben.Nach der ca. 16 stuendigen Reise von Duesseldorf nach Quito, der Haupstadt Ecuadors, wurde ich total nett von meiner Familie empfangen. Sie hatten mir sogar ein Schild gebastelt und ich war sehr geruehrt. Wie lange hatte man auf diesen Moment gewartet und dann war er auch noch besser als erwartet. Meine erste Nacht in Ecuador habe ich in Quito in dem Haus meines Onkels verbracht. Direkt am ersten Abend wurde typisch ecuatorianisches Essen aufgetischt. Natuerlich habe ich alles probiert und fand es gar nicht mal so schlecht. Ich bin jetzt 5 Wochen hier und habe mich mittlweile daran gewoehnt, auch wenn ich nach den ersten 2 Wochen die schlimmsten Margen-Darm-Probleme meines Lebens hatte. Als wir dann am 2. Tag in meinem zu Hause in Riobamba ankamen, war ich ueberweltigt – so schoen war es. Ich habe hier mein eigenes Zimmer, was meine Familie extra in meiner Lieblingsfarbe gestrichen hat. Ich habe 3 Geschwister: Sebastian, der 13 Jahre alt ist, Alejandra, die 8 ist und Johanna, 17 Jahre, die aber im Moment im Austausch in Deutschland ist. Zu Anfang war es echt schwer, sich mit ihnen zu unterhalten, weil mein Spanisch zu wuenschen uebrig lies, aber mittlwerweile funktioniert die Kommunikation schon echt gut. Was wahrscheinlich auch sehr dazu beigetragen hat, war die erste Reise nach Quito, wo ich alle anderen Austauschschueler aus meiner Region getroffen habe und wir zusammen Spanischunterricht hatten. Es war sehr schoen nach den ersten Wochen die ersten Erfahrungen und Eindruecke besprechen zu koennen. Die Schule in Ecuador ist im Gegensatz zu der deutschen Schule sehr viel lockerer. Hier geben sich die Lehrer und Schueler zur Bergruessung Kuesschchen und auch ansonsten ist das Verhaeltnis zwischen Schuelern und Lehrern viel freundschaftlicher. Was mir hier ziemlich gut gefaellt sind die Schuluniformen. Montags kommen alle in einer schicken Uniform, die aus Blazer, Bluse, Krawatte und Rock besteht. Die restlichen Tage sind etwas legerer. Kontakte zu knuepfen ist in Ecuador nicht schwer. Alle sind neugierig auf das grosse, blonde Maedchen mit den blauen Augen. Manchmal kommt man sich schon vor, wie eine Art Alien, weil einem auf der Strasse alle hinterher starren und hupen. Im Moment finde ich es noch amuesant, aber das wird sich in den kommenden Monaten bestimmt aendern. Mir ist aufgefallen, dass es in Ecuador bei Weitem einfacher ist, “Freunde” zu finden, da die Menschen hier einfach viel offener, aber dafuer auch ein wenig oeberflaechlicher sind. Bis sich aber richtige, Freundschaften bilden, mag es wohl noch ein Weile dauern. Da meine Familie zu der oberen Schicht Ecuadors gehoert habe ich das grosse Gleuck, dass sie mir viel zeigen und mit mir reisen koennen. Ich war zum Beispiel auf dem Altar, ein Vulkan, wo wir geritten sind und ich einfach nur beeindruckt von der atemberaubenden Landschaft war. Als wir Verwandte in San Pablo, der Provinz Guayas, besucht haben, war ich eigentlich eingestellt auf ein Szenario der Kueste. Was mich aber erwartet hat, war der tiefste Regenwald. Diese Erlebnisse werde ich in meinem ganzen Leben nicht mehr vergessen, genauso wenig wie unseren Trip nach Quito, als ich einen Ausblick ueber die ganze Stadt hatte und ich auf der Mitte der Welt gestanden habe. An sich ist es ja nichts Besonderes, auf einer orangen Linie zu stehen, aber sich vorzustellen, dass man einen Fuss auf die eine Seite und den anderen auf die andere Seite der Erde stellen kann ist schon irgendwo, mir fallen keine anderen Woerter ein, cool und verrueckt. Es ist unglaublich, wie fassettenreich Ecuador ist, aber auf der anderen Seite erschreckend, welche Zustaende hier teilweise herrschen. In meiner Stadt zum Beispiel gibt es einen relativ grossen Anteil an indigener Bevoelkerung. Auf der Strasse wird man auf einer Distanz von 300 Metern mindestens 2 mal angesprochen, ob man nicht Suessigkeiten, Fruechte, Lose oder Sonstiges kaufen moechte. Was mich auch noch traurig stimmt sind die unzaehlbaren, herrenlosen Hunde, die hier rumlaufen. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich mal einen Hund an einer Leine gesehen haette oder einen der eindeutig zu einem Menschen gehoert.Dann gibt es auch noch die gefaehrliche Seite Ecuadors. Ich kann schon nicht mehr zaehlen, wie oft ich ich schon vorm Strasse ueberqueren einem Auto ausweichen musste, weil die Ecuadorianer, wie die „Wilden“ fahren. Ausserdem ist es komisch zu sehen, dass die Polizisten in der Stadt alle eine Pistole mit sich tragen. Mich erschreckt es, dass soetwas notwendig ist, denn es ist alles andere als selten, Schuesse zu hoeren. Das hoert sich jetzt alles schrecklich an, aber ich darf trotzallem alleine in die Stadt, was mir zeigt, dass ich nicht in allzu grosser Gefahr stecke. Alles in Allem kann ich behaupten, dass der letzte Monat der praegenste, interssanteste und beste in meinem Leben war. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt, habe Erfahrungen gesammelt, die ich nie wieder vergessen werde und bin durch Gefuehle gegangen, die ich niemals zu bekommen erwartet haette.

Muchas, muchas gracias, dass mir dieses wunderbare Jahr ermoeglicht wurde!

Rotary? Te amo!

Montag, 28. September 2009

Quito ♥ La mitad del mundo

Hallo ihr lieben daheim! :)
Ich muss euch unbedingt von meinem absolut tollen Wochenende erzeahlen...
Freitag haben wir uns direkt nach dem Mittagessen auf nach Quito gemacht. Die Fahrt habe ich, wie auch die letzten zwei Male, zum Schlafen genutzt, war aber trotzdem nicht wirklich ausgeruht. Angekommen ist nichts Spekatakuleares mehr passiert, ausser dass ich mein dormitorio bezogen habe, wir gegessen haben, ich mich mit meinem Onkel Alf wieder ein bisschen auf Deutsch unterhalten und geschlafen habe... Am naechsten Morgen ging es fuer uns so ca. gegen 9 nach ein paar Cornflakes con leche gekoppelt mit jogo de tomate auf zum Teleférico. Mein Vater hat, spendabel wie er ist, mein Ticket bezahlt, was doppelt soviel gekostet hat, wie das eines Einheimischen, nur weil ich eine Auslaenderin bin. Fand ich ja schon ein wenig unverschaemt, aber man sagt ja nichts, weil man nichts sagen kann. ;) Dann ging es los und ich wurde sehr an unseren Skiurlaub erinnert, weil die Gondel sehr der in Tirol geaehnelt hat. Allein die Fahrt auf den Berg war schon atemberaubend, aber als wir dann oben auf 4100(!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Metern angekommen waren, blieb mir doch glatt die Luft weg. Jaha, aus zwei Gruenden: 1. weil ich einfach nur "baff" war und 2. weil die Luft da oben, ganz simpel, einfach duenn ist. :D Wir mussten noch ein paar Meter bis zur Spitze des Berges laufen, was ganz schoen anstrengend war, auch wenn wir nicht schnell gelaufen sind. Und dann war es soweit: Ich, Johanna Brinkmann aus Raesfeld, habe eine Aussicht ueber die GANZE Haupstadt Ecuadors - unfassbar. Dieses Bild war einfach nur toll. Wir haben ein paar Bilder gemacht und ich wollte am liebsten gar nicht mehr weg. Da es fuer meine Familie aber nicht mehr ganz so interessant war (weil sie schon einige Male oben waren), ging es dann auch schon fast wieder runter. Unten angekommen, im Auto sitzend, habe ich das Erlebte erstmal ein bisschen verdaut, bis wir auch schon an der naechsten Atraktion ankamen: La mitad del mundo - die Mitte der Welt. Dessen Eintritt war wieder teuer, aber da ich wieder nichts bezaehlt habe, hat mich auch das nicht weiter gestoert. Dann ging es los in die Stadt der Mitte der Welt. Das sag ich jetzt nicht nur so. Bis zum Aequator musste man eine Zeit lang laufen und kam vorbei an kleinen Lokalen mit typisch, ecuatorianischem Essen, kleinen Indioshops und so weiter. Hat mich wieder einmal beeindruckt, sogar das gegrillte Meerschweinchen fand ich interessant, wenn auch traurig. ;) Dann waren wir endlich daaaaa - auf der Mitte der Welt! Uah, es war so toll. An sich ist es ja nichts Besonderes, auf einer orangen Linie zu stehen, aber sich vorzustellen, dass man einen Fuss auf die eine Seite und den anderen auf die andere Seite der Erde stellen kann ist schon irgendwo, mir fallen keine anderen Woerter ein, cool und verrueckt. :) Danach sind wir dann in das Museum der Mitte der Welt gegangen und haben uns da ueber die Indios, die Zeit und andere Dinge aufklaeren lassen. Auf Spanisch natuerlich, was bedeutet, dass ich etwas verstanden habe, aber nicht so viel, wie gerne gewollt haette. ;) Das Museum war unter freiem Himmel und da ich hier bekanntlich naeher an der Sonne bin, habe ich mir auch direkt mal einen fetten Sonnenbrand nach geschaetzten 10 Minuten eingefangen. Nach unserem Museumsbesuch ging es dann ins Haus, wo wir uns ein bisschen ausgeruht haben, bis wir dann am Abend in das Zentrum von Quito gefahren sind. Das war bis jetzt mit eines der schoensten Erlebnisse in Ecuador - Quito bei Nacht. Die ganzen alten, kulturellen Gebaude sind weiss, was bedeutet, dass sie in der Dunkelheit mit den ganzen Lichtern nur so erstrahlten. Richtig, richtig schoen. :) Mein Onkel Alf hat mir zu fast allen Gebauden etwas erzaehlen konnen, wovon ich wahrscheinlich aber nicht einmal mehr die Helfte behalten habe. Trotzdem war es sehr interessant. Besonders der Hauptplatz von Quito und die Kirchen haben mir sehr gut gefallen. :) Dann ging es noch in ein Lokal, welches in einer Strasse war, die nur so vor Leben bluehte... (Nein, wie poetisch ;) ) Wirklich, ich war wieder einmal so ueberrascht von der Mentalitaet der Suedamerikaner. Alle haben getanzt, wo es Musik gab, gespielt, wo es Spiele gab und so weiter. Danach sind wir dann auch wieder zum Haus, haben geschlafen und sind am naechsten Morgen in zwei Shoppingmalls, die sehr den deutschen, bzw. den europaeischen geaehnelt haben. Sowieso ist Quito sehr europaeisch, wie mir aufgefallen ist. Dort haben wir bei McDonalds gegegessen, was mir komischer Weise wie Heimat vorgekommen ist, obwohl ich hier von einem amerikanischen Restaurant spreche. Komisch... Dann haben wir noch meinen Verwandten Tschuess gesagt und es ging wieder nach Riobamba. :)
Ein unvergessliches Wochenende und schon muss ich mir wieder vor Augen fuehren, was ich fuer ein Glueck habe, hier zu sein...
Einen schoenen Montag wuensche ich euch! :)
Liebste Gruesse,
Johanna

Freitag, 25. September 2009

Peliculas :D

Guten Abend! :)
Habe eigentlich nicht viel Spannendes zu berichten von daher halte ich mich kurz. ;)
Am Montag habe ich wie immer einen Film geguckt. ;) Der war aber nicht so interessant. Irgendwann hat Iva dann eine SMS bekommen, ob wir nicht mit 2 anderen Freunden in die Stadt gehen wollen und das haben wir dann natuerlich gemacht. Ab ins Auto und los ging die 3-ruendige Fahrt durch die Stadt bis wir uns dann drauf geeinigt hatten, in den Giralda-Plaza zu gehen. Wenn man nicht weiss, was zu tun ist, fahert man einfach durch die Stadt, ohne Ruecksicht auf das Ozonloch. Haben ein bisschen rumgegammelt und dann ging es auch schon wieder nach Hause...:)
Der Abend war sehr schoen, auch wenn ich nur zu einem Smalltalk mit meinen neuen Freunden faehig bin. Am Dienstag hat mir die Anita aus dem Hause meiner Cousine meine Fingernaegel lackiert, was echt mega cool aussieht. In Deutschland mag ich wild aufgemachte Fingernaegel eigentlich nicht, aber hier ist das Standard welche zu haben und du bist quasi Outsider, wenn deine Naegel nicht kunterbunt sind. Danach haben Iva und ich "The boy in the striped pyjamas" geguckt. Ich habe ja schon viele Nazi-Filme geguckt und fand sie auch immer schlimm, wahnsinnig und absolut abscheulich, aber so einen dann in einem anderen Land zu gucken, laesst einen die ganze Geschichte Deutschlands nochmal ganz anders wahrnehmen. Nicht, dass ich mich fuer das was passiert ist schuldig fuehlen wuerde, aber geschaemt habe ich mich schon. Die Haerte war dann, dass ich am naechsten Tag in der Schule ein Harkenkreuz gesichtet habe. Wie konnen die Leute nur? Unglaublich, wie man sich aus so einer ernsten Geschichte einen Spass machen kann.
Am Mittwoch waren wir (die Austauschschueler) und die Leute aus einer Stufe unter mir in einem Kino in Riobamba, was aber nur fuer kulturelle Verantstaltungen genutzt wird. Wir sind hingelaufen, was irgendwie komisch war, weil die schicken Uniforman, gar nicht in die Strassen von Riobamba gepasst haben. Dort angekommen haben wir uns einen Film angeschaut, der von der Welt und dessen Fassetten gehandelt hat. War eigentlich ganz beeindruckend, aber ich habe die meiste Zeit genutzt um zu schlafen. :D Naja, am Nachmittag war ich ein bisschen geknickt, weil meine groesste Freizeitbeschaeftigung (IVAAAANNAAA) auf Klassenfahrt gefahren ist und ich von dortan Langeweile zu bekaempfen hatte. :D Habe mich dann meiner Lieblingsaktivitaet (Schuhe bemalen) hingegeben und mir ging's wieder gut.
Heute morgen habe ich endlich mal wieder ausschlafen koennen, weil meine Klasse, wie gesagt, in Kolumbien ist, und ich deswegen nicht zur Schule muss. :) Bin dann aber doch irgendwann aufgewacht, weil eine Grundschule neben meinem Fenster ist und es somit ziemlich laut war. Habe dann ein bisschen geskyped, bis ich dann mit Levke in die Stadt gegangen bin. Kaum zu glauben aber war, ich war das erste mal alleine in der Stadt - nach einem Monat! =-O Oh man... Es war einfach nur cool, hinlaufen zu koennen, wo ich hinlaufen moechte und einfach der Fakt, mal "frei" zu sein. Ausserdem habe ich sogar den "walk of fame" in Riobamba gefunden. :D Jetzt bin ich aber auch ordentlich muede und freue mich auf mein Bett.:)
Leute, jetzt bin ich schon einen Monat hier und ich kann zusammenfassend sagen, dass dieser Monat einfach nur toll, praegend und voller Gefuehle war! Unglaublich, was man in einem Montag alles erleben kann. Aber auch unglaublich, was man in einem Monat alles vermissen kann. Hier eine Liste, der Sachen, die am meisten fehlen bzw. die ich jetzt am meisten schaetze:
  • Nudeln
  • Wasser mit Sprudel
  • frei zu sein
  • mein Fahrrad
  • frische Luft
  • wechselnde Jahreszeiten
  • ein grosses Waschbecken
  • saubere Strassen
  • sich gescheit verstaendigen koennen
  • dunkels Brot
  • anti-oberflaechliche Leute
  • Teppiche
  • meine Freunde
  • meine Familie
So, jetzt habt ihr mal einen kleinen Einblick in die harte Seite Ecuadors. ;) Falls mir noch etwas einfaellt, werde ich es hinzufuegen.
Ich werde mich jetzt mal auf ins Bettchen machen, denn morgen geht's nach Quito - zur Mitte der Welt! Uah, ich freue mich schon! :)
Bis Sonntag oder so...
Ich habe euch lieb! :)

Montag, 21. September 2009

Paseo al San Pablo

Hola! :)
Wie geht's, wie steht's in Deutschland?
Wo fang ich nur an. Der Donnerstag war langweilig. Schule war wie immer langweilig, weil ich immer noch nicht viel verstehe. So langsam sollte das echt mal was werden; geht mir naemlich gewaltig auf die Nerven mich nicht richtig verstaendigen zu koennen. Am Nachmittag habe ich erst mit Sebas 2 Coldplay-Konzerte angeschaut und direkt hinterher "Koenig der Loewen" mit Ivanna... Uah, wie ich diesen Film liebe. War auch kein Problem auf Spanisch, weil ich ihn schon so oft geschaut habe. :) Das war der Tag eigentlich schon. Am Freitag mussten Levke und ich einen Vortrag in Englisch halten ueber die Unterschiede zwischen deutscher und ecuatorianischen Kultur, was fuer uns kein Problem war, weil uns genug ein- bzw. aufgefallen ist. :) Am Nachmittag habe ich mich nur fertig gemacht und ein bisschen relaxed, bis es dann auf meine Geburtstagsparty ging. Ich war ein bisschen nervoes, weil ich nicht wusste, wie es werden wuerde, weil ich zu den Leuten, die ich kenne, bis jetzt nur eine oberflaechliche Bindung habe. Wir haben uns alle im "Fogong" getroffen, einer kleinen Bar in Riobamba. Es sind wirklich viele Leute gekommen und ich habe mich soo gefreut. :) Wir haben ein bisschen gesessen, geredet, soweit es ging und dann sind wir in eine Disco gegangen. Eintritt: 3$. Herrlich! :) Dort wurde ordentlich getanzt und ich habe viele tolle Leute kennen gelernt. :) Ausserdem habe ich noch Leute getroffen, die ich zu Anfang in Ecuador kennen gelernt habe. Es war wie alte Freunde wieder sehen. Dann sind wir ENDLICH zum ersten Mal hinten in einem... wie nennt man die Autos, die hinten offen sind? Keine Ahnung, auf jeden Fall so ein Auto. Ich hab mich gefreut ohne Ende. :) Wir waren ziemlich viele und irgendwann, als wir dann keine Lust mehr hatten, haben wir auf einer Strasse angehalten und da weitergetanzt. Das liebe ich an den Suedamerikanern; sie sind soooo spontan. Irgendwann mussten wir dann auch nach Hause und ich habe bei Iva geschlafen, weil sie alleine im Haus war. Am naechsten Morgen sind wir schon um 7 aufgestanden und dann gegen 8 auf nach San Pablo in die Provinz Guayas gefahren. Waehrend der Fahrt habe ich viel geschlafen, was ich ein bisschen bereue, da ich jetzt weiss, wie schoen der Weg dorthin war. Ich hatte damit gerechnet ein bisschen Kuesten-Luft zu schnuppern, aber es war der pure Jungle. Uaaah, ich war einfach nur beeindruckt und total ueberweltigt, wie schon so oft. Wir haben in einem schoenen Haus gewohnt, was komplett von der Familie Donoso, der Familie muetterlicherseits, besetzt war. Ich habe insgesamt 4 Generationen kennen gelernt. Oma meiner Mutter, Mutter meiner Mutter, Cousinen und Schwestern meiner Mutter und ihre Nichten. Sehr cool. :) Am Nachmittag waren wir in der Kaesefabrik, die auch auf dem Grundstueck ist. Wenn ich spaeter keinen Job finde, ziehe ich nach Ecuador und werde Kaesemacherin, Leute; das liegt mir. :D Aber nur im aussersten Notfall. ;) Dann haben wir die Ferkel angeguckt und ein bisschen mit ihnen gespielt, was seehr lustig war. Soviel gelacht, wie an dem Nachmittag habe ich schon lange nicht mehr. :D Dann sind Ale, Iva und ich auf in den Jungle, haben Bananen gepflueckt und haben dem Gerausch gehorcht, das man nur von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" aus dem Hintergrund hoert. Die Grillen, wisst ihr? ;) Naja, tut auch nichts zur Sache, auf jeden Fall, war es wunderschoen und ich habe wieder einmal gedacht, was fuer ein Glueck ich habe hier sein zu duerfen. :) Am naechsten Tag haben wir die Quesos zu Ende gemacht und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Diesmal habe ich mir fast den ganzen Weg angeschaut. :) Den Nachmittag habe ich relaxed, mit Iva Filme geschaut und mit meiner Lieblingsschwester telefoniert!
Morgen geht's wieder in die Schule und ich bin ueberhaupt nicht motiviert!
Wie war das Schuetzenfest?
Wie ist eure erste Klausur gelaufen?
Liebste Gruesse aus dem fernen Ecuador,
Johanna

Donnerstag, 17. September 2009

Enferma...

Holaaa todos!
Es folgen:
DIE BERICHTE DER LETZTEN TAGE!
Am Sonntag habe ich mit meiner ecuatorianischen Familie ein bisschen meinen Geburtstag gefeiert. Es gab Wuerstchen zur Feier des vorherigen Tages und ich habe mich irgendwie total darueber gefreut. Ein bisschen Heimat. ;) Die restliche Zeit bis zum schlafen gehen habe ich genutzt, um mich ein bisschen zu erholen. Das haette ich noch sorgfaeltiger machen sollen, wenn ich gewusst haette, was mir am naechsten Tag blueht.
Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und von da an hatte ich die schwereste Ecuatorianische Zeit meines Lebens - zumindest bis jetzt. Habe den ganzen Tag mit einer Margen-Darm-Grippe gekaempft und wusste echt nicht so ganz wie ich das ueberstehen sollte. Alles fremd, besonders diese Situation, ohne eine Mami, die einen den ganzen Tag mit Cola, Zwieback und Salzstangen umsorgt. Das mir schon etwas zum weinen zumute, was ich aber noch unterdrucken konnte. Meine Familie hat sich auch ruehrend gekuemmert. Zumindest in der Zeit als sie alle zu Hause waren. Ansonsten hat Anita diesen Part uebernommen. Ja, das war auch schon der Montag, da ich zu nichts anderem faehig war, als krank sein. Am Dienstag ging es dann schon ein bisschen bergauf, wobei ich schon ein bisschen geschockt war, dass ich direkt wieder zur Schule musste. In Alemania haette meine Mama mich mindestens noch 2 Tage laenger zu Hause gelassen, damit ich wieder richtig fit bin. Aber was ist in Ecuador schon so wie in Deutschland? In der Schule habe ich ein Maedchen getroffen, was auch aus Deutschland kommt und seitdem in meine Klasse geht. Sie heisst Levke und ist sehr nett. :) Nachmittags habe ich mich noch ein bisschen auskorriert und 2 Filme geguckt. (Das macht man hier aber nicht nur um sich von einer Krankheit zu erholen, sondern eigentlich jeden Tag, weil man nichts anderes zu tun hat. Das ist mir bis jetzt so aufgefallen, aber bei mir ist dieser absolute Langeweile-Fall noch nicht eingetreten.) Heute war eigentlich ein recht cooler Schultag und ich hatte zum ersten Mal das Gefuehl, dass ein bisschen Alltag eintritt. Ich habe wieder ein Maedchen aus Deutschland in der Schule getroffen. Eher gesagt eine Frau, weil sie eine ehemalige Austauschschuelerin aus Deutschland ist, die auch das Jefferson-Colegio gegangen ist. War cool sich mit ihr auszutauschen. Nachmittags bin ich mit Levke und Ivana in die Stadt gegangen, wo ich mir fuer einen geschlagenen Dollar 3 (!) Flaeschchen Nagellack und fuer 4 Dollar 4 Filme gekauft habe. Da fuehlt man sich immer, wie der groesste Schnaeppchen-Finder, was aber nicht stimmt, da billig einkaufen fuer ein europaeisches Maedchen hier normal ist. :D Dann sind wir, haltet euch fest, zur Post gegangen, weil meine Mutter hier mir gesagt hat, dass ich das unbedingt tun sollte. Dort angekommen musste ich meinen Pass vorzeigen, 1 Dollar hinblaettern und taaaadaaaaaaa hatte ich ein Geburtstagsgeschenk von meiner Familie aus Deutschland in der Hand. Uaaaah, das war ein unbeschreibliches Gefuehl. Da ist das ein oder andere Traenchen geflossen und ich habe mich gefreut wie Bolle. Ich wurde die ganze Zeit gefragt, ob ich traurig sei oder Sonstiges, aber neeeein, ich war so gluecklich. Von meiner Familie was in der Hand zu halten, ist so toll und erinnert mich an mein vollkommen anderes, dennoch perfektes Leben in Deutschland. Wirklich so lange man hier ist, immer was zu tun hat, bleibt kaum Zeit an die Heimat zu denken. Natuerlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde, aber das Leben woanders nimmt einen so sehr in Anspruch, was durch die ganzen aufkommenden Probleme nur noch verstaerkt wird. Trotzallem, liebe Familie, ich vermisse euch sehr und freue mich unendlich ueber das Packet. Ihr seid die beste Familie, die man sich vorstellen kann und ich bin froh, euch an meiner Seite zu wissen. :) Ich liebe euch! Das selbe gilt auch fuer meine Freunde; besonders Koddi.
Ja, wie ihr seht waren die letzten Tage bestueckt mit sentimentalen Phasen. Man koennte jetzt anfangen und diese Tage schlecht reden, was ich weiss Gott nicht moechte. Ich traue mich jetzt einfach mal zu schreiben, dass das lauter neue Erfahrungen fuer mich waren, die mich praegen.
So, Schluss fuer heute und bis bald...
Eure Johanna

P.S. Danke, dass ihr meinen blog immer so fleissig lest und an mich denkt. :)
Achja, falls ich im ICQ einfach mal so weg sein sollte, dann liegt es wahrscheinlich an meinem miserablen Internet! ;)

Montag, 14. September 2009

Campamento y cumpleaños

Buenas noches!
Wie geht es euch?
Nach 5 Tagen in Quito ist es so langsam mal wieder Zeit fuer einen Bericht. :)
Am Mittwoch sind die anderen beiden Austauschschuelerinnen aus meinem Club und ich so gegen 10 Uhr in Quito angekommen. Wir waren die Letzten, was aber nicht weiter tragisch war. Haben dann Namensschilder, Polos und Equipment fuer die Unterrichtsstunden bekommen. Es waren Leute aus Frankreich, Belgien, Daenemark, Brasilien, Deutschalnd, USA, Canada, Japan, Taiwan, und Finnland da. Wir haben uns alle sofort super verstanden und von da an wusste ich eigentlich, dass wir unglaublich coole 5 Tage haben werden. Es ging los mit einer Rotary Orientation, inder genau das erzaehlt wurde, was ich schon gefuehlte 300 mal gehoert habe. Naja, auf Spanisch ist doch auch mal was, gell? :) Dann mussten wir einen 8 oder 9 Seiten langen Test machen, mitdem unser Spanischwissen abgefragt wurde. Es gab insgesamt 5 Gruppen und ich war in der 3, was heisst, dass mein Spanisch genau "mittel" ist. Ich war froh, dass ich in der Gruppe gelandet bin, denn so sind wir in allen Tagen die ganze Grammatik nochmal durch gegangen, die ich auch schon in der Schule hatte. Ziemlich praktisch, da ich dummerweise gar keine Spanischutensilien mit hierher gebracht habe und somit jetzt alles wieder neu nachlesen kann, falls ich Fragen habe. Wir hatten jeden Tag 5 Stunden Spanisch, was schon ziemlich anstregend war, aber auch lustig mit den anderen zusammen. Dadurch, dass die anderen auch Austauschschueler sind und quasi das Gleiche "durchmachen" wie ich, tut es einfach nur super gut, sich mal austauschen zu koennen. Besonders mit den Deutschen habe ich viel geredet, weil es einfach nur toll ist, reden zu koennen ohne grossartig nachdenken zu muessen. Man konnte sich endlich mal ueber tiefgruendigere Dinge unterhalten, wie Gefuehle, erste Eindruecke und Erfahrungen, die man gesammelt hat. Obwohl ich noch nichtmal einen Monat hier bin, denke ich jetzt schon, dass ich so manche Dinge anders sehe und anders ueber sie denke. Was ich hier gerade erlebe sind Sachen, die mich fuer mein Leben praegen und deswegen bin ich so unendlich dankbar, dass ich hier sein darf.
Spanischstunden waren immer morgens und nachmittags hatten wir Rotaryorientationen, die unteranderem ueber Vergewaltigungen bis hin zum Kulturschock reichten. Das Meiste wusste ich schon vorhher, trotzdem war es schockierend zu hoeren, dass Maedchen in Taxis vergewaltigt werden, die Politik die armen Leute besticht, um ihre Stimmen fuer Wahlen zu bekommen und andere "Dinge". Gerade heute habe ich mir noch Gedanken darueber gemacht, dass Ecuador zwei Gesichter hat. Zum einen sind hier die ausgelassenen Suedamerikaner, die ihr Leben geniessen, Party machen, auch mit Nichts zufrieden sind und auf der anderen Seite sieht man schwerbewafnete Polizisten auf der Strasse um Riesenmauern um Hauser. Allein zu wissen, dass sowas noetig ist, ist etwas, was sich irgendwo total von Deutschland unterscheidet und gerade deswegen denke ich, dass ich dem richtigen Land gelandet bin...
Mein Geburtstag war einfach nur super. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie sehr mir die anderen jetzt schon ans Herz gewachsen sind. Kann es jetzt schon kaum erwarten, sie alle in einem Monat bei unserer Strandreise wieder zu sehen. Ich wurde morgens geweckt von strahlenden Gesichtern, bin dann ins Bad, wo der Spigele mit Lippenstift und einem "Happy B-day" bemalt war. :) Nachmittags sind wir in die Shoppingmall, wo ich einfach nur die ganze Zeit gegessen habe, weil 1. die Shops viel zu teuer waren und 2. unser Hotal miserable, kleine Portionen zum Essen serviert hat und wir einfach nur ausgehungert waren. Abends bin ich dann samt Klamotten im Pool gelandet und habe Geschenke bekommen. :) Diesen Geburtstag werde ich wohl in meinem Leben nicht vergessen, so schoen war er, auch wenn ich meine deutschen Freunde und meine Familie an dem Tag vermisst habe. An dieser Stelle !DANKE!, dass ihr mir alle geschrieben habt! :)
Soo, ich werde mich jetzt mal ein bisschen ausruhen, da morgen mein 3. Schultag ansteht und es gestern ein "bisschen" spaet geworden ist. ;)
Ich habe euch lieb.
Liebste Gruesse aus Ecuador,
Johanna

Dienstag, 8. September 2009

Colegio

Hola mis corazones... :)
Alles toeffte bei euch?
Hier wieder ein paar Geschichten aus meinem ecuatorianischen Leben. :)
Am Sonntag bin ich mit meinen Geschwistern auf einen kleinen Jahrmarkt gegangen. Wir sind Tretboot gefahren, was ziemlich lustig war, weil wir zu 7 in dem Boot sassen, das Boot an sich schon super schwer war und nur exakt 2 Leute trampeln konnten. Das heisst, dass wir fuer eine Runde von ein paar Metern ca. eine Stunde gebraucht haben. :D Naja, ansonsten war der Nachmittag eher uninteressant, weil keiner sich mit mir unterhalten hat, ich mich mit keinem unterhaltenkonnte und ausserdem war es kalt bis zum geht nicht mehr. Jetzt zu den interessanten Dingen: Mein erster Schultag! :)
Uaaaaaaaaah, Schule in Ecuador ist soooo coool.
Montag Morgen habe ich mich gefuehlt wie ein kleiner Erstklaessler. :D Es war sehr aufregend. Ich bin mit meiner Tante und meiner Cousine zur Schule gefahren. Es war der erste Tag ohne Wolken, seitdem ich hier bin von daher habe ich auf dem Weg dorthin den Chimborazo in seiner vollen Schoenheit gesehen. Umwerfend. :) Dann waren wir da, die Aufregung stieg, war aber auch gleich wieder weg, weil ich meine Freunde getroffen und auch noch die andere Austauschschuelerin aus den USA, die zu meinem Entsetzen aber schon fliessend Spanisch konnte, das aber auch nur, weil das ihre first language ist und der Vater aus Mexico kommt. Dann wurden alle Schuler von der Direktorin begruesst und die Hymne von Ecuador wurde gespielt. Ohjaa, alles so offiziel. Mit meiner Uniform habe ich mich sofort dazu gehoerig gefuehlt. :) Dann ging es auch schon in die Klassen. Sehr trist sage ich euch. In Deutschland haben wir ja wenigstens etwas an den Waende, aber hier hallt es, weil der Raum so leer ist. Wir haben Tische und Stuehle aneinander haengend, was ich ziemlich cool finde. :) Dann kam auch schon der erste Lehrer, was mir nicht aufgefallen waere, wenn meine Cousine mich nicht aufmerksam gemacht haette, so laut war es in der Klasse. Irgendwann haben sich dann alle hingesetzt, was aber nicht lange anhielt, weil die ersten dann schon wieder zu Freunden gelaufen sind, um von den Ferien zu erzaehlen. Aufstehen und labern ist die Devise. :D Hast du Lust dich zu schminken? Kein Problem. :D Oh man, einfach so anders als in Deutschland. Alle sind einfach mega respektlos manchen Lehrern gegenueber, was ich nicht so gut finde. Hier werden die Lehrer beim Vornamen genannt. Zwischen manchen Lehrern und Schuelern ist das Verhaeltnis aber so gut, dass sie sich zwischendurch "Checks" geben. Lustig. :D Dann ging es nach 4 Stunden auch schon nach Hause. Normalerweise habe ich jeden Tag 8 Stunden, was ich ziemlich viel finde. Naja, werde ich mich dran gewoehnen muessen. Bleibt viel Zeit, um zu Malen und natuerlich um Spanisch zu lernen. :) Nachmittags habe ich meinen Rock kuerzen lassen und der Blazer wurde korregiert, weil die ecuatorianischen Schneidereien es irgendwie nicht so drauf haben. Abends bin ich mit Iva, meiner Mutter und zu meinen Geschwistern zu einem deutschen Symphonie Orchester gegangen. Ich dachte erst: "Oh man, wird bestimmt langweilig!", aber es war alles andere als das. Ich habe jede Minute genossen, weil 1. die Musik wunderschoen war und 2. die Leute des Orchesters alle Deutsch gesprochen haben. Ich meine, eigentlich ist das ja natuerlich fuer ein deutsches Orchester, aber nicht fuer eine kleine Austauschschuelerin, die keine Ahnung wie viele 1000 km von zu Hause entfernt ist und trotzdem Deutsch sprechen kann. Es hat so viel Spass gemacht. :) Und mir ist aufgefallen, dass seitdem ich hier bin weiss, wie schoen ich Deutschland finde. :) Gestern abend war ich sogar zum ersten Mal richtig stolz auf mein Land und habe mich gefreut eine Deutsche zu sein. Das ist aber nicht immer so, wenn man bedenkt, dass ich schon 2 mal gefragt wurde, ob ich denn ein Nazi sei. Naja, darauf wurden wir ja vorbereitet. Nachdem Orchester sind wir zum Rotary-Club gefahren und dort habe ich mein erstes Taschengeld bekommen - 60$! :) Davon kann man viele Schuhe kaufen. Hier geht das Geld echt weg wie warme Semmeln. ;) Heute war mein 2. Schultag und ich hatte einfach nur Langweile. Konnte meine Plaene vom Spanisch lernen und Malen schon gut umsetzen... :) :D Ich musste die gruene Uniform tragen, die sehr gemuetlich ist. Ich gehe quasi zum Relaxen in die Schule. :D In keinem Fach verstehe ich irgendwas, ausser in English, welches sowas von dermassen einfach ist. Unsere Lehrerin hat den Leuten heute beigebracht, dass wenn sie etwas nicht verstehen "I don't understand" zu sagen haben. Das ist doch mal was.
Naja, liebe Leute. Ich werde jetzt mal rueber zu Iva und ein Film gucken.
Ich melde mich dann am Montag um euch vom Spanisch-Camp und von meinem ersten Geburtstag in Ecuador zu berichten. ;)
Liebste Gruesse,
eure Johanna

P.S. Liebe Ruth! Ich hoffe, du hattest einen wunderbaren Geburtstag! :)
Ich hab dich lieb!

Montag, 7. September 2009

Yo amo Ecuador

Hallo meine Lieben!
Wie geht es euch im weitentfernten Deutschland?
Ich hoffe, dass alles okay ist.
Die letzten Tage waren sehr "voll", deswegen finde ich erst jetzt die Zeit zu schreiben.
Am Mittwoch war ich zum ersten mal in Ecuador zum Friseur. Ihr koennt euch nicht vorstellen, was fuer eine Angst ich hatte. Mein Pony war so lang, dass ich fast nichts mehr sehen konnte und deswegen wollte ich ihn ein kleines Stueck kuerzer haben. Das erklaere aber mal auf Spanisch. Naja, ist dann aber doch alles gut gegangen, weil meine Cousinen dabei waren. Wir haben fuer 3 Haarschnitte 10 Dollar bezahlt. Stelle sich das mal einer vor. Dann habe ich mit Ivanna "Forrest Gump" geguckt. Zum ersten Mal in meinem Leben. Oh mein Gott, musste ich weinen. Fast so, wie bei "My girl"... ;) :D Abend sind wir zum "Fogong", einem gemuetlichen Restaurant und haben da den Geburtstag einer Freundin gefeiert. Ich habe mich die ganze Zeit mit Iva unterhalten - sie ist einfach toll. Sie aehnelt mir charakterlich sehr, denke ich bis jetzt zumindest. Am Donnerstag habe ich mit Iva Spanisch gelernt. Ich habe festgestellt, dass ich die Grammtaik eigentlich soweit drauf habe, mich nur nicht so traue, zu sprechen. Naja, ich hoffe, dass sich das aendert, sobald ich das Spanish-Camp hinter mir habe und ein bisschen mehr Sicherheit habe. Dann sind wir in die Stadt und haben Schuhe gekauft. Uaaaah, fuer 4,5$. Hallo? :D Oh mein Gott, ich liebe sie. :) Als wir abends zurueck kamen, habe ich meine Uniform zum ersten Mal anprobiert und haette sie am liebsten anbehalten, weil sie mir so gut gefaellt. Ein bisschen wie in Hogwarts. Hach, ich freue mich auf morgen - MEINEN ERSTEN SCHULTAG! :) Am Freitag haben Iva und ich uns um die Angeleigenheit "Maedchen aus Belgien" gekuemmert. Sie ist, wie ich, eine Rotary-Austauschschuelerin, aber ihr gefaellt es hier gar nicht. Iva hat bei ihr zu Hause angerufen, ob sie nicht Lust habe, mit uns in die Stadt zu gehen. Sie hatte keine. Fand ich schon ein bisschen komisch. Nachher sind wir dann mit einem Freund in die Stadt gegangen und haben sie mit ihrem Cousin getroffen. Komischer. Auf die Frage, ob sie jetzt mitkommen wolle, meinte sie nur, dass sie schlafen muesse. Am komischsten. Mein Vater hat mir gesagt, dass sie wieder nach Belgien fliegen wolle. Ich habe dafuer kein Verstaendnis, weil man das nach 2 Wochen noch nicht entscheiden kann. Naja, aber ich respektiere es. Nebenbei, ich habe wieder Schuhe gekauft. Ich liebe sie nochmehr, weil sie meine eigene Kreation sind. :D Am Samstag musste ich ganz frueh aufstehen, weil ich mit den Donoso's in die Berge gefahren bin. Eigentlich bin ich ja immer in den Bergen, aber gestern waren wir auf 3500 Metern. Die Luft wurde ganz schoen knapp, aber das Panorama hat alles entschaedigt. Oh mein Gott, wie schoooooeeeen! Ihr koennt es euch nicht vorstellen. Sowas Schoenes. Wir sind auf eine Farm gefahren mit ganz vielen anderen Leuten und habe da ganz typisch ecutorianisch gegessen. :) Es war sehr lecker und ich habe das Gefuehl, dass ich mich so langsam an das Essen hier gewoehne. :) Als wir in das Haus der Farm kamen, habe ich mich gefuehlt wie Harry Potter, weil es exakt, wie das Haus der Weasley's war. Wirklich. Ganz klein, eng und zugestellt - einfach suuuuper schoen. Oh man, ich war ganz geflasht. Erst von der wunderschoenen Umgebung und dann von dem schoenen Haus. Dann sind Ericka und ich noch auf einem Pferd geritten und haben uns die Berge nochmal genauer angeschaut. Dieser Moment war der bis jetzt ueberweltigenste Moment in meinem Leben. Ich sitzte auf einem gemuetlichen Pferd, mitten in dem wunderschensten, groessten Gebirge der Welt, umgeben von frischer (smokfreien) Luft und die Sonne strahlt auf mich herunter. Uaah! Ich liebe Ecuador! Als wir nach Hause gefahren sind, war ich auch ordentlich muede, aber bin trotzdem noch mit den anderen zu einer Hausparty gegangen, die aber langweilig und erschreckend war, weil die Leute alles kaputt gemacht haben und das sogar gewollt. Nicht so mein Ding. Heute war ich mit meiner Familie in Guano, wo wir auch wieder ecuatorianisch gegessen haben. So ziemlich das Gleiche wie gestern, aber das wusste meine Familie ja nicht. Dann bin ich mit Freunden von Sebas, ihm und Ale in die Stadt gegangen, was aber uninteressant war und sooo cald. Mama, Papa, warum habe ich meine Fliessjacke nicht eingepackt. Hier ist es so kalt. Naja... :) Jetzt werde ich mal schlafen gehen, die letzten Tage verdauen und mich mental auf die Schule vorbereiten. Ich freue mich schon soooo!
Ich wuensche euch eine wunderschoene Nacht! :)
Liebste Gruesse aus Ecuador sendet euch:
Johanna