Guten Abend!
Mittlerweile stehe ich schon kurz vor der 2. Nacht in meinem neuen zu Hause.
Ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie strange sich das anfuehlt.
Vorgestern Abend habe ich alle meine Sachen soweit fertig gemacht, sass ein bisschen mit meiner Familie zusammen, habe mir traurige Blicke zuwerfen lassen und habe ein bisschen mit meiner kleinen Schwester geweint. Sie hat mir etwas in mein Tagebuch geschrieben, wo man einfach nur weinen kann. Am naechsten Morgen ist mein ganzer Kurs + der Jahrgang unter uns in das Stadium Riobambas gefahren, um die Wahl der "señorita deportes" aus ganz Riobamba anzugucken. Ich war froh irgendwas zu unternehmen, was mal nicht mit dem Umzug zu tun hat, geschweigedenn mit irgendwas anderem, was gefuehlsmaessig anstrengend ist. Es herrschte ein Ambiente- Ui, mega cool. Alle Schulen aus Riobamba w

aren versammelt und haette ich es nicht besser gewusst, waere ich mir sicher gewesen, dass wir uns auf einem Tokio-Hotel-Konzert befinden, so dermassen wurde gekreischt. Die señorita aus meiner Schule ist aber nur 3. von ca. 20 geworden. Ay, que pena. :D Danach ging es dann nach Hause, wo ich den letzten Feinschliff an meinen Taschen gemacht habe, Zeit mit meinen Hundebabies verbracht habe und natuerlich mit meiner Familie. Dann habe ich nur noch bis 6 gewartet und dann klingelte es auch schon am Tor und meine neue Familie + Sabrina kamen zur Tuer herein. Ay... Keiner kann sich vorstellen, wie strange das war. Neue Koffer rein, meine Koffer raus - begleitet von Traenen. Sogar mein Bruder hatte glasige Augen. Ich war echt mega fertig mit der Welt, obwohl ich in der selben

Stadt bleibe, ich weiterhin auf das gleiche colegio gehe und so weiter. Trotzdem ging's mir bei diesem Abschied fast schlechter, als beim Abschied von Deutschland nach Ecuador. Als ich dann meine letzte Tasche (die eine von gefuehlten 100 - wo kommen nur die ganzen Sachen her?) in's Auto gebracht habe, kam mein Prieto-Vater zu mir. Ich wollte ihn gerade fragen, ob ich die Schluessel fuer's Haus gleich Sabrina geben soll, da meinte er schon: "Nein, nein. Dieses Haus, bleibt dein Haus. Behalte sie und komm so oft zu uns, wie du kannst." Oh man. Wie tooooll! Dann ging's in mein neues Auto, in mein neues Haus, in mein neues Zimmer und zu guterletzt in meinen (haltet euch fest) BEGEHBAREN KLEIDERSCHRANK! Haben dann zu Abend gegessen, meine Gastgeschenke wurden mit Begeisterung aufgenommen und ich noch dazu. :) Trotz aller Vermissung der anderen Familie, kann ich echt sagen, dass ich eine super coole Familie abbekommen habe. Mein Vater heisst Ramiro, wie der alte, meine Mama Maria, meine Schwester, die in Quito studiert und nur am Wochenende da ist, heisst Isabella und die andere, die in Deutschland gerade ihren Austausch macht, heisst Maripaz. :) Das Haus ist ganz anders, als das ander

e. Viel ecuatorianischer und dazu noch viel groesser. Interessante Angelegenheiten. Mein erster Eindruck ist wunderbar. Heute sind wir direkt nach Baños gefahren mit meinen Grosseltern. :) Auch sehr nette Leute. :) Meine Schwestern, sowie mein Opa und meine Mama haben deutsche Staatsbuergerschaft, koennen aber kein Deutsch. Macht aber nichts. Mittlerweile kann ich Spanisch sprechen, was der einzige grosse Unterschied vom "Neuankommen" war. Wir haben Wasserfaelle angeguckt, eine Fabrik von Holzfiguren und wie Leute Bungee gesprungen sind. Sowas von cool. :) Bald machen meine neue Schwester und ich das, was man auf meiner To-do-list nachlesen kann. Soo, ihr seht liebe Leute, das Leben in Ecuador kann ganz schoen verwirrend sein. Von total am Boden, bis in den Himmel, oder wie man das sagt.
Ich gruesse euch mit den dicksten Wangenkuesschen.
Johanna
Hey Johanna,
AntwortenLöschenna Gott sei Dank, du hast es geschafft, hört sich ja sehr nett an deine neue Familie, genieße auch weiter dein Leben in Riobamba, ein dickes Wangenküsschen zurück, drück dich,
Ulli!!!!!!!!!