Dienstag, 22. Juni 2010

Ein Abschied jagt den anderen.

Buenos dias, mis queridos.
Viele Abschiede wurden in den letzten Tagen hinter sich gebracht, alles andere als leicht, aber so ist nun mal das Ende eines Austausches.
Nach dem ich mich von Luise verabschiedet hatte, bin ich mit meiner Mutter und meiner Schwester zu Patchy gefahren, einer guten Freundin meiner Mutter. Sie ist einer besonderen Heilkunde maechtig und hat mir dann an Paci eine "limpieza" gezeigt. Eine Reinigung des Koerpers durch Magnete, die alle aufkommenen Krankheiten heilen und teilweise auch bereits Vorhandene. Dennoch bezweifel ich ein bisschen, dass es funktioniert. Oder bin mir noch nicht sicher, besser gesagt. War aber trotzdem mehr als interessant. :) Patchy, die Alex' erste Gastmutter war, hat Alex, Sabrina und mich dann noch auf einen Fruchtsalat eingeladen und als wir von diesem herrlcihen Essen nach Hause kamen, habe ich mich direkt hingelegt. Diesen Tag ging es mir gar nicht gut. Abends bin ich dann mit den Maedels noch im San Valentin essen gewesen, was irgendwie ganz komisch war, wegen der Bindy-Sache.
Am Freitag war ich den ganzen Tag ganz unruhig, da ich viel an Luise, Lukas und Uli denken musste, die so gegen 17 Uhr ecuatorianischen Boden verlassen haben. Davon wurde ich aber ein wenig abgelenkt von Sabrina, Alex und Ale, mit denen ich unseren letzten Fruchtsalat in der Gruppe zu mir genommen habe. Wir sind Tretboot gefahren und es war ganz idyllisch, wenn auch sehr traurig irgendwo. Mein ganzes ecuatorianisches Leben habe ich Fruchtsalate mit ihnen gegessen und das war's nun. :( Abends haben wir und mal wieder auf ins Tentadero gemacht, nachdem wir ein bisschen in der Classic Bar Karten gespielt haben. :) Ein letztes Mal habe ich mir "Sexy movimiento" gewuenscht und wurde bitterlich enttauscht, da sie es nicht gespielt haben. Anschliessend ging es dann auch schon zu Alex, wo wir ins zu viert in ein Einzelpersonenbett gequetscht haben und Harry 5 geguckt wurde. Sehr unbequem!!! Gegen halb 5 waren wir dann auch schon wieder putzmunter, haben noch ein bisschen gequatscht, bis dann der Morgen kam und somit auch der Abschied, der ersten Riobamba-Freundin. :( Alex. Wir haben zusammen gefruehstueckt und dann ging es auch schon samt Gepaeck nach unten in die Garage, wo die Motoren des Autos angeworfen wurde und es fuer uns Zeit wurde "Chau" zu sagen. Ich war so unendlich traurig. Das ganze Jahr habe ich mit ihr verbracht, bin durch dick und duenn gegangen und jetzt weiss ich noch nicht mal, wann ich sie wieder sehe. :( Sie, wie auch Sabrina und auch irgendwo Bindy, sind Ecuador fuer mich. Wie Schwestern und nun geht diese Zeit zu Ende.
Weinend wurden wir dann nach Hause gebracht, wo auch schon die ganze Sippe auf mich wartete. Alle Schwestern meines Vaters hatten sich in unserem Haus eingefunden, da am folgenden Tag der Vatertag folgte. Wir haben lecker gegessen und danach habe ich mit meinen Schwestern und meiner Cousine nochmals Recuerdame geguckt. Naja, ich habe geschlafen. Abends sind wir dann nochmal ausgegangen. Habe mich gut unterhalten und sehr gut getanzt. :) Meine Schwestern sind cool.
Am Sonntag war dann ecuatorianischer Vatertag. Nicht so gross wie Muttertag, aber trotzdem noch groesser als ein deutscher Muttertag. Verstanden? :D Haben uns mit allen Geschwistern auf gemacht zu meinen Grosseltern, wo wir wieder gegessen haben uns ueber Gott und die Welt diskutiert haben, besonders Fussball. Ich liebe Familienessen. :) Alle sind immer so nett zu mir und behandeln mich wie eine Tochter. :) Das war's dann auch schon vom Sonntag, weil alle noch total muede waren vom Vortag.
Gestern haben mich mein erster Gastvater, Sebas, Ale, Sabrina und natuerlich Bindy abgeholt, um sie zum Flughafen zu fahren. Trotzallem was passiert ist, ist sie mir ja immer noch wichtig und Freunde waren oder sind wir auch die laengste Zeit gewesen, von daher habe ich gar nicht anders ueberlegt, als sie zum Flughafen zu bringen. Nach 3 Stunden Fahrt, hat sie das Check-In hinter sich gebracht, bis sie dann nach einem Hamburger und ein paar Pommes entgueltig hinter dem Gate-Tor verschwunden ist. Ein sehr komisches Gefuehl. So traurig, wie bei Alex war es aber bei Weitem nicht, zumal sie sich sehr gefreut hat zu gehen.
So, jetzt fogt nur noch Sabrina's Flug am Sonntag und dann steht mein Abschied schon vor der Tuer.
Heute bin ich genau 10 Monate hier und habe noch 24 (Holt den Adventskalender raus, Leute!) Tage vor mir. Wie viel komischer koennen Gefuehle sein?
Liebste Gruesse,
Johanna

2 Kommentare:

  1. Oh Hanna,
    ich kann das soooo gut verstehen,bin auch unendlich traurig,dass Itzel weg ist....
    Sie war wie eine 3. Tochter für mich,manno!
    Aber,so ist wirkliches Leben nun mal..
    Wir schauen jetzt nur nach vorne,denn das Wichtigste für uns,bist natürlich duuuuuuu!!!!
    24 Tage,es ist unfassbar wie schnell doch 11 Monate vorbei gehen,wir freuen uns soooooo sehr auf dich!!!!!
    Bin jetzt schon so dermaßen aufgeregt,das kannste dir nicht vorstellen...
    Man man, werd ich heulen!!! :)
    Ich wünsche dir eine schöne Restzeit mit deiner Familie uns zähle die Tage,bis wir uns wiedersehen.
    Pass gut auf dich auf!!!
    Hab dich ganz doll lieb und vermisse dich seeeeeeehhhhhhhhhrrrrrrr!!!!
    Bis ganz bald, Mama

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  2. Hallo Hanna,
    man o man, ist denn schon wieder Weihnachten?
    Noch 24 Tage, wie die Zeit doch vergeht. Genieße jeden Augenblick !!!!!!!!!!!!! Viel Spaß noch,
    bis bald,
    die Frechens

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