Montag, 28. Juni 2010

semana dura - oh si

Hallo meine Lieben!
Wie auch meine 10-Monats-Glocke, schlug irgendwann dienstags die Hausglocke und Sabrina stand vor der Tuer. Sie ist vorbei gekommen, um sich nochmal von allen gebuertig zu verabschieden, was wir dann mit einem Gang zum Giralda-Plaza nochmal offiziel gemacht haben. Es gab im Fogong Sport einen netten Burrito. Tacco oder wie auch immer man ihn nennen will. Ich liebe dieses Gericht. Als wir uns dann wieder im Hause Tinajero Baldus eingefunden hatten, wurde der Film Plan B in den Player gelegt und wir haben das SUESSE Popcorn mit einem Genuss zu uns genommen, denn auch in Taiwan ist suesses Popcorn die Sitte und nicht das salzige Zeugs, auf welches alle Ecuatorianer so abfahren. Film doof, Popcorn gut. Als Sabri und ich dann im Bett lagen, wurde noch ein bisschen das taiwanesische Schulsystem durchgenommen und dann wurden die schweren Lider auch schon in Ruhe gelassen.
Mittwoch morgen befand ich mich in einem aufgeregten Zustand, was wohl daran lag, dass ich meine Austellung im Museum der Stadt antreffen sollte. Dort angekommen, fein gemacht und auch sonstig vorbereitet mit der Kamera in der Hand, sollte dann eine Enttauschung auf mich warten. Die ausgestellten Bilder hingen geschlagene 2 Tage im Museum. Betrachtet von so manch einem - ausser der Fotografin selbst. Es wurde wohl fuer noetig gehalten, sie wieder abzunehmen. Die maechtige Enttauschung wollte gar nicht mehr aufhoeren durch meinen Koerper zu fliessen. Ein spendiertes Eis, sowie ein gewonnenes Deutschlandspiel gegen Ghana konnten diese genannte Enttauschung aber ein wenig besaenftigen, zum Vorteil saemtlicher Familienmitglieder. Darauf folgte dann eine weitere Partie meines geliebten Spieles - Phase 10. Ihr koennt mich auch Vizegewinnerin nennen. :) Irgendwann hat Sabrina dann das Haus verlassen, ich habe mich ein kleines Weilchen der Alleinsamkeit hingegeben, bis mein Vater mich dann zum burritos essen ausgefuehrt hat. Die, von der avenida sind echt die Besten. :) Das war's dann auch schon vom guten alten Mittwoch.
Am Donnerstag haben ich mich schon recht frueh auf zur Ivanna gemacht, der ihre Graduation vorraus stand. Die frisch gekauften, 200$ teuren Indu-Extentiones mit Kraft eingeklipst, ging es dann auch schon in das Lokal, wo dann ein paar Stunden spaeter alle frischen Abschlussschueler ihre Huete in die Luft warfen. Diese nur aus dem TV bekannte Sitte mal live zu sehen, war echt interessant. Anschlissend haben wir die frische Abschlussschuelerin in der tollsten Pizzaria Ecuadors gefeiert, welche aber erst spaeter eintreffen konnte. Adios jueves.
Freitags wurde dann eine Art Pyjama Party ueber Tag gestartet - geschmissen von meinen Schwestern und meiner Wenigkeite. Filme, Knabbereien. So soll es sein. Ich liebe solche Momente mit meinen Schwestern. Abends habe ich mich wieder auf den via a Guano gemacht um dort das letzte gemeinsame Dinner mit meiner Lieblingstaiwanesin zu mir zu nehmen. Traurig aber wahr. Warum muessen dir Ecuatorianer auch immer so ruehrseelige Reden halten? Dann ging es in die letzte Nacht, die wir leider mit einer Dunkelheit antreten mussten, da das Licht es mal wieder nicht fuer noetig hielt, uns Gesellschaft zu leisten. Gott sei Dank, Kerzen gibt es hier naemlich auch. :)
Der Samstag wurde mit High School Musical angetreten, fuer welches Ale und ich uns naemlich zum Start in den Tag entschieden hatte. Darauf folgte nach so vielen Monaten des Friedens mal wieder die Meerschweinchen-essens-Orgie. Que asco. Nicht weiter schlimm, wenn man bedenkt, dass es vorher Schweinhufensuppe gab. In meinem Haus der Alamos angekommen, wurde alle Kraft darauf verwendet, mich hebsch zu machen, bis ich dann auch schon von meinen tios zu der Graduacions-Party meines Cursos begleitet wurde. Ein Traum aus Pink und orange - die Farben des Festsaales. Hoert sich schlimmer an als es tatsaechlich auswahr. Sittengemaess standen die Jungs im schnieken Anzug und die Maedels in einem weissen, individuell gestalteten Kleid bereit.
Es folgte ein gutes Essen und viel Tanz. :) Coole Party, wenn nicht immer alle so agressiv werden wuerden unter Einfluss des Alkohols. Naja.
3 Uhr Sonntagmorgens im Haus der Prietos eingetroffen, ging es ans Klamotten wechseln und dann auf, auf nach Quito, wo ich mich von meiner geliebten Sabrinita verabschieden musste. Unglaublich traurig. Und mit einer Sekunde ist Johanna die einzige Austauschschuelerin in Riobamba. So lange man den Wunsch nicht aufgibt, die andere Person wieder zu sehen, wird das auch funktionieren, denke ich mir an diesen Punkten immer. Trotzallem: Mit dieser Person habe ich 10 meines wundervollen Lebens verbracht, sie ist wie meine Schwester und ich werde sie vermissen, wie Hulle. :( Danach ging es mit den verbliebenen Sebas, Ale und Papi No. 1 zu meinem Onkel, wo wir dann die wunderbare Partie Deutschland:England geschaut haben. Man, man. Ein Tacken mehr und ich waere geplatzt vor Stolz. Mein kleines Bruederlein war maechtig ange-pisst-, dass nicht die Mannschaft des Landes gewonnen hat, wo doch der Rock geboren wurde. Kranke Musikliebe. Nunja.
Jetzt in diesem Moment, lasse ich den Eclipse-Soundtrack ein bisschen auf mich eindudeln, da das so ziemlich das Einzige ist, wozu ich nach knapp 2 Tagen ohne Schlaf, faehig bin.
Ich wuensche euch noch eine gute Nacht.
Liebste Gruesse aus Ecuador.
Johanna

1 Kommentar:

  1. Liebe Johanna, du bist jetzt also so etwas wie ein deutsches " Waisenkind " in Riobamba.
    Genieße einfach, das sich dann ja jetzt alle voll auf dich konzentrieren !!!!!!!!!
    Liebe Grüße aus Südlohn, Die Frechens !

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