Nach wahrscheinlich den 9 besten Tages meines Lebens, finde ich nun endlich die Zeit alle erlebten Dinge fuer euch aufzuschreiben.
Den Freitag der letzten Woche habe ich damit verbracht, meine Sachen zu packen, bis ich dann zu Bindy gefahren bin, wo wir uns seelisch schonmal auf den super paseo eingestellt haben. Wir konnten bis 3 nicht wirklich einschlafen, was dan aber auch egal war...
Tag 1, Guayaquil: ...da es um 5 sowieso schon auf ins Auto ging. Wir wurden von meiner ersten Familie mitgenommen, da unser erstes Ziel die Distriktkonf

erenz in Guayaquil war, wo sie auch hinmussten. Auf der Hinterbank mit 4 Leuten liessen sich die 4 Stunden aber trotzdem gut aushalten, dank der Klimaanlage. In Guayaquil prallte auch schon wieder die Hitze auf uns ein. Wir kamen um 10 an, mussten auf die Ankunft der anderen aber noch bis um 2 warten. Konnten wir aber, durch einen kleinen Stadtbummel durch die schoene Stadt, gut ueberbruecken. Irgendwann nach einem Imbiss um KFC kamen die anderen auch schon an und wir wurden in unsere Hotel gebracht, um die Zimmer zu beziehen. Das Wiedersehen war suuuuuuper schoen, da man die Leute, die man nicht auf den anderen Reisen gesehen oder hatte, schon seit einem knappen Jahr nicht mehr gesehen hatte. Auch das Hotel war einfach nur geil, wenn ich das mal so ausdruecken darf. 5

Sterne! :) Super. Ich habe mich gefuehlt, wie eine reiche Darme, der man den roten Teppich ausrollen muesse. Wir haben uns alle ein wenig schick gemacht und dann ging es fuer uns auch schon auf die Distriktkonferenz. Keine hat wirklich aufgepasst, da es so viel zu bequatschen gab und dementsprechend angenervt waren auch die Rotarier. Untereinander hat ein unheimliches Gemeinschaftsgefuehl geherrscht, da alle mit ihren Blazern dort sassen und wir ueber die Themen reden konnten, ueber die man sonst mit keinem reden kann. Dann ging es zum Essen und danach wieder zum Malecon Guayaquil. Sind wieder einmal die vielen Stufen hochgestiegen, was diesmal aber noch spassiger war. Danach sind wir in dem wunderschoenen Pool des Hotels schwimmen gegangen, haben gesungen und so weiter, bis ich dann irgendwann versucht habe in mein Zimmer zu kommen, was nicht so leicht war mit der komischen Chipkarte.
Tag 2, Guayaquil-Machala:Am naechsten Morgen haben wir wie Koennige gefruehstueckt mit einem Buffet, was sich gewaschen hatte. Ungluablich. Es war wie verde limon, nur alles umsonst. :) Dann wurde der Bus wieder besiedelt und ich hatte ein wundervolles Gespraech mit meinem lieben Nils aus Br

ake. :) War echt eine lange Fahrt, aber liess sich gutueberstehen mit allen. Haben zwischendurch angehalten und eine "Cameronera" besichtigt und gelernt wie man Krabben aus den grossen Becken fischt. Habe auch eine auf der Hand gehabt und fand sie eigentlich ganz suess... :) Dann ging es zu einer Bananen-Plantage, wo wir uns angeguckt haben, wie die Bananen wachsen, wie sie verarbeitet werden und so weiter. Es waren sogar welche aus unseren Supermaerkten in Raesfeld dabei. :) Irgendwann sind wir dann endlich in Machala angekommen, wo wir das heasslichste Hotel der Welt bezogen haben. Nach dem ersten wunderschoenen Hotel, hatte ich das gute Gefuehl, dass alle Hotels so sein wuerden. Pustekuchen! Es war wie aus einem Horrorfilm. Aber da die Party am Abend mal wieder wunderbar war, konnten wir das auch verkraften. :) Bevor die aber losging, sind wir tanzend im Bus zum Hafen Machalas gefahren und haben und die absolut grossen Schiffe angeschaut. Ui, ui.
Tag 3, Machala-Cuenca:Am naechsten Morgen ging es dann auch schon wieder in den Bus

Richtung Cuenca. Auf dem Weg haben wir Stop in einer Farm gemacht. Nicht irgendeine Farm- eine Straussen-Farm. Wir haben uns eine Straussenfuetterung angeguckt und konnten sie sogar beruehren. Naja, eher gesagt haben sie uns in die Finger gekniffen, was aber cool war, da sie keine Zaehne haben. Musste an dem Punkt an die armen "Ich bin ein Star-holt mich hier raus"-Kandidaten denken, die ja mal komplett von den Straussen abgepickt wurden. Das muss weh getan haben. Dann haben wir uns eine Kakao-Plantage angeguckt, wo wir geroesteten 100%-igen Kakao gegessen haben und auch wieder, wie auch schonmal im Jungel, eine Rohe Kakao Bohne. So dermassen lecker. Danach ging es zwischen Limonen-Baumen auf einen Spaziergang, der von verzogenen Gesichtern bestueckt war. :) Irgendwann war dann auch schon das Mittagessen angesagt, welches aus Salat, Reis und Straussenfleisch bestand. Ein wenig gewoehnungsbe

duerftig, wenn man die Voegel gerade noch froehlich vor sich hinflattern sehen hat. Hat aber gar nicht so schlecht geschmeckt. Ein wenig wie Rind. Nach diesen reichlichen Erlebnissen ging es dann auch schon wieder in den Bus. Haben Halt in einem Museum gemacht ueber die Geschichte Cuencas, wenn ich mich recht erinnere. War aber nicht ganz so spannend und ausserdem hat es geregnet, was nicht gerade angenehm war, in den kurzen Klamotten, die man ja in Machala noch gebraucht hatte. Am Abend haben wir dann mein Lieblingshotel bezogen, welches total familiar war. Jeder Raum war individuell gestaltet und es hatte mal gar nichts von einem Hotel. Man haette d

enken koennen, dass in diesem Haus eine 200-koepfige Familie lebe. Die Jungs sind in einem anderen Hotel untergekommen, wo dann auch unser Spaziergang in der Nacht hinging. Dort habe ich dann erfahren, dass Lena den Eurovision-Songkontest gewonnen hat. Man, man, war das eine Freude. Luise, Rachel, Julia, Mathilde und ich haben uns dann noch ein bisschen bezhumiert, Grey's Anatomy geguckt (DIE LETZTE FOLGE AUS STAFFEL 6!!!!!!!!!) und sind dann schlafen gegangen.
Tag 4, Cuenca-Gualaceo-Chordeleg:Wir sind wie immer so ca. gegen 7 aufgestanden, haben uns fertig gemacht, sind fruehstuecken gegangen und dann ging es auch schon in kleinen Grueppchen in die Stadt Cuencas. Ich kenne sie ja an sich schon auswendig und koennte mich blind zurecht finden, aber eine Tour habe ich dann noch nie gehabt. Es war richtig interessant jetzt auch mal etwas ueber die Geschichte zu erfahren, anstatt immer nur feiern zu gehen. :) Wir haben den Hauptplatz besucht, den Touri, die Kathedrale und unteranderem auch den Blumenplatz. Die Geschichte, die mich am allermeisten fasziniert hat, waren die dort in einem Kloster lebenen Nonnen, die, wenn sich sich einmal fuer dieses Leben entschieden haben, nie wieder aus dem Kloster heraus du

erfen. Keiner hat sie nach ihrem Einzug je gesehen. Sie haben keine Haare, da diese fuer Staturen geopfert werden, verkaufen ihrer Produkte durch eine Drehwand und zu der Einrichtung ihrer Zimmer gehoert eine Peitsche, da sie Gott dadurch "naeher" sein koennen. Super interessant. Wir haben auch die Panama-Hut-Fabrik + das Museum besucht. Da ich mir aber schon einen Hut in Montechristi gekauft hatte, war das nicht mehr ganz so spektakulaer. Mittags haben wir dann in einer huebschen Hotelanlage gegessen und haben uns dann einer Partie Tennis gegen die Ecuatorianer gewidmet. War ganz cool. Am Nachmittag waren wir dann in Chordeleg, eine Stadt die nur aus Schmuckgeschaeften besteht. Aber wirklich nur aus Schmuckgeschaeften. Unglaublich. Ich verstehe immer noch nicht, wie die Wirtschaft da funktionieren kann. Abends hatten wir ein bisschen frei und ich bin meinen 2 Franzoesinnen in eine Karaoke-Bar gegangen. :) Das hat Spass gemacht. Am Abend wurde ein Maedchen nach Hause geschickt, da sie sich nicht an dei Rueckkehr-Zeiten gehalten hatte.
Tag 5, Cuenca-Riobamba:Nach der letzten Nacht in Cuenca ging es wieder mal im Bus du

rch die gewaltige sierra Ecuadors. Fuer die Kuestenleute besonders spannend, da sie die Berge noch nicht wirklich kannten. Spannend mit anzusehen, weil all diese Gesichtsausdruecke auch schon mal ueber mein Gesicht gehuscht sind. Unser erster Stop dieses Tages war Ingapirca. Die grossten Inka-Ruinen Ecuadors. Um einiges groesser als Ingapirca ist natuerlich Machu Picchu in Peru, aber nicht minder interessant. Ich war super aufgeregt, die Ruinen zu sehen, da es eine der Sachen war, die ich vorher noch nicht kannte. Danach ging es auch schon wieder weiter in einen Vorort von Riobamba names Palm

ira. Dort haben wir dann, nach ein wenig Umsehen, zu Mittag gegessen. Wir haben uns auf einer Farm fuer Lamas befunden, da koennt ihr euch bestimmt denken, was es auf meinem Teller lag. Richtig, Lama-Fleisch. Ich bevorzuge Strauss. Danach sind wir ins Lama Museum gegangen und ich war echt erstaunt, wie interessant es war. Die Lamas sind fuer die Indios sowas wie Goetter. Sie trinken den Urin, das Blut... Wenn ein Lama eine Fehlgeburt hat, wir dieselbe beigesetzt als Zeichen der Trauer. Man, man. Dann haben wir noch Fotos mit den Lamas gemacht und uns aungeguckt, was man alles aus Lama-Fell machen kann. Angespuckt haben sie uns kein einziges Mal. :) Dann ging es auch schon ins Hotel Zeus in meiner geliebten Stadt Riobamba. :) Mein erster Papa, sowie Tant

e, Onkel, Ivanna und meine Familie haben uns besucht, was ich super cool fand. :) Habe die Chance ergriffen und bin fuer eine halbe Stunde mit ihnen nach Hause gefahren um meine bis dahin ca. 1000 videos von der Kamera zu machen. Danach folgte eine absolut geile fiesta in unserem Raum, die in einem Hotpot geendet ist. Wuhu. War das cool.
Tag 6, Riobamba-Baños-Quito:Am naechsten Morgen haben wir versucht das Chaos wieder ein bisschen zu richten, mussten den Schluessel wieder finden und dann ging es Richtung Baños. Ich liebe Bañoooooooooos!!!!!!! Dort angekommen haben wir unsern ueberfluessigen Klamotten ausgezogen und sind zu einem GIIIGAAAANTISCHEN Wasserfall gelaufen. Wir mussten durch Hoehlen kriechen, b

is wir dann irgendwann dort angekommen sind und uns darunter gestellt haben. Na gut, nicht ganz darunter, da man dann wahrscheinlich ernste Verletzungen davon getragen haette, vor lauter Wasserdruck, oder wie man das auch nennen soll. Es hat bei einer reingehaltenen Hand schon weh getan. Es war einfach nur geniaaaal. Das eisigkalte Wasser auf seiner Haut zu spueren von eines so maechtigen Wasserfalls!!!!!! Meine Guete, ich war ueberwaeltigt. Danach sind wir noch zu einer Bruecke gelafen, die nur von 5 Leuten gleichzeitig ueberquert werden durfte. Ein paar andere fanden es lustig und haben sich mit geschaetzten 14 Leuten darauf gestellt. Man, man. Lebensmuede. Danach haben wir in einem feinen Restaurant in Baños-City gegessen und hatten noch ein bisschen Zeit um die Stadt zu erkunden. Dann ging es wieder 3 Stunden in den Bus bis nach Tumbaco, ein Tal in Quito, wo wir dann in einer riesen Hacienda die Nacht verbracht haben. Wo das Wasser gebrannt hat, es Schlangen gab und das Wasser hervorragend geschmeckt hat.
Tag 7, Quito-Cotacachi-Ibarra:Am naechsten Morgen sind wir ins historische Zentrum Quitos gefahren und haben da Kirchen und sonstige besichtigt, die ich aber schon kannte, da mich mein Onkel mal herum g

efuehrt hatte. Trotzdem war es interessant. Danach ging es wieder mal zur "mital del mundo", die Mitte der Welt, was ich auch kannte. Aber naja, mit so vielen Leuten ist es ja doch was ganz anderes und vorallem viel cooler. Nach dem Essen, was typisch war, ging es 3 Stunden lang mal wieder in den Bus auf in die Stadt Ibarras. Haben ab uns zu mal Halt gemacht, um die wunderschoene Landschaft zu bestaunen. In der hacienda angekommen haben wir uns mal wieder ein bisschen bezhumirt und ernste Gespraeche gefuehrt, aber dann ging es auch schon ins Bett.
Tag 8, Ibarra-Otavalo:Ich war eine der Gluecklichen, die mit dem ersten Bus nach Otavalo fahren konnte und

somit extra viel Zeit hatte. Otavalo, eine kleine Stadt, die samstags aus einem gigantischen Markt besteht. Ein Markt voller billiger Indio-Sachen! :) Man, man, ein Paradies. Lukas und ich haben uns zu einem harmonischen Grueppchen zusammen getan und sind 3 Stunden wie die Irren durch die Gassen dieses Marktes gerannt. :) Ein Spass hoch 10. Was ich alles ergattert habe, kann ich leider nicht verraten, da ihr sonst wuesstet, was ich geschenkt bekommt. :) Haaach, ich freue mich jetzt schon, die ganzen regalos zu uebergeben! :) Danach ging es in ein Colegio in Ibarra, wo wir an einem Projekt teilgenommen, welches beinhaltete, einen Baum zu pflanzen. Wir hatten alle keine Ahnung, dass es sowas Wichtiges sein wuerde und dass wir nach dem Baum in die Erde setzten, einen Urkunde erhalten wuerden. Sie haben Taenze fuer uns aufgefuehrt und dann uns behandelt wie Koenige. "Sie" sind in diesem Fall die Schueler des Colegios. Es ist immer noch erstaunlich zu sehen, wie anders und besonders man doch fuer die Menschen ist, nur

weil man aus einem anderen Land kommt, eine andere Augen oder Hautfarbe hat. Haben dort auch zu Mittag gegessen und sind anschliessend in ein Dorf gefahren voller Lederwahren. Und wieder mal frage ich mich, wie die Leute da alle Geschaefte machen koennen. Es war ein sehr erfolgreicher Shopping-Tag. :) Danach ging es zu der wunderschoenen Lugune, die ich aber auch schon mal gesehen hatte. Dann ging es wieder ins Hotel, wo unsere letzte Nacht auf uns wartete, fuer die von den Rotarieren eine Party mit DJ und so weiter organisiert wurde. Alle haben die "Sau" rausgelassen, trotz bereits vorhandener sentimentaler Stimmung. Es war einfach nur genial.
Tag 9, Ibarra-Quito...Riobamba:Morgens frueh aufgestanden, konnten man schon direkt die schwere Stimmung bemerken. Alle Sachen wurden gepackt, die schweren Einkaufte wurden in den Bus getragen und dann ging es nach einem kleinen Broetchen auch schons verabschieden von den Leuten aus Ibarra. Eine der schwersten Verabschiedungen musste ich schon dort hintermich bringen. Von Margaret, die ich echt sehr in mein Herz geschlossen habe. Sie kommt und aus den Staaten und wer weiss, wann man sie wieder sehen wird. Einige Traenen gelassen ging es mit den anderen nah Quito. Es hat fast keiner geredet. Als wir dann aus dem Bus gestiegen sind und in Quito, dem Ziel, angekommen waren, konnte ich es erst gar nicht fassen, dass wir uns echt verabschieden mussten. Es war definitiv einer der schwersten Momente meines Lebens. Alle haben geweint, alle. Sogar meine Tante, die Bindy abgeholt hat, hat aus Sympatie mitgeweint. Erst habe ich nicht eine Silbe rausbekommen, aber irgendwann als ich es dann gerafft hatte, dass es fuer immer sein wuerde kamen auch mir die Traenen, die bis zum Abend nicht mehr weg gegangen sind.
Esa gente que conoci en este año son mis mejores amigos. Se fueron por los mismos sentimientos que yo tenia y estaban a mi lado todo el tiempo. Significa todo para mi tenerles a ustedes y a mi no me importa si hay 1000000 de kilometros entre nosotros. Nunca en mi vida les olvidare. Ese tiempo, ese año era lo mas dificil, lo mas educado de mi vida pero lo mas importante: Era lo mejor de mi vida. Y eso es "culpa" de ustedes! Ustedes son mi familia y les amo con todo mi corazon!Niemals in meinem Leben werde ich diesen Trip vergessen!
Ich hoffe, es geht euch gut.
Liebste Gruesse aus Riobamba,
Johanna