Mittwoch, 31. März 2010

3. Quartalsbericht

Hier wieder einmal ein fuer Rotary geschriebener Quartalsebericht mit der Zusammenfassung der letzten 3 Monaten. :)

Wieder einmal sind 3 Monate in dem wunderschoenen Land Ecuador-Suedamerika vegangen und es wird Zeit fuer meinen 3. Quartalsbericht. So langsam wird die Zeit ganz schoen knapp und man sieht die Tage nur so schwinden. Im Januar habe ich nach 5 wunderbaren Monaten in meiner ersten Familie das Haus gewechselt und somit eine neue Familie, ein neues Haus, wie auch ein Stueck weit andere Kultur kennen gelernt. Ich kann nur noch mal betonen wie viel Glueck ich mit meinen Familien gehabt habe, denn auch die 2. Familie ist super nett, reist mit mir und laesst mich wie ein richtiges Familienmitglied fuehlen. Ich habe 2 Schwestern, welche jedoch ausser Haus leben, da die eine in Quito, der Hauptstadt, studiert und die andere gerade ihren Austausch in Deutschland verbringt. Das macht jedoch nichts, da meine Eltern, sowie mein hier lebender Opa auch sehr nett sind und sich um mich kuemmern. Nach mittlerweile 7 Monaten ist schon gar nicht mehr so viel auf die Hilfe der Familie angwiesen, da man schon so einige andere Kontakte geschlossen hat. Ich verbringe viel Zeit mit den anderen Austauschschuelern meiner Schule. Auch sie sind fuer mich wie eine Familie, da man nach wie vor die gleichen Gefuehle, Interessen und Erlebnisse teilt. Wir reisen viel zusammen und man ist sich echt ans Herz gewachsen, was den Abschied bestimmt nicht einfach machen wird. Meine Spanischkenntnisse, wie ich beurteilen wuerde, sind um Einiges besser geworden. Nach Weihnachten habe ich den Spanischunterricht abgebrochen. Nach einiger Zeit hat man einfach die noetigen Grundkenntnisse, um dann selbststaendig darauf aufbauen zu koennen. Der taegliche Umgang mit spanisch-sprechenden Leuten laesst es einen fast von alleine lernen. Ich freue mich jeden Tag darueber, dass ich Spanisch beherrsche. Diese Erungenschaft ist wahrscheinlich das beste Souvenir des Austausches, welches man sich machen kann. Mein bestes Erlebnis der letzten 3 Monate war definitiv unser Rotary-Trip in den Dschungel Ecuadors. Unsere Gruppe von ca. 20 Leuten ist im Yanchana Lodge untergekommen, eine wunderschoene Anlage in mitten des Regenwaldes direkt neben dem Fluss Napo, der in den Amazonas muendet. Sattes Gruen, kreischende Affen, Grillenzirpen, wunderschoene Landschaften... All dies habe ich im Urwald angetroffen. Wir haben gelernt, wie man im Dschungel kocht, wie man Tiere erlegt und weitere Dinge die dort ueberlebenswichtig werden koennten. Sogar ein Besuch bei dem oertlichen Shamarn, welcher unsere Koerper gereinigt hat, wurde uns moeglich gemacht. Bisher kannte ich nur die Regionen der Kueste und den Anden, wo ich wohne. Dieser "paseo" hat es und moeglich gemacht auch die 3. von 4 Zonen kennen zu lernen. Ein Trip, den ich mein ganzes Leben nicht vergessen werde. Jetzt fehlen noch 2 Reisen. Im April geht es fuer uns nach Galapagos und im Juni durch die ganze anden Region, was mit allen Austauschschuelern stattfinden wird. Ich freue mich schon sehr darauf. Was noch sehr neu, aber auch beeindruckend war, ist Karneval. In Deutschland war ich schon immer einer der groessten Karnevalfans, von daher habe ich mich auch hier sehr darauf gefreut. Aber allein der Fakt, dass die Leute hier nicht mit Karamellen werfen, sondern mit Eiern und Gemuese, macht das Karnevalsfest schon ein bisschen anderes, aber nicht minder spannend. Auch waehrend diesen 3 Monaten haben die anderen 3 Austauschschuelerinnen und ich wieder an den sozialen Aktionen Rotaries teilgenommen. Es ging wieder in kleine, arme Schulen, wo wir Pastillen verteilt haben, die angesammelten Bakterien in den kleinen Bauchen der Kinder abtoeten sollten. Essensstaende an den Raendern der Strassen Ecuadors verlocken mit ihren Geruechen, sind aber alles andere als gesund, was diese Massnahmen noetig macht. Erschreckend... Alles im Allem bin ich in den bisherigen 7 Monaten so viel gewachsen, was meine Persoenlichkeit, meine Ziele und meine Vorstellungen von so einigen Sachen belangt. Sich fuer einen Austausch zu entscheiden ist die beste und preagenste Entscheidung, die man fuer sein Leben treffen kann. Es lauft weiss Gott nicht immer alles gut, aber gerade daran waechst man. Es macht mich stolz hier sein zu duerfen.
Auch an dieser Stelle wieder einen aufrichtigen Dank an Rotary.

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