Tut mir Leid, dass ich mich jetzt schon so lange nicht mehr gemeldet habe.
Das liegt aber nicht an nicht-vorhandener-Lust, sonder an dem nicht-vorhandenen Internet.
Naja, Ecuador.
Man, man. Da weiss ich doch glatt nicht wo, ich anfangen soll.
Am Montag dem 1. Maerz wollten meine Mama und ich eigentlich zum Club um meine 60 monatlichen Dollares abzuholen, sind aber dann bei einer Freundin meiner Mutter haengen geblieben. Leute, ich habe noch nie in meinem ganzen Leben eine Person gesehen, die sich selbst so Leid tun kann. :D Naja... Danach wurde dann kassiert. Uebrigens, ich bin jetzt durch
Dienstags war die Schulleiterin glaube ich ein bisschen angepisst, da ich mich mit einem Freund verabredet hatte, um ihm Gesellschaft zu leisten waehrend er sich ein Tattoo stechen laesst. Das wollte ich unbedingt schonmal sehen, wobei da im Nachhinein nichts Spannendes dran war... Darauf, einen Mann so leiden zu sehen, hatte ich mich vorher nicht eingestellt. Es wurde dann ein gruseliger Totenkopf. -.-
Mittwochs bin ich mit meinen Eltern und meinem Opa zur Autowerkstatt gefahren. Es sollte nur die Baterie gewechselt werden, aber wie das wunderbare Schicksal so will, wurde daraus ein Blechschaden der sich gewaschen hat. Das Auto wurde hochgeschraubt, alles fuer ecuatorianische Verhaeltnisse professionell, der Meister hat sich unters Auto gelegt, ein anderer kommt vorbei, stoesst das Hoch-schraub-Ding an und das Auto "kracht" runter. Die Beule haben wir schnell gesehen, aber was noch viel Aufmerksamkeits-erregender war, waren die Schreie des Meisters, der kurzer Hand die volle Last des Autos hat spueren koennen. Man, man. Der Unfalll-Verursacher konnte aber schnell helfen und von daher ist nicht viel passiert. Man, man. Dann wurde das Auto, nach dem dann doch noch erfolgreichen Bateriewechsel in die naechste Werkstatt gebracht, wo dann das hochgeschobene Blech wieder geglaettet wurde. Diese Werkstatt ahenelte aber mehr einer Farm, als allem anderen. Huehner, Hunde, Katzen, alles schwierte um die Meister herum, wie auch 2 gefundene Indiokinder, die nach der Schule nach Hause kamen und ihre Mutter nicht antrafen. Man, man stell sich das mal einer vor. Krachene Autos, gefundene Kinder... Das hoert sich wie die groesste Uebertreibung bzw. Luege an, aber das ist Alltag. Danach sind meine Mama, Sabrina und ich zum Friseur gefahren, haben irgendwelche ekeligen Spiesse gegessen, die zwar typisch sind, aber dafuer einfach nur schei**e geschmeckt haben.
Donnerstags sind wir mit dem Colegio, weiss der Teufel warum, zum "casa de la cultura" gefahren, wo es eine Leinwand gibt und haben darauf hin dann "Step up 2" geguckt. Habe keine Ahnung, wozu das gut sein sollte, aber ich hab's genossen. Sehr cool ist, wenn keiner, ausser die Austauschschueler, lacht, wenn ein Witz auf Englisch gerissen wird. :D Hart ausgedrueckt ging's danach wieder auf zum Schule schwaenzen, was wir in meinem Lieblingsort, der "Vered Limon" gemacht haben. :) Danach habe ich mit meiner geliebten, deutschen Mami gesprochen und den Rest des Tages damit verbracht meine Trillionen an Dateien zu orden. Oh man, wie kann man nur so viele Fotos in 6 1/2 Monaten gemacht haben?
Freitag bin ich nach der Schule zu Ivanna gefahren, wo wir ab dem Zeitpunkt ein Pyjama-Wochenende gestartet haben. Fernseh gucken und sich "fett fressen", was will man mehr, wenn es mit grossen Schritten auf die Galapagos-Reise zugeht?
Wie geht es euch, meine Lieben?
Ich vermisse euch sehr.
Johana


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